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Instrumentelle Analytik, 12-2011 8. Confocal Raman Imaging SymposiumMit einer Rekordbeteiligung von 95 Delegierten ist das 8. Confocal Raman Imaging Symposium (5. bis 6. Oktober) in Ulm zu Ende gegangen. Die Konferenz hat sich in den letzten Jahren zu einem weltweit führenden Treffpunk der Raman-Imaging-Community entwickelt. Durch Präsentationen von weltweit führenden Experten konnten die teilnehmenden Wissenschaftler einen weitreichenden Einblick in die aktuellen Entwicklungen, praktischen Anwendungen und bewährten Gerätekonfigurationen des Raman-Imaging erhalten.
  Eröffnet wurde die Konferenz mit einem Plenarvortrag von Prof. Sebastian Schlücker von der Universität Osnabrück zu den Grundlagen der Raman-Spektroskopie und deren Anwendung in der Mikroskopie. Durch Frage- und Antwortspiele aufgelockert, ging Prof. Schlücker direkt auf die Teilnehmer ein, um nicht nur die klassische, sondern auch die quantenmechanische Beschreibung des Raman-Effektes zu beleuchten. Dr. Olaf Hollricher, WITec Geschäftsführer, klärte dann über die notwendigen optischen Komponenten auf, die für hochaufgelöstes, beugungsbegrenztes Raman-Imaging notwendig sind. Für umfassendere Probenanalysen ist die Kombination von Raman- mit anderen Mikroskopie-Techniken unerlässlich. Dem wurde durch die Vorträge von WITec Applikationsmangerin Dr. Ute Schmidt, die über die Raman-AFM-Kombination vortrug, und Customer Support Direktor Dr. Thomas Dieing, der die neue True-Surface-Mikroskopie-Technik vorstellte, Rechnung getragen.
In der ersten anwendungsbezogenen Session zu den Materialwissenschaften berichtete Dr. Alois Lugstein von der Universität Wien über den Einsatz der Raman-Spektroskopie zur Untersuchung von Nano-Drähten. Dr. Adam Schwartzberg von den Sandia National Labs in Livermore, USA, bot einen Einblick in das hyperspektrale Imaging im Nanometerbereich und stellte dabei auch eine neue Methode für das Nahfeld-Raman-Imaging auf der Basis von aktiven Plasmonen-Spitzen vor. Auch in der Photovoltaik-Forschung kann Raman-Imaging einen Beitrag dazu leisten, optimierte Solarzellen zu entwickeln, worüber Bernd Meidel von der Schott Solar AG berichtete. Dr. Anna Belu von Medtronic Inc., USA, beschrieb die Bedeutung der Raman-Mikroskopie für die Charakterisierung von Oberflächen und Grenzflächen in der medizintechnischen Industrie.
Die Life-Sciences-Session begann mit einer Präsentation von Dr. Christian Matthäus vom IPHT Jena über das Monitoring des intrazellulären Lipid-Metabolismus in Makrophagen mittels Raman-Imaging. Darüber hinaus berichtete er über Ergebnisse zur trans-dermalen Durchdringung von Lipid-Nanopartikeln. Der Effekt von Sonnenschutzmittel und deren Verteilung auf der Haut wurde von Dr. Christian Adlhardt von der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften beleuchtet. In seinem Vortrag zeigte er auf, welchen Beitrag Raman-Imaging für die Reduktion der benötigten Sonnenschutzmittel-Menge leisten kann. Abschließend gab Dr. Gernot Nehrke vom Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven, einen Einblick in die Verteilung von verschiedenen mineralischen und organischen Phasen in biogenen marinen Carbonaten.
Während der einstündigen Poster-Session mit 19 Beiträgen diskutierten die Teilnehmer intensiv über die zahlreich gezeigten Anwendungen und nicht wenige waren über die Vielseitigkeit der Raman-Mikroskopie in den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten positiv überrascht. Ein weiteres Highlight am Abend war der Dinner-Talk von Prof. Wolfgang Kiefer, der seinerzeit sogar Sir Chandrasekhara Raman noch persönlich getroffen hatte, und einer der Pioniere der Raman-Spektroskopie in Deutschland ist. Sein äußerst eloquenter und humorvoller Rückblick auf die Historie und die frühen Tage der Raman-Spektroskopie kam bei den Teilnehmern sehr gut an.
Am zweiten Tag gab eine ausführliche Geräte-, Zubehör- und Softwaredemonstration in den WITec-Applikationslaboren den Teilnehmern einen praktischen Überblick, wie Raman-Imaging-Experimente erfolgreich durchgeführt werden. Alles in allem war es ein bemerkenswertes Symposium, welches Theorie, Geräteausstattung und die verschiedenen Anwendungsfelder effektiv vereinte. Die Teilnehmer schätzten das Programm und die Zeit in Ulm sichtlich, was sich auch in dem hohen Anteil von 96 % derer widerspiegelt, die die Veranstaltung einem Kollegen empfehlen würden.
Über WITec
Die WITec GmbH ist einer der weltweit führenden Hersteller von hochauflösenden optischen und Rastersonden-Mikroskopen. Eine modulare Produktlinie erlaubt die Kombination verschiedener Mikroskopietechniken wie Raman, SNOM oder AFM in einem Gerät und ermöglicht so die umfassende und flexible chemische, strukturelle und optische Analyse einer Probe. Die Hochleistungs-Mikroskop-Systeme werden weltweit vertrieben und vor allem in den Bereichen Materialwissenschaften, Life Sciences und Nanotechnologie eingesetzt. Das Unternehmen wurde 1997 gegründet und hat seinen Firmensitz in Ulm. Weitere Niederlassungen sind in den USA und seit Mai 2010 in Singapur. Das Unternehmen beschäftigt 34 Mitarbeiter und weist pro Jahr durchschnittliche Wachstumsraten von mehr als 10 % auf. Kontakt: Harald Fischer Marketing Direktor
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