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FachbeitragWas kann Spitzenmedizin heute leisten?

Statement zum MEDICA-Kongress 2007, Düsseldorf, 14. bis 17. November 2007
Fachbeitrag: Was kann Spitzenmedizin heute leisten?

Prof. Dr. Werner Alfons Scherbaum*)

  1. Präsident der MEDICA – Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizin e. V., Stuttgart


Die MEDICA 2007 in Düsseldorf zeigt Neuerungen in der Medizin und im Gesundheitswesen auf und gibt Besuchern die Möglichkeit, sich über den derzeitigen Stand der Forschung und Entwicklung zu informieren. Beim MEDICA-Kongress wird der Stand der medizinischen Kenntnisse auf verschiedenen Fachgebieten aufgezeigt und die Überführung neuer Forschungsergebnisse und technologischer Neuerungen in die Praxis diskutiert. Des Weiteren werden gesundheitspolitische Fragen aufgegriffen und interdisziplinär bearbeitet.


Wo geht die Reise hin? Auf welche zukünftigen Veränderungen müssen wir uns einstellen bzw. können wir uns bereits heute für die Notwendigkeiten von morgen vorbereiten? Wie können medizinische und medizintechnische Fortschritte das bisher verfügbare diagnostische und therapeutische Repertoire sinnvoll erweitern? Welche Modelle gibt es zur Verbesserung der optimalen Interaktion der Akteure im Gesundheitswesen, z.B. zwischen Krankenhäusern, Arztpraxen, Reha-Einrichtungen und nicht-ärztlichen Dienstleistern? Wie können wir in Anbetracht der demografischen Entwicklung dem erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung gerecht werden und wie kann dies ökonomisch geschultert werden? All´ dies sind zentrale Themen, die nur in der Zusammenschau, im richtigen Kontext gesehen werden können, wie ihn die MEDICA als einzigartige Kommunikationsplattform bietet.

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Beim MEDICA-Kongress 2007 wird ein breites Spektrum von Symposien, Seminaren, Kursen und Workshops abgeboten, das den Teilnehmern erlaubt, sich über den neuesten Stand der Erkenntnisse auf verschiedenen Fachgebieten zu informieren. Dabei werden die aktuell wichtigsten Themengebiete für Klinik und Praxis behandelt.

Experten beantworten wichtige Fragen

In einem Symposium werden z.B. neue Virusimpfstoffe für die Praxis vorgestellt, wie die derzeit viel diskutierte Papillomvirus-Schutzimpfung zur Prävention des Zervixkarzinoms. Dabei werden von ausgewiesenen Experten wichtige Fragen beantwortet; wie z.B. wer soll wann geimpft werden. Außerdem werden Neuentwicklungen zu Varizellen und Herpes Zoster, also zu altbekannten Infektionen, vorgestellt. Die Influenza ist immer eine latente Gefahr für weltweite Epidemien mit potenziell verheerenden Folgen. Die Grippeepidemie im Jahre 1919 hat mehr Todesopfer gefordert, als der erste Weltkrieg. Prophylaxe auf breiter Ebene tut also Not. Als neuer Gefahrenherd ist die Vogelgrippe hinzugekommen. In dem Symposium werden aktuelle Entwicklungen und neue Impfstoffe gegen Influenza und die Vogelgrippe aufgezeigt.

In einem anderen Symposium werden MRSA(Methicillin-resistente Staphylococcus aureus)-Infektionen besprochen, die für die Kliniken von zunehmender Bedeutung sind. Bei postoperativen Wundinfektionen mit MRSA-Beteiligung beträgt die Mortalität rund 20 %. Zur Prävention solcher Infektionen ist die strikte und konsequente Umsetzung von Hygienemaßnahmen unerlässlich. Darüber hinaus ist ein interdisziplinäres Vorgehen, ein frühzeitiges Screening von Patienten und eine ausreichende Information aller Beteiligten von großer Bedeutung.

