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ChromatographieChrom Forum Hamburg

Fast 100 Wissenschaftler und vor allem Praktiker konnten Prof. Dr. Claus Wacker, Dekan der Fakultät Life Science der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, und Bernd Oldenburg von VWR International, Darmstadt, beim gemeinsam veranstalteten Chrom Forum Anfang März begrüßen. Dieses nun schon seit vielen Jahren angebotene und immer wieder gut besuchte Forum gliederte sich in eine Vortragsreihe am ersten und einem Workshop am zweiten Tag. Durch das Vortragsprogramm führte Prof. Dr. Susanne Töfke.

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Chromatographie: Chrom Forum Hamburg

Eingeleitet wurde die Vortragsveranstaltungsreihe mit einem Überblick von Prof. Dr. Anton Janßen, FH Münster, über mögliche Charakterisierungen der Selektivität von stationären Phasen, wobei er deutlich machte, dass für eine optimale Trennung in möglichst kurzer Zeit die in jüngerer Zeit betriebene Verringerung der Trennstufenhöhe durch Entwicklung immer kleinerer Teilchen hohe Leistungssteigerungen gebracht hätten, die Verbesserung der Selektivität durch unterschiedliche chemische Modifikation der Teilchenoberfläche aber vernachlässigt worden sei. Und zur Charakterisierung der jeweiligen Selektivität gebe es zwar eine Reihe von Methoden, aber Ergebnisse, die einen Vergleich der Selektivitäten erlauben, fände man selten publiziert. Hier gebe es noch einen Nachholbedarf. Ergänzt wurden diese Ausführungen von Petra Lewits von der Merck KGaA, Darmstadt, die unter dem Motto „schneller – besser – robuster“ die neuesten Entwicklungen im Bereich der stationären Phasen vorstellte und dabei vor allem das Leistungsvermögen des 2-mm-Chromolithen herausstellte, dessen Trennleistung mit der sogenannten Fast-LC mittels UHPLC-Geräten und 2-µm-Teilchen vergleichbar sei.

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Die anwendungsbezogenen Referate befassten sich schwerpunktmäßig mit Anwendungen im Bereich der Bioanalytik, speziell der Reinigung und Bewertung von Phytoextrakten: So stellte Markus Kaßing vom Institut für Thermische Verfahrens- und Prozesstechnik der TU Clausthal die chromatographische Reinigung von Phytoextrakten im präparativen Maßstab vor und Peter Schneider vom Laborbereich für Instrumentelle Analytik des Fachbereiches Chemieingenieurwesen der FH Münster bewertete verschiedene Phytoextraktionsprodukte mittels HPLC, wobei so mancher erstaunt war, dass die besseren Ergebnisse bei niedriger Temperatur (Kühlung) erzielt wurden. Dr. Steffen Bauer von der Klinischen Pharmakologie der Charité Berlin erläuterte, wie sich bestimmte Enzym-Polymorphismen darstellen und welche Faktoren die Arzneimittelwirkungen beeinflussen. Zudem gab Ralf Meyer vom Landeslabor Schleswig-Holstein einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen der Phthalat-Verbote.

Schließlich stellte Dr. Wolfgang Günther von VWR International GmbH, Darmstadt, das neueste LaChrom® Ultra System von VWR-Hitachi vor – höchste Auflösung in kürzester Analysenzeit. Ausführlich erläuterte er auf der Grundlage der van Deemter-Gleichung und deren Abhängigkeit von der Teilchengröße und der Fließgeschwindigkeit der mobilen Phase, warum man sich für die 2-µm-Teilchengröße entschieden habe. Zudem stellte er ein Kalkulationsprogramm vor, das die Übertragung der Parameter von Trennungen mit 5-µm-Teilchen auf solche mit 2-µm-Teilchen erlaube.

An die Vortragsveranstaltung schloss sich am zweiten Tag ein Workshop an, bei dem die Teilnehmer/-innen gute praktische Erfahrungen bezüglich des Troubleshootings von HPLC-Säulen, für die Überprüfung, Wartung und Pflege von Chromatographie-Systemen und für den Transfer von klassischen HPLC-Methoden auf ultraschnelle Systeme sammeln und üben konnten. Gerade dieser Teil des Hamburger ChromForums stößt immer auf ein ganz besonderes Interesse, so dass auch in diesem Jahr wieder nicht alle Interessenten teilnehmen konnten.
Prof. Dr. Anton Janßen, Fachbereich Chemieingenieurwesen der FH Münster, Stegerwaldstr. 39, 48565 Steinfurt

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