LABO Mai 2010 30 ARBEITSSCHUTZ/SICHERHEITSTECHNIK Medien-Management für Sicherheitsschränke Einen Vorsprung zu halten ist gut – einen Vorsprung aus- zubauen ist besser.
So auch im Fall des neuen MMS von DÜPERTHAL für Sicherheits- schränke.
Das Kürzel MMS steht für „Medien Manage- ment System“ und kann als wichtiger „green-lab“-Bau- stein, z.B.
als Schaltzentrale und Steuerung der zertifi - zierten Lager- und Entnahme- stelle Fass-Station LL, einge- setzt werden.
Mit der hier vorgestellten Systemlösung für aktive La- gerung wird in der Praxis ein sicherheitstechnisch optimier- ter und papierloser Ablauf er- möglicht: Identifi zierung/Autorisie- rung Der Anwender benötigt für seine Arbeit eine defi nierte Menge einer brennbaren Flüssigkeit, die in der Fass- Station LL gelagert wird.
Um das Medium erhalten zu können, ist zunächst eine Identifi zierung notwendig.
Die Personen-Identifi kation kann z.B.
mittels Magnetkar- te, Barcodesystem oder über die Einbindung an ein beste- hendes System erfolgen.
Nur autorisierten Personen ist es somit möglich, Zugang zu den entsprechenden Gefahr- stoffen zu erhalten.
Medien- und Mengenaus- wahl Die MMS verfügt über ein Zif- fernfeld und ein LED-Display im „BlueMode“-Design.
Mit- tels dieser Peripherie kann das Medium ausgewählt und die entsprechend benötigte Menge eingestellt werden.
Nach der Medien- und Men- genauswahl wird über das Tastenfeld die Türöffnung bestätigt.
Ein Warnsignal informiert den Anwender zusätzlich, dass die automa- tische Türöffnung startet.
Für ein Maximum an Sicher- heit wird die Pumpensteue- rung manuell aktiviert.
Erst nach dieser Freigabe wird der Pumpenantrieb mit Energie versorgt und die vorgewähl- te Menge vorgepumpt.
Über den integrierten Zapfhahn kann der Anwender jetzt die brennbare Flüssigkeit in seinen Sicherheitsbehälter abfüllen.
Das System gibt hierbei die maximal vorge- wählte Menge frei, wobei der Zapfvorgang vom Anwender schon vorher beendet wer- den kann.
Nach dem Füllvorgang wird nach einem defi nierten Zeitfenster die automatische Türschließung eingeleitet.
Der Anwender wird darüber per akustischem Signal infor- miert.
Sicherheit geht vor Die Lüftung bietet dreifache Sicherheit: Schädliche Löse- mitteldämpfe werden über eine Objektabsaugung direkt am Zapfhahn aufgenommen, ähnlich wie es an Kfz-Tank- stellen der Fall ist.
Ein wei- terer Schutz ermöglicht die Luftschleierabsaugung im vorderen Schrankbereich.
Da- bei werden mögliche Dämp- fe, die durch das Lagermedi- um oder den Pumpvorgang entstehen, abgesaugt.
Der dritte Baustein ist die Ebe- nenabsaugung über den ge- samten Schrankinnenbereich, von Bodenauffangwanne bis zur Schrankdecke.
Der Ab- luftvolumenstrom wird über- wacht und bei Fehlfunktion ein Alarmsignal gesendet.
Im Brandfall werden zusätz- lich die Lüftungsklappen bei einer Temperatur von 70 °C geschlossen.
Alle Prozessbauteile im Innenraum sind aus ableitfä- higem Material hergestellt.
Der Erdungs- bzw.
Potential- ausgleich ist vorbereitet und muss bei der ersten Installa- tion des Systems einfach an den hauseigenen Potential- ausgleich angeschlossen wer- den.
Der Zapfhahn ist selbst- schließend und bietet mit der Totmannschaltung eine Si- cherheit, falls der Anwender den Füllvorgang schnell un- terbrechen muss.
Die Türen der Einheit sind im Brandfall selbstschließend und deakti- vieren beim Schließvorgang den Pumpenantrieb.
Ermöglicht modernes Labor- management Das MMS speichert alle Ab- füllvorgänge und somit die entnommen Mengen bzw.
die verbleibenden Restmen- gen.
Anhand dieser Daten können vielfältige Auswer- tungen erstellt werden.
Es besteht die Möglichkeit, über eine Datenschnittstelle die Kennzahlen an eine externe Kostenrechnung (Control- ling) weiterzuleiten.
Der Ver- brauch kann bewertet und genau den jeweiligen Kosten- stellen zugewiesen werden.
Auch eine papierlose Daten- übertragung an den Medien- lieferanten ist möglich.
Über einen an das MMS angeschlossenen Drucker besteht darüber hinaus die Möglichkeit, bei Entnahme gleich das richtige Medien- ID-Label mit Mengenangabe zu drucken.
?? 12 ? Medien-Management-Sys- tem für Sicherheitsschränke ?? 77 ? DÜPERTHAL, Kleinostheim, Tel.
06027/403-0, Fax 403-121, www.dueperthal.com Forum Extractables/Leachables In der pharmazeutischen und biopharmazeutischen Indus- trie ist das Problem um Stoffe, die aus der Umverpackung in das jeweilige Arzneimittel diffundieren, ein aktuelles Thema.
Das Unternehmen Sartorius Stedim Biotech ver- anstaltet hierzu vom 8.
bis 9.
Juni 2010 erstmals sein Ex- tractables/Leachables-Forum mit anerkannten Fachleuten aus der Branche.
Es richtet sich an Verantwortliche aus der Entwicklung, Produktion, Validierung und QA/QC, die ent- sprechende Studien planen und durchführen müssen.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Regis- trierung bietet das Internet unter www.sartorius-stedim.
com/leachables-forum.
Oder Sie kontaktieren Frau Her- renkind, Tel.
0551/3082761.
Die Veranstaltung fi ndet am Sartorius College in Göt- tingen statt und ist gebührenpfl ichtig.
?