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Internationale Konferenz Biological Barriers

PharmaforschungInternationale Konferenz „Biological Barriers“

Wie gelangen Medikamente im Körper an ihr Ziel? Wie kann Nanotechnologie den Transport von Wirkstoffen über biologische Barrieren hinweg ermöglichen? Und welche Methoden nutzen Wissenschaftler, um solche Vorgänge zu untersuchen?

Diese und weitere Themen stehen im Mittelpunkt der Konferenz „Biological Barriers“, die vom 7. bis 9. März im Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung (HIPS) auf dem Campus der Saar-Uni stattfindet. Veranstalter sind die Universität des Saarlandes und das HIPS, eine Außenstelle des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig.

Ohne biologische Barrieren würde es Leben, wie wir es kennen, nicht geben. Gleichzeitig können sie ein Grund sein, warum lebenswichtige Medikamente nicht an ihren Bestimmungsort gelangen. Biologische Barrieren – Zell- oder Schleimschichten – kontrollieren das Zusammenspiel zwischen Körperinnerem und -äußerem. Beispiele hierfür sind die Haut sowie die Schleimhäute der Lunge und des Darmes, aber auch der Schleim selbst.

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Insbesondere bei der Bekämpfung von Infektionserkrankungen kommen Biofilme und bakterielle Zellwände als weitere Barrieren dazu. Die von der Natur vorgesehene Funktion, bestimmte, möglicherweise schädliche Stoffe aus Organen fernzuhalten, wird dann zum Problem, wenn für den Therapieerfolg benötigte Wirkstoffe am Überschreiten der Barrieren gehindert werden.

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Vom 7. bis 9. März kommen in Saarbrücken etwa 200 Wissenschaftler aus aller Welt zusammen, um sich über die neuesten Forschungserkenntnisse auf diesem Gebiet auszutauschen. Erwartet werden rund 30 Referenten von renommierten Einrichtungen wie dem Imperial College in London, verschiedener Max-Planck-Institute und der Charité in Berlin.

Die Konferenz zeichnet sich auch in ihrer elften Ausgabe durch intensive Kooperationen mit verschiedenen Partnern aus, die schwerpunktmäßig Themenblöcke mitorganisieren: Der europäische Ableger des „Center for Alternatives to Animal Testing“ (CAAT-Europe) unterstützt die Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen – ein Thema, dem sich Wissenschaftler im Rahmen der Entwicklung von In-vitro-Modellen widmen, mit denen sie biologische Barrieren simulieren.

Des Weiteren feiert die deutsche Sektion der „Controlled Release Society“ (CRS) auf der Konferenz ihr 20-jähriges Bestehen. Die Organisation fördert seit 20 Jahren den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ihr Vizepräsident, Claus-Michael Lehr, ist als Professor für Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie an der Saar-Uni und Abteilungsleiter am HIPS.

Ein ganzer Tag, der 9. März, steht im Zeichen von EU-geförderten Projekten. „Damit möchten wir auf die Bedeutung insbesondere von europäischen Projekten aufmerksam machen, die in der pharmazeutischen Forschung eine große Rolle spielen“, erklärt Claus-Michael Lehr. Inzwischen sei die Konferenz, die alle zwei Jahre in Saarbrücken stattfindet, eine feste Größe in der internationalen Forschung an biologischen Barrieren geworden, resümiert der Pharma-Forscher.

Ein detailliertes Programm sowie ein Anmeldeformular sind im Internet verfügbar: www.uni-saarland.de/biobarriers2016

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