EditorialImmer mehr „Chemie“ in den Autos von Morgen

Editorial: Immer mehr „Chemie“ in den Autos von Morgen

Auf dem sogenannten „Autogipfel“ – liebe LABO-Leser – zum Start der Nationalen Plattform Elektromobilität, der kürzlich in Berlin stattfand, wurden von unserer Regierung ehrgeizige Ziele gesteckt. So sollen bis 2020 eine Million Elektroautos über unsere Straßen surren und Deutschland internationaler Marktführer bei E-Autos und den Zuliefertechnologien werden. Und da kommt die „Chemie“ u.a. als Batterie mit ins Spiel. Dr. Klaus Engel, Vizepräsident des Verbandes der Chemischen Industrie, befürwortete die Initiative: „Die deutsche Industrie hat aufgrund ihrer starken Vernetzung alle Voraussetzungen, um Technologieführer zu werden. Die Initiative der Bundesregierung schafft die Basis, damit Politik, Wissenschaft und Industrie zusammenarbeiten können“, ergänzte Engel, der innerhalb der Plattform den Vorsitz der Arbeitsgruppe „Batterietechnologien“ übernimmt.

Denn die für die Speicherung der elektrischen Energie notwendigen Batterien müssen noch deutlich verbessert, ihre Kapazität also erhöht und ihr Gewicht verringert werden. „Die Chemie liefert die entscheidenden Bauteile für praxistaugliche Hochleistungsbatterien. Die möglichen Anwendungen von Lithium-Großbatterien könnten eine ganze Industrielandschaft revolutionieren“, so Engel.

Leichtbauwerkstoffe sind heute schon im Fahrzeugbau usus. Um aber das hohe Batteriegewicht auszugleichen, werden zusätzlich auch noch weitere neuartige Kunststoffe und Karbonfasern entwickelt werden müssen. Katalysatoren und Elektrolyte wiederum – also ebenfalls „Chemie“ – sind Kernelemente der Alternative zur Batterie, nämlich der Brennstoffzelle, an deren Verbesserung ebenfalls mit Hochdruck geforscht wird.

Welche der Technologien sich beim Elektrofahrzeug durchsetzt oder ob beide großserienreif werden, dieses Rennen ist noch so offen wie der Ausgang der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft, womit ich zur schönsten Nebensache der Welt überleiten und Sie zum

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