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BioServices, Lebensmittel- und Industrielle Biotechnologie im Fokus
 „Mit neuen Fokusthemen, hochkarätigen Konferenzen und einem breitgefächerten Rahmenprogramm schärft die BIOTECHNICA ihr Profil und baut ihre Position als Europas führendes Messe- und Konferenzevent für die Biotech- und Life-Science-Branche weiter aus“. So lautete das Fazit von Stephan Ph. Kühne, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Hannover, auf einer Veranstaltung im Vorfeld der diesjährigen BIOTECHNICA. Am 11. Oktober ist es soweit: Dann öffnen sich in Hannover die Tore zur inzwischen 19. Biotechnologie-Messe.
Vier Schwerpunktbereiche stehen im Mittelpunkt der diesjährigen BIOTECHNICA (11. bis 13. Oktober): Im Bereich „Biotechnologie“ präsentieren die Unternehmen Innovationen aus Forschung, Entwicklung und Anwendungen in Gesundheitswesen, Lebensmittelproduktion, Industrie und Umwelt. Neuerungen in der Bioprozess- und Bioverfahrenstechnik sowie Bioanalytik werden im Bereich „Labortechnik“ gezeigt. Der Bereich „Services“ bietet ein großes Spektrum an Dienstleistungen für die Biotech- und Pharmaindustrie. Der „Marktplatz Technologietransfer“ führt Innovatoren und Kapitalgeber zusammen.
Die thematische Verknüpfung von Ausstellung, Konferenzprogramm sowie Sonderschauen rundet die Produktpräsentationen der Aussteller ab und greift aktuelle Themen auf. Das Spektrum reicht von Biomedizin über Bioinformatik bis hin zu den neuen Fokusthemen BioServices, Lebensmittelmärkte der Zukunft und Industrielle Biotechnologie.
Neue Sonderschauen
Vier neue Sonderveranstaltungen gehen im Herbst an den Start. „Die erste ‚BioServices-Plattform‘ führt Pharma- und Biotech-Unternehmen mit hochspezialisierten Dienstleistern für die biopharmazeutische Medikamentenforschung, Wirkstoffentwicklung und Wirkstoffproduktion zusammen“, erläuterte Kühne. Die begleitende Fachkonferenz bietet Informationen über aktuelle Entwicklungen in der personalisierten Medizin, Biosimilars sowie Trends in der biopharmazeutischen Wirkstoffentwicklung.
Eine zentrale Bedeutung komme auch der Lebensmittelbiotechnologie zu. „Konsumenten und Gesetzgeber erwarten Lebensmittel von höchster Sicherheit und Qualität. Und sie erwarten, dass diese gewissenhaft überwacht werden“, betonte das Vorstandsmitglied. Im Mittelpunkt der ersten Sonderschau „Biotechnological Innovation in Food“ und dem gleichnamigen Fachsymposium stehen aktuelle Entwicklungen in der Lebensmittelanalytik sowie Prozesstechnologie.
Premiere haben auch die Sonderschau und das Forum „Industrial Biotechnology 2011“. Dort werden innovative Anwendungen für den Einsatz biotechnologischer Verfahren in der industriellen Produktion gezeigt. Zudem werden praxisorientierte Beispiele präsentiert, die in der Initiative „BioIndustrie 2021“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden.
Eine weitere Neuerung ist die Sonderschau „Biotech meets Pharmatech“. Dort dreht sich alles um die Kombination von pharmazeutischen Produkten mit biotechnologischen Methoden. Die neue Plattform richtet sich insbesondere an Aussteller und Besucher aus den Bereichen Bioverfahrens-, Automatisierungs- sowie Reinraum- und Steriltechnik.
Plattform für Geschäftsanbahnungen
Ein breitgefächertes Rahmenprogramm vernetzt Wissenschaft, Industrie, Dienstleistungssektor und Politik. Impulse für zukünftige bilaterale Forschungs- und Bildungskooperationen setzt das „Deutsch-Russische Forum für Biotechnologie“. Auf der Agenda stehen Vorträge und Workshops für künftige Kooperationsmodelle, Finanzierungs- und Förderprogramme für bilaterale Forschungsprojekte sowie ein geführter Messerundgang.
Auch Firmengründer nutzen die BIOTECHNICA als Networking-Plattform. Auf der „Bio@venture Conference“ präsentieren Start-ups ihre innovativen Ideen vor Investoren und potenziellen Beteiligungskapitalgebern. Zudem schafft die BIOTECHNICA mit dem jobvector career day eine Plattform für Firmen, die qualifiziertes Personal suchen.
Offene Foren in den Hallen bieten ein zusätzliches Podium für Geschäftsanbahnungen: Das INNOVATION FORUM bereitet Ausstellern eine ideale Bühne für ihre Firmenvorträge. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt geförderte Projekte vor, die Wissenschaft und Industrie vernetzen. Im Forum „Life Science Spotlight“ informieren die Life-Science-Research-Firmen (LSR) im Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) über neue Methoden der Protein- und Stammzellforschung sowie Forensik. An jedem Messetag wird eines dieser Schwerpunktthemen behandelt. Zu den Referenten gehören u.a. Prof. Dr. Albert Sickmann vom Dortmunder Institut for Analytical Sciences (ISAS) und Prof. Dr. Hans-Peter Braun, Institut für Pflanzengenetik, Leibniz Universität Hannover, die beide über das Thema Proteinanalyse sprechen werden. Zum Thema Stammzellen stellt Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Wolfgang Wagner vom Helmholtz Institut für Biomedizinische Technologie Auszüge aus seiner Forschungsarbeit vor.
