LABO Mai 2010 40 FACHBEITRAG Zehntausende Proben täglich, restriktive Budgetierung von Laboreinrichtungen und ökonomische Zwänge in öffent- lichen wie privatwirtschaftlichen For- schungsbereichen zeigen deutlich, wie unerlässlich die Einführung einer quali- tativ hochwertigen und dennoch fi nan- zierbaren Labortechnik ist.
Mit Hilfe von RFID können schon heu- te Abläufe automatisiert und überwacht werden, ohne die Prozesse für den An- wender merklich zu verändern.
Dies sorgt für eine problemlose und umge- wöhnungsfreie Integration in bestehen- de Handlungsabläufe.
Erkennt Veränderungen sofort Ein Beispiel für eine Anwendung im Bereich der Labortechnik ist die auto- matisierte Temperaturkontrolle von Labormaterialien während eines Trans- portes.
Täglich versenden beispielsweise Krankenhäuser, Arztpraxen und spezi- alisierte Laboratorien in den Branchen der Lebensmittelanalyse oder Medika- mententwicklung unzählige Proben.
Mittels RFID-Sensorik können Tempera- turmessungen zwischen einer Minute und mehreren Stunden erfolgen.
Ein einzelner RFID-Transponder bietet Platz für weit mehr als 10 000 Messwerte.
Eine Kombination aus Temperatursensor und RFID-Funkchip bildet hier die technische Grundausstattung.
Durch das zeitnahe Erkennen von Temperaturschwankungen und der zu- verlässigen Temperaturkontrolle lassen sich schon während des Transports Daten in Echtzeit an den Fahrer übertragen.
Äußere Einfl üsse, die sich negativ auf die Lebensdauer sensibler Produkte auswir- ken können zeitnah erkannt und ohne das Öffnen von Verpackungen korrigiert werden.
Die Labordiagnostik ist ein weiteres Einsatzgebiet der RFID-Technologie.
Wo bisher der Eingriff des Menschen erfor- derlich war, werden durch RFID kom- plexe Abläufe und Analysenverfahren vollständig automatisiert.
Im Gegensatz zu den hier bisher verwendeten Ident- Technologien wie 1-D- und 2-D-Barcodes ist mittels RFID-Identifi kation eine Er- kennung ohne optische Verfahren pro- blemlos möglich.
Ein weiterer Bereich für den Einsatz von RFID ist die Identifi zierung von In- strumenten und anderen Materialien.
Hier können beispielsweise Inventari- sierungsvorgänge automatisch doku- mentiert werden.
Im Vergleich zu der fehleranfälligen händischen Erfassung wird ein kompletter Arbeitsprozess au- RFID im Labor Neue Lösungen sparen Zeit und Geld Der Einsatz der RFID-Technologie verringert den logistischen Aufwand bei hohem Probenaufkommen im Labor.
Die Bearbeitungszeit der Proben wird verkürzt und die Sicherheit für Nutzer labortechnischer Geräte und Instrumente deutlich erhöht.
Damit liefert die RFID-Technologie einen un- schätzbaren Mehrwert für das gesamte Laborwesen.
Andreas Löw*) ? __________ *) Feig Electronic GmbH, Lange Straße 4, D-35781 Weilburg.
E-Mail: andreas.loew@ feig.de Bild 1: RFID – ein unschätzbarer Mehrwert für das Laborwesen.
Bild 2: Die Materialerfassung mittels RFID er- folgt sicher und schnell.