LABO Januar/Februar 2010 18 INSTRUMENTELLE ANALYTIK 14 ?? Identifi ziert Sprengstoff von Anschlag auf Flug NW 253 Das Sprengstoffpäckchen und die Unterhose des Attentäters Farouk Abdulmutallab.
Dieses Päckchen mit rund 80 g PETN hatte Abdulmutallab dabei.
Der FirstDefender von Servan- Tech identifi ziert Chemikalien und Gemische direkt vor Ort auch durch die Verpackung.
Mobiles Raman- Spektrometer FirstDefender ?? 199 ? ServanTech, Rosbach, Tel.
06003/935060, Fax 9350610, www.servantech.de Binnen weniger Sekun- den hat die Feuerwehr von Warren/Detroit mit dem FirstDefender, einem klei- nen, mobil einsetzbaren Ra- man-Spektrometer, den bei dem versuchten Attentat verwendeten Sprengstoff identifi ziert.
Der Attentäter Farouk Abdulmutallab hat- te ca.
80 g PETN in einem Kondom in seiner Unterhose versteckt.
PETN gilt als einer der stärksten Plastikspreng- stoffe.
Nach dem vereitelten An- schlag auf den Airbus A330 Flug Northwest Airlines 253 von Amsterdam nach De- troit wollte das FBI natür- lich sofort wissen, welcher Sprengstoff an Bord verwen- det wurde.
Die Feuerwehr von Warren/Detroit eilte mit ihrem FirstDefender zu Hilfe.
Der Analysator bestä- tigte den Anfangsverdacht der Ermittler innerhalb von nur 30 s.
Das US-Fernsehen berichtete über den Einsatz.
Bisher hatte die Feuerwehr von Warren/Detroit das Ge- rät hauptsächlich genutzt, um den Einwohnern der Stadt bei der Identifi zierung unbekannter Chemikalien zu helfen.
Der FirstDefender aus dem Hause Ahura Scientifi c – in Deutschland vertrieben über die ServanTech GmbH & Co.
KG/Rosbach – ist ein nur etwa 1,8 kg leichtes Gerät.
Es kann unmittelbar am Ort des Geschehens potenzielle Gefahrstoffe wie Spreng- stoffe und Drogen identi- fi zieren, egal ob es sich um Flüssigkeiten oder Feststoffe handelt.
Der Analysator er- kennt die Stoffe sogar durch transparente Plastik- oder Glasverpackungen hindurch, so dass sich Polizeibeamte und Sicherheitskräfte kei- nem Risiko aussetzen.
Er unterscheidet schnell und sicher gefährliche von harm- losen Substanzen.
Die Sub- stanzen selbst werden dabei nicht zerstört oder verän- dert.
Das Gerät ist einfach zu bedienen, robust und für den Einsatz unter widrigsten Bedingungen konzipiert.
Es entspricht der strengen US- Norm für Militäreinsätze.
PETN ist die Abkürzung für Pentaerythrittetra- nitrat.
Dieser auch Pentrit oder Nitropenta genannte Sprengstoff gehört che- misch zur selben Familie wie Nitroglycerin.
Werden die farblosen PETN-Kristalle mit Vaseline, Öl oder Wachs ge- mischt, entsteht daraus ein formbarer Plastikspreng- stoff.
PETN kann – ver glichen mit anderen Sprengstoffen – mit geringerem Risiko weiterverarbeitet und un- auffällig transportiert wer- den, aber schon geringe Mengen entwickeln große Explosionskraft.
PETN wird normalerweise zur Herstel- lung von Sprengschnüren, Sprengkapsel- und Über- tragungsladungen oder zu militärischen Zwecken ver- wendet.
Plastiksprengstoff wird von Terroristen gerne benutzt, da er bei den üb- lichen Kontrollen nicht so leicht entdeckt wird.
Au- ßerdem ist er weniger explo- sionsempfi ndlich als andere Sprengstoffe.
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