
LABO April 2011 24 Reduktion von Emissionen SCAT Safety-Aufsätze bei der Nutzung von Lösungsmittelabfallbehältern – Teil 2 Fachbeitrag Josef Spark*), Dr.
Richard Mecke**) __________ *) SGS Institut Fresenius GmbH, Im Maisel 14, 65232 Taunusstein **) SCAT Europe GmbH, Opelstr.
3, 64546 Mörfelden Die SGS Institut Fresenius GmbH wurde durch die SCAT Europe GmbH beauftragt, eine Reduktion von Emissionen aus Lösungsmit- telabfallbehältern durch die Ver- wendung von SCAT Safety-Auf- sätzen zu überprüfen.
In diesem Zusammenhang wurden Prüf- kammeruntersuchungen durch- geführt, wobei über einen Zeit- raum von sieben Tagen die Höhe der Emissionen in der Raumluft regelmäßig überprüft wurde.
Als Lösungsmittelkomponenten wurden hierbei exemplarisch die Verbindungen Acetonitril sowie Methanol überprüft.
ZMethanol ur Bestimmung der Emissionen an bzw.
Acetonitril in die Raumluft wurden Prüfkammerunter- suchungen durchgeführt, wobei die Prüfkammer unter den folgenden defi - nierten Bedingungen (in Anlehnung an DIN EN ISO 16000-9) betrieben wurden: • Temperatur: 23 °C.
• Luftfeuchte: 50 %.
• Produktbeladungsfaktor: 1 m2/m3.
• Luftaustausch rate: 0,5/h.
• Volumen: 1000-ml-Fla- sche mit bzw.
ohne SCAT-Aufsatz.
Die Probennahme zur Bestimmung der Raumluftkon- zentration an Me- thanol sowie Ace- tonitril erfolgte am Auslass nach 24 h, nach drei Tagen sowie nach sieben Tagen.
Die eigentliche Bestimmung erfolgte im Anschluss für Methanol auf Silicagel-Röhrchen bzw.
für Acetonitril mittels Anasorb-747-Röhr- chen, wobei die Analyse gemäß NIOSH 2000 (Methanol) bzw.
NIOSH 1606 (Ace- tonitril) durchgeführt wurde.
In diesem Zusammenhang wird das Adsorbens mittels Lösungsmittel elu- iert, und der Extrakt im Anschluss über einen Heißverdampfer kapillargaschro- matografi sch analysiert.
Die Detektion erfolgte an einem GC-MS-System (Ion- Trap), wobei zur Erhöhung der Selektivi- tät die chemische Ionisation mit Wasser eingesetzt wurde.
Ergebnisse + Befund Die SGS-Institut Fresenius GmbH wurde von der SCAT Europe GmbH beauftragt, die Effektivität ihrer SCAT SafetyCaps im Vergleich zu einer Lösungsmittelfl asche ohne SCAT SafetyCap näher zu beurtei- len.
Die ermittelten Messergebnisse zur Bestimmung der Raumluftkonzentra- tion von Methanol bzw.
Acetonitril in der Prüfkammer zeigt obenstehende Tabelle.
Um eine Ermittlung der Raumlufte- missionen durch eine offene Lösungs- mittelfl asche im Vergleich zu einer Lösungsmittelfl asche mit SCAT-Aufsatz vornehmen zu können, wurde jeweils eine Lösungsmittelfl asche in eine Prüf- kammer gegeben und nach 1, 3 sowie 7 Tagen auf ihre Emissionen an Methanol bzw.
Acetonitril überprüft.
Hierbei wird ersichtlich, dass bei einer Lösungsmit- telfl asche ohne SafetyCap in der Prüf- kammer trotz ständigen Luftaustauschs eine Konzentration an Methanol von 630...660 mg/m3 festgestellt werden konnte, wohingegen bei einer Lö- sungsmittelfl asche mit SafetyCap eine Konzentration von 1...2 mg/m3 analy- siert wurde.
Mit dem SCAT SafetyCap wird also eine deutliche Reduzierung fast gegen 0 der Methanol-Konzent- ration in der Prüfkammer erreicht, so dass der Arbeitsplatzgrenzwert gemäß TRGS 900 von 270 mg/m3 deutlich un- terschritten wurde.
Im Gegensatz hierzu ist der Arbeits- platzgrenzwert ohne SafetyCap mit 630...660 mg/m3 deutlich überschritten Bestimmung der Raumluftkonzentration von Methanol bzw.
Acetonitril in der Prüfkammer.
Zeit Acetonitril Prüfkammerkonzentration in mg/m3 Methanol Prüfkammerkonzentration in mg/m3 ohne Cap mit Cap ohne Cap mit Cap 24 h 800 5 660 2 3d 770 3 640 1 7d 730 1 630 1 11 ??