Ein neues, großes Gebiet ist das kardiometabolische Syndrom. Mit diesem Begriff wird die enge Beziehung zwischen Diabetes und Herzerkrankungen ausgedrückt. Tatsächlich haben etwa 80 % aller Patienten mit einem Herzinfarkt auch eine gestörte Glukosetoleranz oder einen Diabetes. Es ist inzwischen belegt, dass das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall beim Diabetes durch eine langfristig gute Blutzuckereinstellung signifikant reduziert werden kann. Die Studienlage zu diesem Thema wird in zwei Symposien am Mittwoch 14. November besprochen. Der Tag der MEDICA-Eröffnung (14. November) ist auch gleichzeitig Welt-Diabetestag.

Breites Themenspektrum für die Praxis

Weitere Themen in verschiedenen Foren des MEDICA-Kongresses sind u.a. Nanotechnologie, Demenzielle Erkrankungen, Kopfschmerzen, Nahrungsmittelallergien, Tumortherapie, Kardiopulmonale Reanimation, Hypertonie-Management, Schmerztherapie, Ernährungsmedizin, Pränatal-Medizin und Genetik, Stammzelltherapie, Aktuelle Nephrologie, Hepatitis, COPD, Osteologisches Seminar, Herzinsuffizienz, Rückenschmerz, Synkope, Akupunktur bei Migräne, Reisemedizin, Zytologie-Kurs, 3D- und 4D-Sonografie-Kurs, Immunfluoreszenz-Kurs und Krankenhaus-Marketing.

Was kann die Spitzenmedizin heute leisten und wo sind Innovationsfelder, die Schritte von neuen zellbiologischen klinisch-physiologischen und medizintechnologischen Erkenntnissen aufzeigen? Über viele Jahre war es als vornehmliche Aufgabe angesehen worden, den Weg „from bench to bedside“ zu erforschen. Das reicht heute nicht mehr aus. Heute muss der ganze Bogen bis zur Versorgung in der Praxis dargestellt werden, auf Neudeutsch: „translational medicine“ oder translationale Forschung. Dieses Thema ist Gegenstand mehrerer Vorträge beim MEDICA-Kongress sowie auch der dreitägigen Sonderschau MEDICA-VISION (Messehalle 3), bei der Universitäten, außeruniversitäre Wissenschaftsinstitute und Forschungseinrichtungen aus der Industrie Hightechprojekte vorstellen, in denen die Anwendungsmöglichkeiten neuer industrieller Produkte für die Lösung medizinischer Fragestellungen erprobt werden.

Der MEDICA-Kongress und MEDICA-VISION widmen sich u.a. auch der äußerst wichtigen Frage, wie allgemein erarbeitete medizinische Erkenntnisse für einen speziellen Patienten heruntergebrochen werden können. Zum Beispiel nützt es einem Patienten wenig, wenn er erfährt, dass ein bestimmtes Medikament in 70 % und ein anderes in 40 % der Fälle wirksam ist oder dass es z.B. in 3 % der Fälle eine schwere Nebenwirkung mit sich bringt. Er möchte gerne wissen, welches Medikament bei ihm anspricht bzw. ob er zur Risikogruppe für unerwünschte Nebenwirkungen gehört. Welche Gene werden im individuellen Krankheitsverlauf aktiviert oder supprimiert? Wie ist dies z.B. als genetischer Fingerabdruck von Tumorzellen z.B. mit der Genchip-Technologie abzugreifen? Dies sind Fragen der individualisierten Medizin, die sich z.B. den Interaktionen zwischen Gen und Umwelt oder genetischer Konstellation und Pharmakotherapie (Pharmakogenomics) beschäftigt. Dies schließt auch die Analyse von Genom, Proteom, und Biomarkern mit Untersuchung molekularer Prozesse auf der Ebene der Protein-Expression und der Funktion mit ein.

