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Fließgerät AflowSignifikante Verbesserungen bei der Fließprüfung

Auf der 18. Fachmesse für Prüftechnik in Ulm stellt Zwick erstmals das neue Fließprüfgerät Aflow dem Fachpublikum vor. „Mit diesem Gerät beweisen wir, dass man auch für sehr klassische Prüfmethoden wie die MFR/MVR-Bestimmung Neues entwickeln und signifikante Verbesserungen erzielen kann“, erklärt Florian Liebert, der als Produktmanager die Entwicklung des neuen Geräts betreute.

Fließgerät Aflow: Signifikante Verbesserungen bei der Fließprüfung

Ein Blick auf das Gerät zeigt, dass hier tatsächlich ganz neue Wege gegangen wurden. Der erste Eindruck: Das Gerät, das immerhin für Prüflasten bis 50 kg ausgelegt ist, wirkt sehr kompakt. „Dies liegt im Wesentlichen daran, dass das Gerät anstelle der üblichen Gewichtsstücke mit einer hochmodernen Kraftregelung arbeitet“, erläutert der Produktmanager. „Kraft- und lagegeregelte Antriebe werden bei Zwick seit Jahren in Materialprüfmaschinen eingesetzt und sind auch im Rheometerbau üblich. Da lag es nahe, diese bewährte Technologie auch im Bereich hochwertiger Fließprüfgeräte zur Anwendung zu bringen.“

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Die Vorteile dieser Technologie haben den Charakter, die Schmelzindexbestimmung signifikant zu vereinfachen und sicherer zu machen. Sie bietet die Möglichkeit, während der Vorheizphase die von den Normen vorgegebene Startposition überlagert kraft- und geschwindigkeitsgeregelt zu steuern. Dabei erkennt das Gerät zu Beginn der Messung, wie viel Polymer in den Prüfkanal eingefüllt wurde und entscheidet selbstständig im Rahmen von Grenzwertvorgaben, mit welcher Belastung in der Vorheizphase gearbeitet wird. Ein entscheidender Vorteil, wenn Polymere mit unbekanntem MFR geprüft werden, aber auch dann, wenn die Bediener die vorgegebene Einfüllmenge nicht exakt eingehalten haben.

Die Steuerung der Prüflast während des Versuchs wird durch die Lastaufbringung per elektromechanischen Antrieb wesentlich verbessert. Während bei klassischen Geräten die Gewichtsaufbringung fast immer mit stoßartigen Belastungen verbunden ist, können diese Stöße im neuen Aflow stark reduziert werden. Besonders Mehrstufenversuche, also Prüfungen mit verschiedenen Prüflasten, werden mit diesem Gerät weitgehend stoßfrei gesteuert. Restmaterial kann am Ende des Versuchs problemlos mit der höchsten Prüflast von 50 kg ausgedrückt werden, was Prüfzeit spart.

Zur Reinigung des Prüfkanals ist das neue Aflow mit einer pneumatischen Reinigungsvorrichtung ausgestattet. Lappen auflegen – Knopf drücken – fertig. Bei manchen Polymeren muss dieser Vorgang zwar mehrfach durchgeführt werden, ist aber immer noch deutlich einfacher als die manuelle Reinigung. Diese Vorrichtung kann auch zur Vorkompaktierung des Prüfgutes direkt nach dem Einfüllen genutzt werden. Der Vorteil: Die Vorkompaktierung läuft immer gleichartig ab, wodurch der Bedienereinfluss reduziert und die Ergebnisse konstanter werden.

Ansonsten kann dieses Fließprüfgerät alles, was bereits in den Schwestermodellen realisiert wurde. Dazu gehört die Kennfeldsteuerung, APC, mit der während der Prüfung die jeweils optimalen Prüfparameter ermittelt und angewendet werden sowie die automatische Blasenerkennung, mit der durch Gasblasen verfälschte Messungen automatisch eliminiert werden.

Die Temperatur im Prüfkanal wird über vier Heizelemente erzeugt. So erreicht das Aflow eine Temperaturkonstanz von besser ±0,3 °C im relevanten Bereich des Prüfkanals.

Gesteuert wird das Gerät üblicherweise per PC mit der Prüfsoftware testXpert® II. Bis zu sechs Aflow- und Mflow-Geräte können von einem PC aus verwaltet und gesteuert werden. Gleichzeitig steht aber auch die Möglichkeit eines recht komfortablen Stand-alone-Betriebs zur Verfügung.

„Dieses Gerät ist für Prüflabore entwickelt, die ein sehr hohes Prüfaufkommen haben. Dort wird im Dreischichtbetrieb durchgehend geprüft. Da kommt es auf jeden Handgriff an und die Geräte müssen sehr robust und betriebssicher sein“, fasst Florian Liebert die Zielrichtung für das neue Produkt zusammen.

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