
LABO Dezember 2010 26 FÖRDER-, DOSIER- UND VAKUUMTECHNIK In der Firma Prelok kam es am Standort Willenhall in Großbritannien bei der Zir- kulierung von Schmelzkle- berfl üssigkeiten mit Impel- ler- und Membranpumpen zu Problemen.
Deshalb ent- schied sich der Spezialist für Vorbeschichtungen zum Dich- ten und Sichern für Gewinde- teile, Pumpen der 521er-Se- rie von Watson-Marlow zu verwenden.
Zusammen mit Pumpenschläuchen von Gore Style 400 waren die Pumpen von Watson-Marlow die Lö- sung für dieses Problem.
Prelok stellt verschiedene Vor- beschichtungen zum Dichten und Sichern für Gewindeteile her, die in der Automobilher- stellung, im Baugewerbe und in der IT- und Telekommuni- kationsbranche verwendet werden.
Prelok wurde 1969 in den West Midlands in Eng- land gegründet und hat heute Standorte in Frankreich, Spani- en und Deutschland.
Das Un- ternehmen stellt unterschied- lichste Gewindeelemente her – von winzigen Teilen für die mobile Kommunikation bis hin zu M30-Schrauben, die beim Bau von Brücken ver- wendet werden.
„Unsere Stärke ist unsere Fähigkeit, Kunden Qualitäts- komponenten zur Verfügung zu stellen, diese schnell zu verarbeiten und ihnen logis- tische Lösungen anzubieten“, sagt Andy Jones, Site Services Manager und Maintenance Co-Koordinator des Unter- nehmens mit 75 Angestellten.
„Wenn bei der Produktion ein Problem auftritt, setzen wir alles daran, eine schnelle und passende Lösung zu fi nden.“ Ein solches Problem be- traf einen Prozess, bei dem Schmelzkleberfl üssigkeit vor dem Auftrag umgepumpt wird.
Diese Flüssigkeit kann wasser- oder lösungsmittelbasiert sein, wobei die genaue Zusammen- setzung von den Ansprüchen des Kunden abhängt.
„Das Problem betraf Mikrokapseln, die in der Schmelzkleberfl üs- sigkeit schweben“, erklärt Jones.
„Wir haben festgestellt, dass Impellerpumpen die Kap- seln beschädigten, während Membranpumpen nicht mit den manchmal sehr kleinen Flüssigkeitsmengen arbeiten konnten.
Außerdem war es oft schwierig, die speziellen Membranen zu bekommen, die widerstandsfähig gegen die aggressiven Chemikalien sind.” Schlauchpumpe als Lösung Zum Glück erinnerte sich Jones an die Peristaltikpum- pen von Watson-Marlow, die erfolgreich bei einem anderen Prozess verwendet wurden.
Bei peristaltischen Pumpvor- gängen berühren nur Schläu- che die Flüssigkeit.
So wird die Gefahr, die Flüssigkeit durch die Pumpe zu verunreinigen oder umgekehrt die Pumpe durch die Flüssigkeit, ausge- schlossen.
Flüssigkeit wird in die Pumpe gesogen, zwischen zwei Rollen eingeschlossen und dann ausgestoßen.
Die- ser komplette Abschluss der Schläuche gibt der Pumpe die positive Verdrängungsfähig- keit, die einen Rückfl uss ver- hindert.
Auch sind keine Rück- schlagventile mehr nötig.
Eine Pumpe der 521er-Se- rie von Watson-Marlow wur- de am Standort Willenhall in Betrieb genommen, was die Lösung der beschriebenen Probleme bedeutete.
Die Ar- beitsweise der Pumpe war so beindruckend, dass das Unter- nehmen mittlerweile ingesamt vier Pumpen der 521er-Serie in Willenhall in Betrieb hat.
Weitere vier Pumpen sind an anderen europäischen Stand- orten in Betrieb.
Alle Geräte haben einen Inverter, der die Geschwindigkeit kontrolliert, und alle laufen kontinuier- lich während des gesamten Produktionsvorganges.
Trotz des hohen Arbeitspensums ist der Wartungsaufwand sehr niedrig.
„Wir müssen nur ab und zu Schmiermittel auf die Rollen und Federn sprühen“, meint Jones.
Leichtere Reinigung Es blieb jedoch ein Problem.
Die aggressiven Chemika- lien in einigen von Preloks Schmelzkleberfl üssigkeiten bedeuteten, dass Marprene- und Tygon-Schläuche, die zu- erst verwendet wurden, nicht lange hielten und manchmal platzten.
„Seitdem wir auf pe- ristaltische Pumpen von Wat- son-Marlow umgestiegen sind, konnten die Pumpen zwar ein- facher gereinigt werden und die Ausfallzeiten wurden so verringert, aber dies war im- mer noch ein Problem, das es zu lösen galt“, sagt Jones.
„Ich sprach Watson-Marlow auf al- ternative Schlauchmaterialien an und der für uns zuständi- ge Außendienstmitarbeiter schickte mir Proben verschie- dener Schlauchmaterialien, die ich in unseren Flüssigkeiten auf chemische Kompatibili- tät prüfte.
Der Spezialist be- suchte uns auch vor Ort und schlug die Verwendung eines Pumpenkopfes mit Schnellan- schlüssen sowie eine Testphase mit Gore Style 400 Schläuchen vor.
Seit der Inbetriebnahme vor mehreren Monaten hatten wir noch keinen geplatzten Schlauch.“ Während die meisten an- deren Schlaucharten von Chemikalien angegriffen werden, liegt das Geheimnis der hohen Beständigkeit des Style 400 in der Verwendung von Viton® GF-600S, einem peroxidisch vernetzten Fluor- elastomer auf der Grundlage einer verbesserten Polymer- architektur von DuPont.
Leis- tungstests haben gezeigt, dass der Pumpenschlauch Style 400 eine über 50-mal höhere Lebensdauer als her- kömmliche nicht-verstärk- te, extrudierte Viton- oder Fluorel-Schläuche aufweist.
Dank der Verstärkung durch expandiertes PTFE bietet der neue Schlauch zudem eine herausragende Berstfestig- keit, so dass ein hoher Schutz gegen einen zu hohen Druck gegeben ist, der entsteht, wenn aggressive Chemikali- en durch herkömmlich extru- dierte Schläuche gepumpt werden.
Resistente Pump- und Schlauchkombination Schlauchpumpen-Programm ?? 156 ? Watson-Marlow, Rommerskirchen, Tel.
02183/4204-0, Fax 82592, www.watson-marlow.de