Neue Verfahren der Nanotechnologie

Die Möglichkeiten der Bildgebung in der Medizin werden immer präziser. Dazu gibt es einige sehr spannende neue Entwicklungen der „In-vivo-Bildgebung“, die insbesondere auch neue Verfahren der Nanotechnologie beinhalten und bei der MEDICA vorgestellt werden. Anwendungsbeispiele sind u.a. die Implantatmedizin, bei der es um die Bioverträglichkeit der verwendeten Materialien geht. Die spezifische Strukturierung von Oberflächen und die Nutzung nanoporöser Schichten zur Freisetzung von Wirkstoffen und bioaktiven Molekülen können dazu beitragen, die Einbettung von Implantaten zu optimieren und deren Verträglichkeit zu verbessern. Bei der regenerativen Medizin und in der Stammzellforschung werden Nanopartikel bereits erfolgreich eingesetzt, z.B. für die Anreicherung von Stammzellen aus Knochenmark mit Züchtung auf nanostrukturierten Substraten. Die Nanotechnologie hat inzwischen auch in die In-vivo-Diagnostik Einzug gehalten, z.B. bei der bildgebenden Diagnostik mit nanopartikulären Kontrastmitteln, die gezielt an kranke Zellen binden. Dies sind Themen, die im Rahmen von MEDICA-VISION vorgestellt und auch beim MEDICA-Kongress diskutiert werden.

Gesundheitspolitische Fragen

Die gesundheitspolitische Entwicklung ist ein durchgehendes Thema bei der MEDICA. Die politisch gewollte Integrierte Versorgung ist bisher nur in Ansätzen realisiert, und immer noch auf einzelne Diagnosen, meist eng begrenzte Regionen, wenige Beteiligte und einzelne Kostenträger begrenzt. Hier wäre unbedingt eine Systemlösung angezeigt, die den Schritt in Richtung auf die Integrierte Versorgung als flächendeckende Regelversorgung aufzeigt. Davon sind wir noch weit entfernt. Gründe für diesen Verzug sind nicht nur die Komplexität der Aufgabe und eine gewisse Resistenz vieler Dienstleister gegenüber Veränderungen, sondern auch technologische Probleme der einheitlichen Datenerhebung, Datenkommunikation und -auswertung. Im MEDICA-Kongress werden dazu neue Entwicklungen aufgezeigt und diskutiert.

Die für einige Erkrankungen aufgelegten „Disease-Management-Programme“ (DMP) sehen zwar eine einheitliche Datenerfassung und auch eine Datenauswertung vor, doch das Ergebnis auf Bundesebene ist deprimierend: Immense Datenmengen sind im Rahmen der DMPs dem Bundesversicherungsamt nach Berlin gemeldet und dort in einem gigantischen Datenfriedhof begraben. DMPs sollen nach dem gesetzlich formulierten Anspruch auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und dazu beitragen, die Versorgung der Patienten durch eine interdisziplinäre, kontinuierliche, gut koordinierte und standardisierte Versorgung zu Gewähr leisten und flächendeckend zu verbessern. Es reicht daher nicht, wenn solche DMPs als ökonomische Steuerinstrumente auf den Weg gebracht werden und die wissenschaftliche Datenauswertung auf der Strecke bleibt, weil die entsprechend notwendigen Werkzeuge nicht im Voraus geplant waren. So sind die Möglichkeiten für notwendige wissenschaftlich begründbare Nachsteuerungen des Systems verwirkt. Ein Neuanfang mit systematischer Planung und Auswertung von flächig angelegten, mehrere Diagnosen unfassenden Pilotprojekten ist dringend angezeigt. Die MEDICA gibt in Kongress und Sonderschauen exzellente Anregungen dazu.

