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Kunststoff-Flüssigkristall-Displays - Merck und FlexEnable erreichen einen wichtigen Fortschritt

3D-LaserlithographieLöschbare Tinte für den 3D-Druck

Lasergeschriebene dreidimensionale Mikrostrukturen lassen sich nun schreiben, auflösen und neu schreiben. (Bild: KIT)

Im 3D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. 

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Kunststoff-Flüssigkristall-DisplaysMerck und FlexEnable erreichen einen wichtigen Fortschritt

Merck, weltweiter Markt- und Technologieführer bei Flüssigkristallen und Materialien für die organische Elektronik, kooperiert in einer Partnerschaft mit dem in Großbritannien ansässigen Unternehmen FlexEnable, dem Marktführer in der Entwicklung und Industrialisierung flexibler organischer Elektronik.

Im Rahmen dieses Gemeinschaftsprojekts haben die beiden Unternehmen einen wichtigen Fortschritt in der Technologie für Kunststoff-LC-Displays erreicht. Sie haben ein vollkommen glasfreies Kunststoff-LC-Display entwickelt, bei dem stattdessen organische Transistoren auf einer Kunststofffolie verwendet werden, was zahlreiche Vorteile bietet. Kunststoff-LC-Displays bieten das Potenzial, Produkte zehnmal dünner, mehr als zehnmal leichter und preiswerter als herkömmliche glasbasierte Displays herzustellen – wobei sie gleichzeitig als besondere Produktvorteile auch äußerst robust sind und sich an gewölbte beziehungsweise gebogene Oberflächen anpassen können.

Der in sehr kurzer Zeit entwickelte Demonstrator vereint die wesentlichen Vorteile der organischen Transistortechnologie (OTFT) und konnte mit einer hohen Qualität und Ausbeute hergestellt werden. Damit wird ein Weg aufgezeigt, wie LC-Displays – die derzeit am meisten verbreitete Displaytechnologie – in Zukunft noch kostengünstiger hergestellt werden könnten.

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FlexEnable konnte jetzt das weltweit erste Kunststoff-LC-Display mit Aktivmatrix-In-Plane-Switching (IPS) präsentieren. Es basiert auf dem „OTFT-Array“ von FlexEnable sowie Flüssigkristall- und organischen Halbleitermaterialien von Merck. Während dieser erste Demonstrator mit einem IPS-Modus arbeitet, ist das Konzept gleichermaßen mit anderen Flüssigkristall-Technologien realisierbar. Es eröffnet breite Anwendungen, beispielsweise für E-Reader, dynamische Beschilderungen und Werbung.

„Wir freuen uns über diesen weiteren Fortschritt, denn er zeigt deutlich das enorme Innovationspotenzial, das die Flüssigkristalltechnologie noch für uns bereithält“, so Inese Lowenstein, Leiterin der Merck-Geschäftseinheit Display Materials. „Zudem zeigt dies, dass kunststoffbasierte biegbare oder gar flexible Displays kein Traum mehr sind, sondern schon bald Realität werden können. Das spornt uns an, die Flüssigkristall-Technologie speziell für diese Anwendung weiter zu entwickeln. Jetzt können wir uns auch vorstellen, wie Flüssigkristall-Displays künftig noch größer werden können, indem wir sie leicht, transportabel und unzerbrechlich gestalten.“

Indro Mukerjee, Chairman von FlexEnable, bestätigt die Bedeutung der neuen Entwicklung und fügt hinzu: „Ich gratuliere dem FlexEnable-Team und seinen Partnern dafür, dass sie wieder beweisen konnten, wie ausgereift und hoch entwickelt unsere Transistor-Plattform ist. Dies in nur wenigen Monaten statt in Jahren zu erreichen, ist ein Beleg für die Tiefe des Verständnisses und das Know-how, über das wir mit unserem gesamten Spektrum an industriell bewährten Prozessen verfügen. Kunststoff-LC-Displays bieten klare Vorteile, wenn es auf Gewicht und Dicke ankommt – auch in den Volumenmärkten für Consumer- und Industrieprodukte. Darüber hinaus bietet dies einen Weg hin zu einfacheren, preiswerteren Device Stacks für Display-Hersteller.“

Neben Merck und FlexEnable haben weitere Projektpartner an diesem Erfolg gearbeitet – darunter Fachleute für Display-Technologie vom Institut für großflächige Mikroelektronik an der Universität Stuttgart. Darüber hinaus beteiligt waren zwei deutsche Firmen, der Kunststofffolien-Hersteller LOFO High Tech Film und der Lieferant von Spezial-Resist-Lacken Micro Resist Technology sowie das israelische Unternehmen Etkes, ein Lieferant für Hintergrundbeleuchtungen. Diese zukunftsweisende Technologie wurde durch das siebte Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union mitfinanziert.

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