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Marktübersicht, 11-2008
Schlagworte: Muffelöfen
Marktübersicht

Muffelöfen

Die LABO-Redaktion eruierte für Sie die verschiedenen auf dem Markt befindlichen Muffelöfen und deren wichtigsten Merkmale. Außerdem fragten wir die Anbieter, was ihrer Meinung nach die wichtigsten Besonderheiten ihrer Muffelöfen sind. Die Antworten lesen Sie nachfolgend.

Carbolite

Alle unsere Kammer- und Muffelöfen besitzen ein doppelwandiges Gehäuse für niedrige Außentemperaturen. Je nach Ofenmodell kommt hochwertige Faserisolierung in Kombination mit abriebfesten Bodenplatten und einer Türumrandung aus Schamotte zum Einsatz. Mit Ausnahme der ELF-Reihe haben alle Öfen eine parallel nach oben öffnende Tür, um die heiße Türisolierung vom Nutzer abzuwenden. Die Standardkammeröfen der CWF-Reihe haben eine besondere graduierte Wicklung der Heizelemente, um die größeren Wärmeverluste an der Ofentür auszugleichen. Die RWF-Reihe ist ganz auf kürzeste Heiz- und Kühlzyklen ausgelegt. 1000 °C werden hier in weniger als 15 min schon erreicht. Eine Besonderheit der Veraschungsöfen AAF mit 3 l und 7 l sowie dem GSM 11/8 ist der Einsatz einer Muffel aus Keramik oder SiO2. Für eine schnelle und vollständige Veraschung sorgen die fünf Luftwechsel pro Minute. Dies wird ohne jede Ventilator-Unterstützung erreicht. Die Zuluft wird auf Ofentemperatur vorgewärmt, um ein Abkühlen der Proben zu verhindern. Eine Bodenschale mit abnehmbarem Griff (beim AAF 18l sogar zwei Schalen übereinander) gehören zur Grundausstattung der AAF-Muffelöfen. Eine große Auswahl an digitalen Programmreglern steht zur Verfügung.

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Diese Antwort stammt von: Dr. Jürgen Kaub, Geschäftsführer Carbolite GmbH.

CEM

Die Mikrowellen-Muffelöfen der Phönix-Familie von der Firma CEM benutzen Mikrowellenenergie zum Aufheizen des Ofenraumes auf Temperaturen von bis zu 1200 °C. Eine gegenüber klassischen Muffelöfen verbesserte Luftstromführung im Phönix-Ofen beschleunigt die Verbrennung von Proben und ist für folgende Hochtemperaturanwendungen besonders geeignet:

  • Veraschung.
  • Sulfatveraschung gemäß DIN, DAB, Pharm. Eu.
  • Veraschungen unter Inertgas.
  • Glühverlust.
  • Schmelzen/Schmelzaufschluss von refraktären Proben zur Elementbestimmung.
  • Trocknen.
  • Ausglühen von Wachsen.
  • Wärmebehandlung.
  • Füllstoffbestimmung etc.

Das Resultat: Was früher Stunden brauchte, wird jetzt in wenigen Minuten erreicht. Durch die besondere Luftführung im Phönix wird eine Rußbildung vermieden, d.h. eine „saubere“ Veraschung ohne Rußen wird ermöglicht. Zudem entfällt die dreckige und zeitintensive Vorveraschung auf Bunsenbrennern etc.

Die Bedienung ist einfach und durch eine deutschsprachige Software zudem äußerst bequem. Das eingebaute Gebläse entfernt Rauch, Hitze und Dämpfe automatisch. Eine programmierbare Temperaturkontrolle bietet zur Veraschung von sensiblen Proben, die schnell schäumen und verspritzen, eine flexible Einstellung für spezifische Sollwerttemperaturen oder mehrfache Temperaturniveaus.

Diese Antwort stammt von: Ulf Sengutta, Prokurist.

DIMATEC

DIMA 1000 Universal: Thermische Aufschlusseinheit bis 1100 °C. Sie lässt sich überall dort einsetzen, wo thermische Aufschlüsse durchgeführt werden. Die bei der Analyse entstehenden Gase (CO2, HX, NOx, H2O, SO2 etc.) werden aus dem Ofen mittels Trägergas (synthetische Luft, Stickstoff, Argon, etc.) herausgespült und können mit den jeweiligen Detektoren nachgewiesen werden. Dabei können Systeme beliebiger Hersteller angekoppelt werden.

