LABO Oktober 2009 48 FACHBEITRAG Die heiße Sonne lässt die Luft fl irren, wir befi nden uns in Grie- chenland.
Zwei junge Mitarbei- ter der Limnologischen Station der TU München kämpfen sich durch die Macchie zu einem stei- nigen Flussbett, über ihnen der Bogen einer mittelalterlichen Brücke.
Aus Ihren Rucksäcken packen die Forscher verschie- dene Geräte – WTW Geräte...
Die Region Epirus mit einer Flä- che von 9223 km² und 353800 Einwohnern ist die nordwest- lichste der 13 Regionen Grie- chenlands (siehe Bild 1).
Durch die gesamte Region zieht von Norden nach Süden das Hoch- gebirgsmassiv des Pindos, 74 % von Epirus liegen damit in der montanen Zone.
Das Pin- dosmassiv ist ausschlaggebend für den hohen Niederschlag in dieser Region.
Die vom Westen her kommenden, mit Wasser gesättigten Wolken müssen, um die Gipfel zu überqueren, zuerst abregnen.
Aufgrund dessen ist Epirus von zahlreichen Fließge- wässern durchströmt, welche bis jetzt chemisch und ökologisch nur wenig charakterisiert wor- den sind.
In Epirus gibt es vier größere Fließgewässer, welche in der Re- gion, genauer im Pindosmassiv, entspringen und auch innerhalb der Region ins Meer münden.
Diese sind der Arachthos, der Ka- lamas, der Acherontas und der Louros.
Die drei Erstgenannten wurden im Rahmen der Studie der Limnologischen Station der TU München untersucht.
Exemp- larisch wird im vorliegenden Ar- Chemische, physikalische und diatomologische Analysen in Flüssen im Nordwesten Griechenlands Durch die Zusammenarbeit der Firma WTW mit der Limnologischen Station der TU München wurde es möglich, eine Doktorarbeit durchzuführen, die die ökolo- gische Bewertung ausgewählter Fließgewässer in Griechenland im Vergleich zur Gewässergüte entsprechender Gewässer in Bayern zum Inhalt hat.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden Diatomeen (Kieselalgen) in drei Flüssen im Nordwesten Griechenlands (Epirus) analysiert und die chemischen und physikalischen Eigen- schaften der Gewässer erfasst.
Das Projekt hat u.A.
zum Ziel, die Ursachen mög- licher Belastungen aufzudecken.
Irini Bassios, Tobias Klein, Uta Raeder, Arnulf Melzer, Technische Universität München ? Bild 1