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10 Fragen an Dr. Heinrich Prüfer, SensoLogic GmbH

Was reizt Sie (besonders) an Ihrer jetzigen Tätigkeit?
Die unternehmerische Gestaltungsfreiheit, aber vor allem auch die Vielseitigkeit. Im direkten, engen Kontakt zu unseren Kunden mit ihren spezifischen Wünschen und Zielen dürfen wir an ihren brandaktuellen Entwicklungsprojekten mitwirken. Wenn wir hier die komplette Software für ein neues Spektrometer entwerfen und realisieren, dort als „verlängerte Werkbank“ an einem Laborautomaten mitentwickeln, an anderer Stelle chemometrische Kalibrationsmodelle für ein fließendes Schüttgut optimieren, so etwas ist immer wieder spannend und erweitert den Horizont.

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Das Porträt: Das Porträt

Zu den Erfahrungen, die ich persönlich sehr schätze, gehören auf jeden Fall auch die Anwender-Schulungen, in denen wir die Grundlagen unserer Standardsoftware vermitteln und mit den Teilnehmern auch praktische Tipps und Tricks besprechen und ausprobieren.


Welche Ziele haben Sie sich bzw. für Ihr Unternehmen in nächster Zeit und für die weitere Zukunft gesetzt?
Wir haben uns ein moderates, aber nachhaltiges Umsatzwachstum vorgenommen. Dieses Wachstum darf jedoch auf keinen Fall zu Lasten unserer Flexibilität und konsequenten Kundenorientierung gehen. Zum einen wollen wir im intensiven Dialog mit unseren Kunden die Geschäftsfelder für unsere Standardprodukte erweitern und auch neue Produkte hinzufügen. Dabei geht es um die Einbeziehung zusätzlicher analytischer Auswertemethoden, Automatisierung der chemometrischen Modellierung, stärkere Vernetzung und Kombinationstechnologien. Zum anderen möchten wir auch als technischer Entwicklungs-Dienstleister öffentlich stärker als bisher in Erscheinung treten. Das erfordert angesichts der bei Projekten in Entwicklungspartnerschaften gebotenen Diskretion sehr viel Fingerspitzengefühl. Manch einer hat auf diesem Gebiet schon „verbrannte Erde“ hinterlassen.

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Die jeweiligen Geschäftsinteressen unserer Auftraggeber so weit wie möglich verstehen, wahren und fördern zu wollen, gehört zu unseren wichtigsten Prinzipien und ist ein zentraler Schlüssel zur Kundenzufriedenheit beim Outsourcing.


Wo liegen die besonderen Herausforderungen für Sie?
Zur unserer Wachstumsstrategie gehört auch der weitere Ausbau unserer Vertriebswege im In- und Ausland. Sales Management und Sales Support für hoch spezialisierte Software-Produkte und -Entwicklungsdienstleistungen stellen hohe Ansprüche an die Partner im Vertriebsnetzwerk.

Im internationalen Vergleich müssen wir zunehmend den Beweis antreten, dass ein technisches Softwarehaus auch mit Sitz in Deutschland erfolgreich sein kann. Dass uns dies nach wie vor gelingt, hängt mit Kundennähe, ständiger Innovationsbereitschaft, Mitarbeiter-Qualifikation und Qualitätsbewusstsein zusammen.


Was halten Sie für Ihre größten Stärken und Schwächen?
Wir haben den Anspruch, die Anforderungen und Probleme eines Kunden wenn möglich mindestens so gut zu verstehen wie der Kunde selbst. Zu den größten Stärken aller Mitglieder unseres Teams zählen die rasche Einarbeitung und das Erstellen einer zuverlässigen Lösung, bei der auch Termin- und Kostenziele sicher erreicht werden. Das beweist die große Zahl von Projekten, in denen wir – meist von Stammkunden – bereits bei der Ideenfindung einbezogen und mit der Spezifikationsentwicklung beauftragt werden.