Linn High Therm

Die zu 100 % faserisolierten Muffelöfen sind hochwertige, universell einsetzbare Geräte für alle Erwärmungsprozesse im Labor und in der Produktion. Die SiC-Muffel ist mit einer Kanthal-A1-Heizspirale umlaufend (vier Seiten) bewickelt, wodurch im Komplex mit der Faserisolierung eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Nutzraum erzielt wird. Durch die Muffel wird die Heizspirale gleichzeitig vor manuellen Beschädigungen und aggressiven Medien geschützt. Weitere Hauptmerkmale sind einfachste Bedienung und besondere Servicefreundlichkeit.

Bewährte Werkstoffe und unterschiedliche Regeltechnik sichern die Qualität für jeden Einsatz. Das Modell LM 112 wird standardmäßig mit Schwenkgestell geliefert, wodurch je nach Wunsch Horizontal- oder Vertikalbetrieb möglich ist.

Verfügbare Optionen: Absaugung, Gasspüleinrichtung, Programmregler, max. Nutzraumtemperatur 1340 °C Schnittstelle für PC, Sicherheitsregler.

MLS

Höchste Heiz- und Abkühlgeschwindigkeiten sind die deutlichsten Vorteile der MLS Hochtemperatur-Mikrowellenöfen. Durch die extrem schnellen Aufheizraten wird eine Zeitersparnis gegenüber traditionellen Methoden von über 90 % erreicht. Die genaue Rampensteuerung über Temperatur-/Zeitkurven erlaubt dabei eine perfekte Reproduzierbarkeit der Untersuchungen. Mit dem Einsatz codierter Drehteller wird nicht nur eine ideale Wärmeverteilung gewährleistet, sondern er ermöglicht auch die exakte Temperaturmessung jeder Probe durch berührungslose IR-Messung. Zur sicheren Dokumentation kann von jeder Probe die gesamte Temperaturkurve gespeichert werden. Mit dem Anschluss der Analysenwaage an ein MLS Hochtemperatursystem wird nicht nur die fehlerfreie Werteübernahme gesichert, es kann auch die Trocken- und Glührückstandsbestimmung in einem Arbeitsgang getätigt werden. Durch den raffinierten Einsatz verschiedener Materialien wird durch Mikrowellen- auch eine IR-Strahlung erzeugt, die ein Überschäumen oder Verspritzen der Proben verhindert. Zubehör für Sulfatasche oder Venturi-Absaugung bei großen Einwaagen komplettieren die Produktlinie.

Diese Antwort stammt von: Manfred Dosch, Vertriebsleitung.

Nabertherm

Für maximale Arbeitstemperaturen bis 1300 °C sind unterschiedliche Ofenfamilien lieferbar, die zugeschnitten sind auf die Bedürfnisse des jeweiligen Prozesses. Die Universalöfen LE 2/11 – LE 14/11 dürfen auf Grund ihres optimalen Preis-/Leistungsverhältnisses als Bestseller im Bereich der Muffelöfen bezeichnet werden. Sie sind universell für maximale Temperaturen bis 1100 °C einsetzbar, verfügen über bestechende Produktmerkmale wie das ansprechende Gehäuse aus rostfreiem Edelstahl und stufenlos einstellbare Belüftungsöffnungen.

Für den täglichen Einsatz bewähren sich seit vielen Jahren die bekannten Modelle L 3/11 – LT 40/12. Diese soliden „Allrounder“ sind mit Ofenräumen zwischen 3 und 40 l für Maximaltemperaturen von 1100 oder 1200 °C lieferbar. Der Anwender kann selbst auswählen, ob er den Ofen mit einer Klapptür (L-Modelle) benötigt, die als Ablage beim Chargieren dienen kann, oder mit einer Hubtür (LT-Modelle), die die heiße Seite nach hinten, also vom Bediener wegschwenkt, nutzen möchte. Über die Öfen für den Laborbereich hinaus bietet Nabertherm ein breites Sortiment an Standardöfen für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche an.

Thermo

Thermo Scientific Heraeus Muffelöfen erfüllen die anspruchsvollen Anforderungen moderner Labore und gewährleisten präzise, reproduzierbare Temperaturprozesse. Unsere in Deutschland hergestellten Öfen sind höchst zuverlässig und verfügen über modernste Sicherheitsfunktionen. Die leistungsfähigen, robusten Geräte zeichnen sich zudem durch geringen Energieverbrauch aus.

Wir haben mehr als 80 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Hochtemperaturöfen. Die große Zahl an Heraeus Hochtemperaturöfen, die heute weltweit verwendet werden, ist ein Beleg für die hohe Qualität unserer Produkte.

Diese Antwort stammt von: Dipl.-Betriebswirt Timo Trageser, Referent Marketing-Kommunikation.

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