
Uran(U)-Blei(Pb)-Datierung, also die Altersbestimmung von Mi- neralien wie Zirkonen, werden die Minerale aufwendig aus dem Gesamtgestein, z.B.
Gra- nit, separiert.
Unter Reinraum- bedingungen werden dann die Zirkone (100 bis 200 ?m groß) mittels Binokular einzeln ge- pickt, auf einer Ultramikrowaa- ge (für Gewichte bis zu 0,1 ?g) gewogen, in kleine, sehr sau- bere Aufschlussgefäße aus Tef- lon transferiert und bei 210 °C unter Druck mit Flusssäure eine Woche aufgeschlossen.
Aus der gelösten Probe wird, ebenfalls unter Reinraumbedingungen, U und Pb ionenchromatographisch abgetrennt.
Die so gewonnenen Elemente werden nun mittels hochaufl ösendem Feststoffmas- senspektrometer (TIMS) auf ihre Isotopenzusammensetzung hin untersucht.
Dies ist ein entschei- dender Schritt, denn über die Isotopenverhältnisse der Bleis und die Konzentration der Uran- isotope können wir dann das Alter bestimmen.
Dies ist eine Information, die je nach Ziel- richtung des Forschungsprojekts von wesentlicher Bedeutung sein kann.
Redaktion: Neben den Ele- menten wie Blei und Uran unter- suchen Sie Elemente wie Rubidi- um und Strontium sowie seltene Stoffe wie Neodymium und Sa- marium für die geologische Al- tersbestimmung.
Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang Reinstwasser für Ihre Untersu- chungen? Elmar Reitter: Für Analysen der „seltenen Elemente“ gilt genau dasselbe wie für die Bestimmung von Blei und Uran.
Das „selten“ bezieht sich ja ausschließlich auf deren Häufi gkeit in der Erdkrus- te.
Diese liegt z.B.
für Neodymi- um bei 0,0024 %, was bei der Masse der Erde noch einiges sein dürfte.
Reinstwasser als universelles Lösungsmittel spielt daher eine zentrale Rolle für alle unsere Untersuchungen, da alle Arbei- ten, wie Reinigung der Proben- gefäße, Aufschluss der Proben und Ionenchromatographie, im wässrigen Milieu stattfi nden.
Hochwertiges Reinstwasser macht damit eine Analytik im Pikogramm-Bereich erst mög- lich.
Das heißt, eine Analyse in diesem Bereich macht nur Sinn, wenn die Verunreinigungen, z.B.
von Blei, im Wasser im Femto- gramm-Bereich liegen.
Zur Ver- Bild 2: Elmar Reitter: „Mit der rich- tigen Wasseraufbereitung schaffen wir die Grundlage für eine hochwer- tige Analytik im Femto-Bereich“.
Bild 3: Reinstwasseranlage (Purelab Option-R, Vorratstank und Purelab Ultra Analytik) im Reinraumlabor.
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