Cleanzone Plaza

Standortsicherheit, Digitalisierung und Nachwuchs im Fokus

Ob Standortsicherheit oder die Vernetzung von Technologien – Experten diskutieren auf der Cleanzone Plaza die Themen, die für die Zukunft des Produzierens unter kontrollierten Bedingungen entscheidend sind.

Heiß diskutiert auf der Cleanzone Plaza: Standortsicherheit, Digitalisierung und Nachwuchs. (©Messe Frankfurt / Sandra Gätke)

Mitten im Messegeschehen findet zur Cleanzone die Aktionsbühne Cleanzone Plaza statt. Am 27. und 28. Oktober – den zwei Messetagen der Cleanzone – lösen sich dort Podiumsdiskussionen, Ausstellervorträge und die Präsentation der Nominierten sowie die Verleihung des Cleanroom Awards ab.

Ruth Lorenz, Bereichsleiterin Technology & Production bei der Messe Frankfurt, führt die Idee zu den Podiumsdikussionen aus: „Hightech und Reinraum sind zwei Seiten einer Medaille, das heißt: Wer Hightech herstellt, muss im Reinraum produzieren. Die Cleanzone als interdisziplinäre Fachmesse bietet Fachleuten aus Industrie und Forschung das ideale Forum, um sich mit den zukünftigen Herausforderungen an die Produktion im Reinraum auseinanderzusetzen.“

Reinraumtechnologie - Standortsicherheit im Wettbewerb der Regionen: Hochkarätige Vertreter aus Industriezweigen, die Hightech-Produkte unter Reinraumbedingungen produzieren oder auf Sterilität prüfen, sprechen dazu am 27. Oktober um 13:15 Uhr auf der Cleanzone Plaza. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion sind: Dr. Frank Bartels von Bartels Mikrotechnik, Dr. Klaus Kühlcke von Eufets, Dr. Maximilian Schlicht von Labor L+S und Prof. Dr. Gernod Dittel, von Dittel Engineering.

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Die Idee zur Diskussionsrunde fasst Prof. Dittel zusammen: „In der Podiumsdiskussion sprechen Vertreter aus der Industrie darüber, was sich in Deutschland in Ausbildung, Forschung und Entwicklung ändern sollte bzw. muss, damit wir in Zukunft ein Hightech-Standort bleiben, und nicht von anderen Ländern auf der Standspur überholt werden.“

Nach Dr. Schlicht wird die Forderung nach technisch und funktional modernen, wartungsarmen und hocheffizienten Reinraumanlagen im Pharmaumfeld nicht nur durch nationale und internationale Regularien vorangetrieben, um die Produktsicherheit im Herstellungsprozess zu optimieren, sondern liegt im ureigenen Interesse der deutschen und europäischen Pharma- und Biotechunternehmen selbst. „Der Standortvorteil solcher Reinraumanlagen in Deutschland umfasst die notwendige Prozesssicherheit. Insbesondere moderne, technologisch aufwendig produzierte und aseptisch hergestellte Arzneimittel und Biopharmazeutika unterliegen so keiner Sekundärkontamination, die zum kostenintensiven Chargenausschuss führen würde. Diese operative Sicherheit, die moderne Reinraumanlagen im Produktionsbereich vermehrt bieten, umfasst mehr und mehr auch die Forderung solche Reinraumkonzepte im Bereich der nachgelagerten Analysenlabore zur Qualitätskontrolle zu realisieren."

Die Vernetzung von Technologien schreitet immer schneller voran. Welche Vorteile ergeben sich durch die Digitalisierung für die Produktion unter kontrollierten Bedingungen? Wo geht in Zukunft die Reise hin? Dr. Robert Ruprecht vom Karlsruher Institut für Technologie, Assistant Prof. Dr. Stefan Radl von der Technischen Universität Graz, Prof. Dipl. Ing. Peter Karlinger von der Hochschule Rosenheim und Dr. Ing. Erwin Bürkle von Wobbe-Bürkle & Partner diskutieren dieses Thema am 28. Oktober um 13 Uhr auf der Aktionsbühne.

Erste Einblicke gibt Prof. Radl: „Die Virtualisierung, d.h. die Abbildungen von Reinräumen im Computer, wird in Zukunft schneller, günstiger, und noch präziser gelingen. Diese Entwicklung wird durch die Vernetzung moderner 3D-Kameratechnik und Sensorik, verbesserte Software sowie stark fallende Preise für Computer-Rechenleistung angetrieben. Beispielsweise wird es dadurch möglich sein, Strömungsprofile sowie Ursachen molekularer oder partikulärer Verunreinigungen besser zu verstehen und schneller vorherzusagen. Ich erwarte erste Anwendungen derartiger Technologien in der Mitarbeiterschulung, der Anlagenauslegung, sowie beim Troubleshooting besonders kritischer Prozessschritte.“

Unter dem Motto „Talententwicklung“ sprechen Experten auf der Cleanzone Plaza am 27. Oktober um 12:30 Uhr zu Aus- und Weiterbildung. Podiumsteilnehmer Christian Dragosits von Medical Electronics führt aus: „In der Reinraumtechnologie ist der Bedarf an Fachpersonal in den letzten Jahren enorm gestiegen. Um die notwendige Qualifizierung der Mitarbeiter sicherzustellen, brauchen wir dringend spezialisierte Ausbildungs- und Studiengänge, die das Personal gezielt auf die Anforderungen, die eine Arbeit im Reinraum stellt, vorbereiten. Viele Akteure in der Reinraumszene haben sich früher als Autodidakten spezialisiert. Heute ist die Zeit reif für zertifizierte und qualifizierte Ausbildungsstandards. Wir nutzen die Gesprächsplattform auf der Cleanzone, um uns über die dafür nötigen Standards zu verständigen.“

Eine weitere Podiumsdiskussionen rankt sich am 28. Oktober um 12:30 Uhr um das Thema Einstieg in die Reinraumtechnik. Die Runde richtet sich an Anwender und Zulieferer, die neu im Reinraum tätig sind. Was es aktuell an interessanten Bachelor- und Masterarbeiten zum Thema Reinraum gibt, stellt Prof. Dr. Gerhard Winter von der Hochschule Albstadt/Sigmaringen vor. Außerdem präsentieren die Nominierten des Cleanroom Awards ihre Produkte. Das Messepublikum kann unter den fünf Stars seinen Favoriten wählen, der dann ebenfalls auf der Aktionsbühne gekürt wird. Abgerundet wird das Programm der Cleanzone Plaza durch Vorträge des Cleaning Excellence Centers Leonberg zum Thema technische Sauberkeit, des internationalen Reinraum-Dachverbands ICCCS zu seinen Zielen sowie verschiedener Aussteller der Cleanzone zu ihren Innovationen.

Weitere Informationen zur Cleanzone unter www.cleanzone.messefrankfurt.com sowie zur Cleanzone Plaza unter http://cleanzone.messefrankfurt.com/cleanzoneplaza.

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