EditorialWachstum auf hohem Niveau

Ein Jahresanfang, lieber LABO-Leser, ist stets der geeignete Zeitpunkt, die Geschehnisse des vergangenen Jahres Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf das gerade begonnene zu wagen. Was die wirtschaftliche Lage anbetrifft, hat sich 2007 vieles zum Besseren entwickelt: Die Industrie kann sich über volle Auftragsbücher freuen, die Zahl der Arbeitslosen hat deutlich abgenommen und Fachkräfte sind gesucht wie schon lange nicht mehr. Erneut darf sich Deutschland mit dem Titel „Exportweltmeister“ schmücken, dicht gefolgt von China.

Editorial: Wachstum auf hohem Niveau

Sorgen bereiten derzeit der starke Euro und die drastisch gestiegenen Energiekosten. Beide Faktoren dürften mit dazu beigetragen haben, dass sich das Wachstumstempo zum Jahresende deutlich abgeschwächt hat. So betrug der Zuwachs bei den Ausfuhren laut Statistischem Bundesamt im November nur ein Drittel des Jahresdurchschnitts von immerhin 9 Prozent.

Der starke Euro und die hohen Kosten für Öl, Gas und Strom betreffen insbesondere die Chemische Industrie. Angesichts der guten Wirtschaftsdaten für 2007 sieht die Branche allerdings keine allzu großen Probleme auf sich zukommen. „Auch wenn die Wachstumsraten 2008 niedriger ausfallen, ist das kein Beinbruch“, sagte Professor Ulrich Lehner, Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), kürzlich vor der Presse in Frankfurt. Selbst dann gehe es mit der deutschen Chemischen Industrie auf hohem Niveau weiter aufwärts – so Lehners Einschätzung.

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Tatsächlich lief das letzte Jahr für die Branche in Deutschland hervorragend und zudem besser als zunächst erwartet. Ging der VCI Anfang 2007 von einem Wachstum der Chemieproduktion um 2 Prozent aus, waren es letztendlich 4,5 Prozent. Der Umsatz legte um 7,5 Prozent auf 174,4 Mrd. Euro zu, und die Beschäftigtenzahl konnte erstmals seit Jahren von der guten Konjunktur profitieren – wenn auch nur in geringem Maße. So wuchs die Belegschaft 2007 um 0,2 Prozent auf durchschnittlich 436900.

Hier noch die Prognose des Chemieverbandes für 2008: Die Chemieproduktion soll weiter zulegen, und zwar um 2,5 Prozent; die erwartete Umsatzsteigerung liegt bei 4,5 Prozent.

Ein erfolgreiches und gesundes 2008 wünscht Ihnen im Namen des gesamten LABO-Teams

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