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DurchflusszytometrieMit konstantem Hüllstrom optimale Ergebnisse realisieren

HNP Mikrosysteme Niederdruckpumpe mzr-2921

Das Schweriner Unternehmen HNP Mikrosysteme hat im Rahmen der Labvolution 2017 über ein Anwendungsbeispiel seiner Mikropumpen informiert: Bei der Durchflusszytometrie erfolgt der Transport der zu detektierenden Zellen in die Messzelle mit einem Flüssigkeitssystem bestehend aus Probenflüssigkeit und Hüllstrom.

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FachbeitragLufttechnik in Laboratorien

Fortbildungstag mit Diskussion am ausgestellten Objekt
Fachbeitrag: Lufttechnik  in Laboratorien

Dr. Burkhard Winter*)

Raumlufttechnische Anlagen in Laboratorien haben die Aufgabe, wichtige Raumklimaparameter einzustellen und aufrechtzuerhalten und potenzielle Schadstoffe aus der Raumluft abzuführen. Sie verursachen erhebliche Investitions- und Betriebskosten. Deshalb veranstalten die DECHEMA und der DIN Normenausschuss „Laborgeräte und Laboreinrichtungen“ am 22. August 2007 in Frankfurt am Main einen Fortbildungstag zur Planung, Ausführung und dem Betrieb laborlufttechnischer Anlagen.

Historischer Rückblick

Zu Zeiten von Gay-Lussac, Lavoisier und Berzelius erfolgte die Belüftung von Laborräumen vorwiegend durch Öffnen von Fenstern und Türen. Aufschlüsse wurden in einer Esse mit Kamin durchgeführt; Liebig und Kjeldahl konstruierten bereits belüftete Umhausungen, Vorläufer unserer modernen Abzüge. Die Aufgaben geöffneter Türen und Fenster übernehmen heutzutage aufwändige laborlufttechnische Anlagen, die temperierte und aufbereitete Zuluft strömungsarm in den Laborraum einbringen und dem Raum wieder eine adäquate Abluftmenge entnehmen. Hierbei wird die über Abzüge und andere ablufttechnische Einrichtungen abgeführte Luftmenge in einer raumlufttechnischen Bilanzierung berücksichtigt, um zu hohe Druckdifferenzen und schwergehende oder zuschlagende Türen zu vermeiden.

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Norm DIN 1946-7

Die Planung und Ausführung raumlufttechnischer Anlagen in Laboratorien hat sich in den letzten 30 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und ist alles andere als eine triviale Aufgabe, wie viele Labornutzer aus leidvoller Erfahrung lernen mussten. Bereits Ende der achtziger Jahre hat der DIN Normenausschuss „Laborgeräte und Laboreinrichtungen“ zusammen mit dem Normenausschuss „Heiz- und Raumlufttechnik“ eine Norm als Hilfestellung für Laborplaner und geplagte Labornutzer erarbeitet und 1992 als DIN 1946-7 veröffentlicht. Diese Norm befindet sich zurzeit in der Überarbeitung.

An der Überarbeitung von DIN 1946-7 sind Fachleute aus den Reihen der Laboranwender, hier hauptsächlich chemische und pharmazeutische Industrie, aus Hochschulen, Schulen und Großforschungsinstituten ebenso beteiligt wie Laborplaner, Laboreinrichter, lufttechnische Ausrüstungsfirmen, Sicherheitsfachkräfte und technische Aufsichtsbeamte. Es wurde beschlossen, dieses versammelte Know-how nicht nur in der eher abstrakten Form einer überarbeiteten Norm DIN 1946-7 weiterzugeben, sondern auch einen praxisorientierten Fortbildungstag mit Kurzvorträgen, Postern und Exponaten zu veranstalten. Die Diskussion am ausgestellten Objekt erlaubt doch einen wesentlich wirkungsvolleren Informationstransfer als der trockene und geraffte Text der Norm.

Ablauf des Fortbildungstags

Bevor die Planung der Lufttechnik eines Labors beginnen kann, müssen die Anforderungen festgelegt werden. Dr. Albrecht Blob von Bayer Industry Services wird diese Anforderungen an die Lufttechnik für industrielle Labors in Forschung und Entwicklung, Produktion und Qualitätskontrolle in seinem einleitenden Vortrag schildern und aus langjährigen Erfahrungen mit zahlreichen Industrielaboratorien ableiten. Dipl.-Ing. Ludger Hohenberger vom Gemeindeunfall-Versicherungsverband Westfalen-Lippe übernimmt die gleiche Aufgabe für die Lufttechnik in naturwissenschaftlichen Unterrichtsräumen von Schulen.

