schiedene Nährstoffeinträge, bilden sich unterschiedliche Dia- tomeengesellschaften aus.
Auf- grund dieser Tatsache eignen sich die Diatomeen sehr gut als sogenannte Bioindikatoren zur Bewertung von Gewässern.
Aus der Bioindikatoreigenschaften der jeweils an einem Standort gefundenen Arten und deren Häufi gkeiten wird der Trophie- Index berechnet, welcher letzt- endlich die Gewässerqualität beschreibt.
Bisher wurde nur für wenige Länder ein eigener Trophie-Index entwickelt.
In Griechenland steht die Entwick- lung eines entsprechenden Indi- katorsystems auf der Basis von Diatomeen noch aus.
Der Tro- phie-Index nach Rott wurde für Gewässer entwickelt, die durch Kalkgestein in Deutschland und Österreich fl ießen.
Durch die vergleichbaren geologischen Bedingungen im ausgewählten Untersuchungsgebiet in Grie- chenland konnte der Index weit- gehend übertragen werden.
Bei den Diatomeenanalysen wurden insgesamt 258 unter- schiedliche Kieselalgenarten bestimmt.
Sowohl anhand der physikalischen Messungen und der chemischen Analysen als auch aufgrund der Berechnung des Trophie-Index auf der Ba- sis von Diatomeen zeigt sich, dass der Kalamas über weite Strecken stark bis sehr stark mit Nährstoffen, die das Algen- wachstum fördern, belastet ist.
Nur der Oberlauf des Kalamas ist durch eine bessere Wasser- qualität gekennzeichnet.
Neben dem Abwassersystem der Groß- stadt Ioannina ist die Landwirt- schaft rund um den Fluss eine der Hauptquellen der Belastung.
Die EU-Wasserrahmenrichtlinie fordert, dass bis zum Jahr 2015 in allen Oberfl ächengewässern ein guter ökologischer Zustand erreicht wird.
Um dieses Ziel zu erreichen, sind dringend Verän- derungen am Kalamas notwen- dig.
Neben der Verbesserung der Wasserqualität durch einen Maßnahmeplan ist es primär wichtig, das Umweltbewusst- sein der Bevölkerung weiter zu schulen.
Bild 6 Bild 5 LABOLABO