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Katalyse-Power - Die Aktivierung von Sauerstoff und Kohlenwasserstoffen

3D-LaserlithographieLöschbare Tinte für den 3D-Druck

Lasergeschriebene dreidimensionale Mikrostrukturen lassen sich nun schreiben, auflösen und neu schreiben. (Bild: KIT)

Im 3D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. 

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Katalyse-PowerDie Aktivierung von Sauerstoff und Kohlenwasserstoffen

Der Exzellenzcluster „Unifying Concepts in Catalysis“ (UniCat) verleiht Dr. Anna Company Casadevall von der Universität Girona, Spanien, am 13. Februar den Clara-Immerwahr-Preis 2015 an der Technischen Universität Berlin.

Die Chemikerin erhält die Auszeichnung für ihre hervorragenden Beiträge auf dem Gebiet der bioanorganischen Chemie insbesondere für die Synthese von hochvalenten organischen Metallkomplexen. Diese spielen eine entscheidende Rolle für die Aufklärung von Stoffwechselprozessen in Lebewesen. In den meisten Fällen treten Metalle hier als aktive Zentren von Proteinen (Enzymen) auf.

Hauptforschungsinteresse von Anna Company Casadevall ist die Aktivierung von kleinen Molekülen, wie Distickstoffmonoxid, Sauerstoff, Kohlendioxid und Kohlenmonoxid mithilfe von bioanorganischen Metallkomplexen. Die von Anna Company Casadevall verwendeten organischen Liganden-Vorläufer sind biologischen Systemen, wie Enzymen, nachempfunden und werden mit Übergangsmetallen, wie z.B. Kupfer, Eisen und Nickel, umgesetzt. Die daraus resultierenden Modellkatalysatoren werden mit umweltfreundlichen Oxidationsmitteln getestet und die dabei entstehenden Zwischenstufen und Produkte charakterisiert. Anna Company ist 32 Jahre jung und kann bereits auf 35 Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften, 5 Buchbeiträge sowie 5 Patentanmeldungen verweisen.

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Das Preisgeld wird Anna Company Casadevall für gemeinsame Forschungsarbeiten mit dem Exzellenzcluster UniCat verwenden. Ziel der geplanten Arbeiten ist es, gemeinsam mit Dr. Kallol Ray von der Humboldt-Universität zu Berlin, hochvalente Kupfer-Oxido-Spezies zu untersuchen. Diese Zentren werden als reaktive Intermediate während der biologischen Oxidation von Methan postuliert, konnten jedoch bisher nicht isoliert werden.

Mit dem Clara-Immerwahr-Award ehrt der Exzellenzcluster UniCat herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Katalyse und lädt die Preisträgerin zu Kooperationen mit UniCat-Gruppen ein. Der Preis wird 2015 zum vierten Mal verliehen. Er setzt ein besonderes Zeichen für die Förderung von exzellenten Wissenschaftlerinnen und ist eine Maßnahme im Bereich der Frauenförderung des Clusters. Weitere Aktivitäten sind beispielsweise Seminare zur Gendersensibilisierung und Professionalisierung von UniCat-Mitgliedern, die Etablierung eines Gastwissenschaftlerinnenprogramms und die Bildung von Erfolgsteams.

Der Clara-Immerwahr-Award ist mit 15000 Euro dotiert und wird jährlich international ausgeschrieben. In diesem Jahr wird der Preis von der Siemens AG und von der TU Berlin finanziert. Der Preis würdigt Dr. Clara Immerwahr, die im Jahr 1900 als erste Frau in Deutschland an der Universität Breslau mit einer physikalisch-chemischen Arbeit promoviert hat.

„Unifying Concepts in Catalysis“ (UniCat) ist ein im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gegründeter interdisziplinärer Forschungsverbund, dessen zentrales Thema die Katalyse ist. UniCat wird von vier Universitäten und zwei Max-Planck-Instituten in Berlin und Potsdam getragen. Etwa 50 Arbeitsgruppen arbeiten gemeinsam und fächerübergreifend an zukunftsrelevanten Forschungsthemen für den Rohstoffwandel und die Energiewende: Von der chemischen Umwandlung von Methan zu in Ethylen, der chemischen und biologischen Aktivierung von Kohlendioxid über die katalytische Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser mit Sonnenlicht als Energiequelle bis hin zur Synthese von Wirkstoffen mit Hilfe von künstlichen Enzymen. Sprecherhochschule ist die Technische Universität Berlin. UniCat wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit Mitteln aus der Exzellenzinitiative seit 2007 gefördert.

Nähere Informationen zum Exzellenzcluster UniCat finden Sie unter www.unicat.tu-berlin.de.

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