Zum Thema Schwächen fällt mir ein, dass ich mich vielleicht manchmal zu intensiv persönlich um Details eines einzelnen Projektes bemühe und sie damit zur „Chefsache“ werden. Das ist dann schlecht für meine Arbeitsökonomie, aber gut für den Kunden.


Wie beurteilen Sie die derzeitige wirtschaftliche Lage in Deutschland?
Auch wenn die Konjunktur schwächer wird: In unserer Projektlandschaft haben wir noch nicht viel davon feststellen können. Was wir dagegen in unserem Umfeld durchaus bestätigen können, ist der vieldiskutierte Engpass an speziell qualifizierten Fachkräften. Aufgrund der besonders hohen Innovationsgeschwindigkeit in der Software-Branche kann nur derjenige zukunftssichere Lösungen entwickeln, der sich ständig in puncto Plattformen und Werkzeuge „auf dem Laufenden“ hält. Daher legen wir auch als kleineres Unternehmen viel Wert auf eigene Aus- und Weiterbildung.


Wie wird sich die Wirtschaft in Deutschland entwickeln?
Zu einer generellen Prognose fühle ich mich nicht berufen. Aber gerade in der jüngeren Vergangenheit fand ich es bemerkenswert zu sehen, wie sich Export- und Binnen-Nachfrage gegenseitig stützen können. Wenn wir weiter auf Forschung und Entwicklung setzen, Qualitäts- und Kostenbewusstsein fördern und die Investitionsbereitschaft in Qualifizierung voranbringen, sollten wir mittel- und langfristig durchaus gute Chancen im globalen Wettbewerb besitzen.


Was sind die größten Risiken/Risikofaktoren?
Auch wenn die unkritische Euphorie über das Offshore-Outsourcing spürbar abgenommen hat, stellt der globale Wettbewerb mit asiatischen und osteuropäischen Anbietern den Software-Standort Deutschland auch künftig auf eine harte Probe. Ein von uns angestrebter Innovations- und Know-how-Vorsprung kann nur mit Außenmärkten gesichert werden, und dabei ist der starke Euro leider ein Hindernis.


Aus welchen Technologiebereichen kommen die größten Wachstumsimpulse für die Wirtschaft?
In den letzten Jahren haben wir die Life Sciences als starken Impulsgeber empfunden. Hier treffen besonders viele neue Erkenntnisse in den Naturwissenschaften mit den menschlichen Grundbedürfnissen nach Ernährung und medizinischer Versorgung zusammen, was wirtschaftliche Dynamik garantiert.

Auch die fortschreitende Prozessautomation und konsequentere Integration von Produktionsabläufen wirkt sich auf die Weiterentwicklung der gesamten Analysentechnik aus.


Wo liegen die Märkte der Zukunft?
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Wachsende Anforderungen an die Qualitätssicherung werden auch weiterhin das Marktgeschehen in der Analytik und Sensorik bestimmen. Aus der Anlagentechnik wird es zunehmend Bedarf an leistungsfähigeren Vernetzungslösungen und intelligenten Modulen geben, z.B. für das Condition Monitoring von kritischen Komponenten. Nicht zuletzt wird es in der medizinischen Diagnostik darum gehen, die sich abzeichnenden neuen Technologien für viele bildgebende und nicht-invasive Systeme in marktreife Produkte umzusetzen.

Gibt es sonst noch etwas, was Sie unseren Lesern mitteilen möchten?

Gern nutze ich diese Gelegenheit, unseren Kunden für das Vertrauen zu danken, das sie – auch oft gerade bei heiklen Entwicklungsthemen – in uns gesetzt haben. Dank aber auch an die engagierten und fachkundigen Mitarbeiter unseres Teams, ohne die wir in den letzten zehn Jahren nicht so eine Fülle von Projekten erfolgreich abgeschlossen hätten.

Nicht zuletzt freue ich mich auf alle Leser,

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