LABO Juni 2011 30 Durch den Einsatz einer energie- reicheren UV-Strahlungsquelle ist er- wartungsgemäß ein deutlich schnellerer und effektiverer Abbau der Ameisen- säure zu verzeichnen.
Diese Eigenschaft zeigt sowohl der modifi zierte als auch der nicht-modifi zierte Katalysator.
Die für das Anwendungspotential inter- essantere Wechselwirkung mit sicht- barem Licht (als Hauptbestandteil des Sonnenlichts) zeigt eine signifi kante Aktivität des optimierten Katalysators im Vergleich mit dem nicht-modifi - zierten Katalysator.
Mit diesen detail- lierten Ergebnissen lassen sich Aussa- gen über die Aktivität und Effektivität der synthetisierten Photokatalysatoren treffen.
Dies ist die Grundlage, um ge- zielt neue, effektive Synthesestrategien und effi zientere Modifi kationen für photoaktive Verbindungen entwickeln zu können und eine bessere Katalysa- torperformance zu erzielen.
Die derzeitige Entwicklung der Analy- sentechnik stellt eine Vielzahl verschie- denster Methoden zur Untersuchung der Abbaurate organischer Kohlenwas- serstoffverbindungen nach dem Bestrah- lungsprozess mittels der CO 2 -Detektion bereit.
Unter anderem ist der Einsatz der GC-Analytik denkbar.
Im Vergleich zur TOC-Analytik mit dem multi N/C® 2100S ist sie jedoch wesentlich zeit- und kostenintensiver.
Ein weiterer Vorteil des Analysators ist die Einfachheit im Aufbau, welcher einen hohen Grad an Bedienungsfreundlichkeit schafft.
Der TOC-Analysator multi N/C® 2100S arbeitet nach dem Prinzip der kataly- tischen Hochtemperaturverbrennung, mit der jede Matrix vollständig zu CO 2 aufgeschlossen wird.
Dank des inte- grierten Focus-Radiation-NDIR-Detek- tors können neben stark belasteten partikel- oder salzhaltigen Proben auch sehr gering kontaminierte Wässer, wie z.B.
Oberfl ächenwässer und Trinkwäs- ser, zuverlässig und ohne großen Auf- wand analysiert werden.
Als Direkt- injektionsgerät ist der multi N/C® 2100S nicht auf lange Ansaugschläuche und empfi ndliche Ventiltechnik angewie- sen.
Er verfügt über einen septumfreien Injektionskopf, der eine sichere Pro- benüberführung vom Probengefäß in das Verbrennungsrohr gewährleistet.
Besonders die Eigenschaft der schlauch- losen Probenzuführung macht dieses Gerät für Forschungseinrichtungen so interessant, da hier das Probenvolumen der zu untersuchenden Substanzen in der Regel wenige ml beträgt.
Das Spü- len von Schläuchen bei Fließinjektions- geräten würde wertvolles Probevolu- men kosten, welches gar nicht oder nur in begrenzten Quantitäten zur Verfü- gung steht.
Autoprotection und weitere Fachbeitrag Bild 3: Kurvenverlauf einer NPOC-Messung nach UV-Bestrahlung.
Bild 4: Grafi sche Darstellung des Abbaus von Ameisensäure durch UV-Bestrahlung.
Bild 5: Vergleich der Aktivität von modifi zierten und freien Photokatalysatoren während der Oxidation von Ameisensäure durch Bestrahlung mit UV- und sichtbarem Licht.