Die Brücke zwischen den Anwenderanforderungen und deren planerischer Umsetzung schlägt Dr. Christoph Heinekamp mit dem provokant formulierten Vortrag „Laborlüftung – laut und unwirksam?“. Danach geht es auf dem Fortbildungstag ins technische Detail: Dipl.-Ing. Stefan Lange von TROX GmbH berichtet über die jeweiligen Vor- und Nachteile einer pneumatischen oder elektrischen Druckregelung in Laborräumen.

Das Nachmittagsprogramm des Fortbildungstages gliedert sich in zwei parallele Sitzungen. Die Vortragssession A beschäftigt sich mit dem Betrieb und der Wartung von Abzügen und Laborlufttechnik. Dr. Thomas Brock von der BG Chemie schildert Voraussetzungen für sicheres Arbeiten in Laborabzügen. Hierzu gibt es außerdem in der Exponateausstellung einen sehr demonstrativen Film der niederländischen Firma labsc advices BV. Schnittstellen zwischen Raumluft- und Abzugsregelung, Inbetriebnahmeprüfung und regelmäßige Wartung von Lufttechnik und Abzügen sind das Thema dreier weiterer Kurzvorträge in der Vortragssession A. Zusätzlich werden Prüfungen und zugehörende Messtechnik in der Poster- und Geräteausstellung praktisch demonstriert. Diese Session richtet sich in erster Linie an die Labornutzer.

In der parallelen Vortragssession B geht es in die Details bei Planung und Umsetzung laborlufttechnischer Anforderungen. Insbesondere Anwender aus der pharmazeutischen und biotechnologischen Industrie sehen sich immer häufiger mit der Forderung konfrontiert, sowohl europäischen Regelwerken (DIN 1946-7, DIN EN 14175 für Abzüge) als auch amerikanischen Regelwerken (z. B. nach ASHRAE) zu genügen. Wie diese Anforderung umgesetzt werden kann, schildern Dr.-Ing. Bernhard Mohr vom LStM der Universität Erlangen und Dipl.-Ing. Bernd Schubert von Tintschl Engineering AG. Drei weitere Kurzvorträge beschäftigen sich mit Quelllüftung, Energiesparkonzepten und Wechselwirkungen zwischen der Lüftungsanlage und Abzügen. Vortragssession B richtet sich an Laborplaner, Laboreinrichter, Ingenieurbüros und an Labornutzer, die bestehende lufttechnische Anlagen nachrüsten, modernisieren und optimieren wollen.

Exponate- und Posterausstellung

Zu allen Themenkreisen gibt es neben den Kurzvorträgen umfangreiche technische Exponate und Poster, die die vertiefende Diskussion am ausgestellten Objekt initiieren. Es ist nicht die Intention des Fortbildungstages, einfach Regelwerke zu zitieren und zu erläutern. Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung von Anforderungen, die aus technischen Regelwerken (GefStoffV, Laborrichtlinie, TRGS 526) und dem Bedarf des Laborbetreibers und Labornutzers resultieren.

Das ausführliche Programm und Anmeldeunterlagen können per E-Mail an din@dechema.de oder über Telefon 069/7564-256 angefordert werden. Die Anmeldung ist auch via Internet http://events.dechema.de möglich.

Literaturhinweise

DIN 1946-7, Raumlufttechnik – Teil 7: Raumlufttechnische Anlagen in Laboratorien

(VDI-Lüftungsregeln).

DIN EN 14175-2, Abzüge – Teil 2: Anforderungen an Sicherheit und Leistungsvermögen.

DIN EN 14175-3, Abzüge – Teil 3: Baumusterprüfverfahren.

DIN EN 14175-4, Abzüge – Teil 4: Vor-Ort-Prüfverfahren.

BGR 120 und GUV-R 120, Richtlinien für Laboratorien.

Bezugsquelle für alle Regelwerke: http://www.beuth.de.

  1. DIN Normenausschuss Labor, Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt, Tel. 069/7564-255, Fax /7564-270, E-Mail din@dechema.de.
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