Kritisch ist die Rolle des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Medizin (IQWiG) zu sehen, das sich in seinen Entscheidungen z.T. im Widerspruch zu den Erkenntnissen der Wissenschaftlich-Medizinischen Fachgesellschaften befindet. Problematisch ist dabei die Tatsache, dass der Bundesausschuss die Ergebnisse des IQWiG als wissenschaftlich fundierte Basis für seine Entscheidungen ansieht und diese daher i.d.R. als Gesetzesvorlage übernimmt. Diese Vorgänge stellen die Basis unserer gesundheitspolitischen Entscheidungen im internationalen Umfeld zunehmend in Frage. Fehleinschätzungen, wie sie z.B. zum Thema Stammzelltherapie erfolgt sind, rufen auch im Ausland Kopfschütteln hervor. Im Rahmen des MEDICA Kongresses wird sich das Symposium „Kosten-Nutzen-Bewertung medizinischer Leistungen in Deutschland“ am Freitag, 16. November, mit diesem Thema beschäftigen und dabei insbesondere auf die qualitativen Unterschiede zu einem wissenschaftlich renommierten Institut in Großbritannien, nämlich dem NICE-Institut, eingehen. Speziell wird dabei das methodischen Vorgehen des IQWiG beleuchtet und anhand der Themen Stammzellforschung, Statine und Hypertonie werden international renommierte Wissenschaftler zu den Ergebnissen kritisch Stellung nehmen.

Der Restrukturierungsprozess im deutschen Gesundheitssystem ist derzeit im vollen Gange. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland ist ein deutlicher Trend zur Privatisierung von Krankenhäusern festzustellen, der an Fahrt zunehmen wird. Das schon vor mehr als 10 Jahren etablierte Modell des Herzzentrums Leipzig kann mit Recht als Erfolgsmodell für die Anbindung eines privaten Trägers an eine Universität angesehen werden. Abzuwarten bleibt das Ergebnis der bereits erfolgten Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen-Marburg. Die meisten Bundesländer müssen aber mit Neid erkennen, dass sie dem Volumen der dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg vom privaten Träger zugesagten Investitionen nichts entgegenzusetzen haben. Die Investitionsstärke von Kliniken ist ein klarer Wettbewerbsvorteil und es ist daher zu befürchten, dass sich der Investitionsstau der kommunalen Krankenhäuser und der nicht privatisierten Universitätsklinika zunehmend negativ auswirkt. Dies sind „heiße Eisen“, die beim MEDICA-Kongress und beim Deutschen Krankenhaustag 2007 angepackt werden.

Im privaten Bereich ist noch viel Spielraum für Investitionen für Gesundheit: Während in unserem Lande die Gesundheitsbudgets weitgehend gedeckelt sind, steigt der Markt für private Gesundheitsdienste zunehmend weiter an und treibt auch im erweiterten GKV-Bereich mit den IGEL-Leistungen üppige Blüten. Die Menschen sind offenbar bereit, mehr für ihre Gesundheit auszugeben. Dies beflügelt natürlich den Erfindergeist – und das ist gut so. Allerding ist es dabei auch angebracht, die jeweiligen Neuerungen auf den Prüfstand zu stellen.

MEDICA kurz und bündig


Ausstellungsort:

Messegelände Düsseldorf
Laufzeit:
Mittwoch 14.11. – Samstag 17.11.2007
Öffnungszeiten:
10:00 – 18:30 Uhr, Samstag 10:00 – 17:00 Uhr
Eintrittspreise:
Online gekaufte Tickets sind preisgünstiger!

Tageskarte für Fachmesse: 29,- Euro, 14,- Euro im Online-Shop.

4-Tage-Dauerkarte für Fachmesse: 72,- Euro, 50,- Euro im Online-Shop.

Tageskarte für Studenten, Schüler, Auszubildende, Schwerbehinderte, Rentner, Wehr- und Zivildienstleistende und Arbeitslose: 14,- Euro.
Veranstalter:
Messe Düsseldorf GmbH
Kongressveranstalter:
Deutsche Gesellschaft zur Förderung der medizinischen Diagnostik e.V.
Kongressveranstalter Deutscher Krankenhaustag:
Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK)

Weitere Informationen zur MEDICA unter Tel. 0211/4560-900 und unter http://www.medica.de

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