Es werden aber nicht nur akademisch forschende Wissenschaftler referieren. Dr. Rainer Schubbert von der Eurofins Medigenomics GmbH befasst sich im Bereich Forensik mit der europaweiten Kooperation zur Verbrechensbekämpfung. Dabei geht es insbesondere um die Entwicklung und Einführung eines einheitlichen DNA-Markersets zur Typisierung humaner DNA-Proben in Europa. Darüber hinaus spricht Dr. Iris Schulz, Manager Laboratory and Projects, LGS Forensics, Köln, über die Analyse und Begutachtung der Tatortspur DNA und erläutert nicht alltägliche Fälle. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, mit den Experten zu diskutieren.
Eröffnungsfeier und Award
Für die Eröffnungsfeier der BIOTECHNICA wird es künftig ein neues Format geben. Die Auftaktveranstaltung der BIOTECHNICA wird mit dem traditionellen Ausstellerabend zur „BIOTECHNICA NIGHT“ zusammengeführt. Die BIOTECHNICA NIGHT 2011 wird am ersten Messetag, 11. Oktober, im Convention Center auf dem Messegelände Hannover ausgerichtet. Erwartet werden rund 1000 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie, Dienstleistungssektor und Politik.
In neuer Form präsentiert sich der EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD. An Stelle des bisherigen Ausschreibungsverfahrens nominiert die internationale Jury künftig Universitäten, Unternehmen oder Personen zu einem Schwerpunktthema. In diesem Jahr ist es Technologietransfer. Der Sieger wird sein Profil und seine Bedeutung für das Schwerpunktthema im Rahmen der BIOTECHNICA NIGHT präsentieren. BIOTECHNICA kurz und bündigVeranstalter: Deutsche Messe AG, Hannover.
Messedauer: Dienstag, 11. Oktober, bis Donnerstag, 13. Oktober 2011, täglich geöffnet von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr.
Angebotsschwerpunkte: Bioprozesstechnik/Bioverfahrenstechnik, Bioinformatik, Bioanalytik, Biotech-Dienstleistungen, Anwendungen in den Bereichen Pharma, Diagnostik, Biomedizin, Ernährung, Landwirtschaft, Industrielle Biotechnologie, Umwelt, Meeres-Biotechnologie, Transgene Tiere.
Eintrittspreise: Tagesticket: 28/32,– Euro, Dauerticket: 40/45,– Euro (1. Preis = Vorverkaufspreis). Schüler/Studenten: Tagesticket 12,– Euro.
Allgemeine Informationen und Produktrecherche unter www.biotechnica.de, E-Mail: biotechnica@messe.de. Sonderausstellung und Konferenz „BioServices“Die BIOTECHNICA richtet mit der „BioServices-Plattform“ erstmals ein eigenes Ausstellungs- und Konferenzprogramm für Dienstleister der Biotechnologie- und Pharma-Branche aus. Die Plattform greift den Trend hin zu Partnerschaften und Outsourcing auf und will den Unternehmen einen idealen Rahmen für die Anbahnung von Kontakten und Aufträgen bieten.
Mehr als 100 Aussteller aus dem Dienstleistungssegment haben ihre Teilnahme an der BIOTECHNICA bereits bestätigt. Diese Firmen übernehmen als externe Partner von Biotech- und Pharma-Unternehmen etwa die Weiterentwicklung von Wirkstoffkandidaten, die Durchführung von klinischen und vor-klinischen Tests oder die Herstellung der Endprodukte.
Aufgrund des großen Interesses aus Frankreich wird es zusätzlich zum BioServices-Gemeinschaftsstand einen eigenen Stand für französische Dienstleistungsunternehmen geben. Die Einzelstände weiterer Dienstleister gruppieren sich um diese beiden Auftritte.
Zur begleitenden Konferenz: In vier Konferenz-Sessions wird u.a. zu Biosimilars und Personalisierter Medizin referiert und diskutiert. Biotechnologie in der industriellen ProduktionDie Biotechnologie wird als Quelle nachhaltiger, ressourcenschonender Verfahren und neuer Produkte für die Industrie immer wichtiger. Dies gilt insbesondere für die Chemiebranche, aber auch für andere produzierende Gewerbe wie beispielsweise die Nahrungsmittel-, Textil- oder Papierindustrie. Diesen Trend in der industriellen Produktion begleiten die neue Sonderschau und das Forum „Industrielle Biotechnologie“ auf der diesjährigen BIOTECHNICA.
Durch den Fortschritt in der Molekularbiologie sind inzwischen die vielfältigen Fähigkeiten von Mikroorganismen sowie deren große Anzahl unterschiedlicher Stoffwechselprodukte ins Blickfeld der Prozess- und Produktionstechnik gerückt. Sie erlauben es, manche Produkte weitaus effizienter als mit traditionellen, chemischen Verfahren herzustellen. Dies hat in den vergangenen Jahren zu einer so genannten Biologisierung der Produktionsverfahren in der Industrie geführt.
Welche Verfahren werden künftig in industriellen Prozessen eingesetzt? Wie können hierbei Biowissenschaftler und Ingenieure in interdisziplinären Projektteams voneinander profitieren? Diese und weitere Fragen sollen am 12. Oktober 2011 im Forum in Halle 9 beantwortet werden. Diesen Artikel bookmarken bei Wie funktioniert Bookmarken?Mit so genannten “Social Bookmarks” können Sie Links auf interessante Webseiten mit anderen Nutzern teilen. |  |  | |  | Externe Nutzung / NutzungsrechteWenn Sie auf diesen Beitrag von LABO online verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden: |
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