
LABO Mai 2010 8 FACHBEITRAG Hier wurde eine RTX-1 (30 m, 0,25 mm, 0,25 mm) mit einer BPX-50 (1 m, 0,15 mm, 0,15 mm) und einer dazwischen liegen- den „loop“ von 1,6 m gekop- pelt, womit eine zweistufi ge thermische Modulation durch jeweils einen kalten und heißen Gasstrom (Düsen) erreicht wird.
Der neue ZOEX ZX2-Modulator wurde verwendet (ZOEX cor- poration, USA), der das Gas für den kalten Gasjet mithilfe einer elektronischen Kühleinheit ab- kühlt, so dass der Einsatz von fl üssigem Stickstoff überfl üssig wird.
Die spezifi sche Ausführung dieses Modulators ermöglicht eine Modulation ab C7 (C2 für ZX1 mit fl üssigem Stickstoff).
Als MS-Detektor wurde das Hoch- geschwindigkeits-GCMS-QP2010 Plus eingesetzt (50 Spektren/s, 10000 amu/s über 148 amu).
Die negative chemische Io- nisation (NCI) zeigt eine hohe Empfi ndlichkeit gegenüber PCBs und PBDEs.
Zusätzlich er- weist sich dieser Modus als weit weniger empfi ndlich gegenüber Matrixsignalen, woraus über- sichtlichere Daten bezüglich der Zielsubstanzen resultieren [2].
Allerdings ist bei der NCI der Ionisationsprozess für PCBs unterschiedlich, je nach Chlo- rierungsgrad und Reaktand- gas.
PCBs mit einem geringen Chlorierungsgrad wie beispiels- weise Trichlorbiphenyl zeigen nur ein 35-([Cl]-, dissoziativer Elektroneneinfang = dissociati- ve electron capture)Fragment, wohingegen Penta- bis Deca- chlorbiphenyle sowohl das 35er als auch molekulare Response aufweisen (resonanter Elektro- neneinfang = Resonant Electron Capture).
Die relative Intensität des molekularen Massensignals im Falle der Chlordissoziation ist am höchsten bei der Verwen- dung von Ammoniak als Reak- tandgas.
Außerdem übt auch die Temperatur der Ionenquelle einen Einfl uss aus.
Hier wurden 150 °C gewählt.
Bild 1 zeigt die NCI-Spektren für Chlorbiphenyl, Tri-, Tetra- und Hexachlorbiphe- nyl mit NH 3 als Reaktandgas.
Während bei Chlorbiphenyl ein m/z = 35 (MW 188) dominiert, Analyse von Umwelt-Proben Qualitative und quantitative Analysen von PCBs und PBDEs Die Comprehensive GCxGC mit thermischer Modulation zeichnet sich durch ein hohes Trennvermögen für komplexe Substanzgemische aus [1].
Bei dieser Technik werden die zu analysierenden Stoffe fortlaufend zwischen zwei Säulen modu- liert (refokussiert) und als schmale Peak-Pakete auf die zweite Säule übertragen.
Dr.
Hans-Ulrich Baier*) ? __________ *) Shimadzu Europe GmbH, E-Mail: info@shimadzu.de Bild 1: NCI-Spektren für Chlor-, Trichlor-,Tetra- chlor- und Hexachlorbi- phenyl mit Ammoniak als Reaktandgas.