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Mikroskopie und BildauswertungCarl Zeiss und die Harvard-Universität

Das Office of Technology Development (OTD) der Harvard University und die Carl Zeiss MicroImaging GmbH haben eine Lizenzvereinbarung unterzeichnet, die dem Unternehmen die Verwendung der bei Harvard entwickelten CARS(Coherent-anti-Stokes-Raman-Scattering)-Mikroskopietechnik erlaubt. Diese Technik soll in den Konfokal- und Multiphotonen-Mikroskopen von Carl Zeiss zum Einsatz kommen. Sie macht erstmals die Abbildung biochemisch wichtiger Moleküle in lebenden Zellen und Organismen möglich, ohne dass diese mit Farbstoffen markiert werden müssen. Dabei entsteht der Kontrast durch die gezielte Anregung von Eigenschwingungen der Moleküle in der untersuchten Probe. Der bisweilen aufwändige Vorgang der Fluoreszenzmarkierung kann damit umgangen werden. Zudem kann vermieden werden, dass das Verhalten der untersuchten Moleküle durch eine Markierung eventuell beeinflusst wird. Durch die CARS-Mikroskopie werden somit Messungen ermöglicht, die besonders empfindlich auf die Markierung mit Markermolekülen reagieren. Die Methode ist damit komplementär zur Fluoreszenzmikroskopie und kann in Kombination mit dieser ihr volles Potential entfalten.

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Mit der im Labor von Xiaoliang Sunney Xie, Ph.D., Professor für Chemie und Chemische Biologie an der Harvard Universität, entwickelten Technologie können über die markierungsfreie Abbildung hinaus auch molekulare Markierungen, die die markierten Biomoleküle nur sehr wenig in ihren Eigenschaften beeinflussen, sichtbar gemacht werden. Eine mögliche Anwendung hier sind pharmakokinetische Untersuchungen zum Transport von Wirkstoffen in biologischen Geweben.

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