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Gefahrstoffschrank mit Vertikalauszug

AtemschutzMaske mit verbessertem Tragekomfort

Atemschutz: Maske mit verbessertem Tragekomfort

Moldex hat jetzt mit der Air Plus ProValve sein Produktprogramm im Bereich des Atemschutzes erweitert. Die neue Schutzmaske verfügt über mehrere Besonderheiten, die den Tragekomfort erhöhen. Dazu gehört u.a. ein innovatives Ausatemventil. Die Maske ist zudem wiederverwendbar.

 

 

 

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Mühelos zu bedienendes PlatzwunderNeuer Gefahrstoffschrank mit Vertikalauszug

Platz ist im Labor ein ständiges und schwieriges Thema. Dazu trägt auch die wachsende Vielfalt an Substanzen bei, mit denen Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung, Analyse und Prüfung tagtäglich arbeiten. 

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V-Line: Der erste Gefahrstoff schrank mit Vertikalauszug.

Mit der V-Line trägt asecos nun den besonderen Raumbedingungen im Labor Rechnung: Ein 45 cm breiter Sicherheitsschrank der neuen Linie kann sich in Sachen Lagerkapazität mit einem herkömmlichen 90 cm breiten Flügeltür-Schrank messen. Der völlig neue Schranktyp ist eine Konstruktion, die viele Detailkenntnisse und Erfahrungswerte der Nutzer zu Grunde legt und zukünftige Entwicklungen im Bereich der Gefahrstofflagerung bereits einbezieht. 

Verbesserung von Raumkonzepten und Arbeitsabläufen sind ein ständiger Prozess. Der Anspruch ist höchstmögliche Sicherheit für die Mitarbeiter und modernste Arbeits- und Analysebedingungen im Labor. Die Errungenschaft der dezentralen Gefahrstofflagerung, die benötigten Substanzen also direkt am Arbeitsplatz geschützt aufbewahren zu können, trägt einen großen Teil dazu bei, viele Prozesse effizienter und damit auch sicherer zu gestalten. Mit der aktuellen Schrank-Innovation leistet asecos einen weiteren großen Beitrag dazu, Sicherheitslevel und -bewusstsein stetig auszubauen. Die V-Line ist konzipiert als eine Schutzmaßnahme, die gleichzeitig das Bestreben nach optimalen Abläufen maßgeblich unterstützt.

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Die hohe Lagerkapazität bei geringer Breite springt sofort ins Auge und ist auch unter Kostengesichtspunkten der wichtigste Vorteil der neuen Serie. Die Konstruktion ist mit ihrem Vertikalauszug einem Apothekerschrank ähnlich. Das macht es möglich, die Raumtiefe neben dem Laborabzug vollständig auszunutzen bei gleichzeitig guter Erreichbarkeit aller eingelagerten Gebinde.

Wir sprechen von einem Gewinn in der Tiefe von fast 30 cm. Die Lagerkapazität ist dabei beachtlich. Wenn beispielsweise sechs Lager-ebenen befüllt werden, so enthält der Schrank im vollsten Zustand ein Volumen von 126 1-l-Laborglasflaschen nach ISO 4796-1. Das gilt für den schmalen Schrank mit 45 cm Breite. Bei ebenfalls verfügbarer Baubreite von 81 cm für einen V-Line-Schrank ist ein Gesamtvolumen von 252 l möglich.

Die leichte Bedienung eines Gefahrstoffschrankes trägt viel zur Sicherheit bei. Deswegen bringt das Konzept neben optimaler Raumausnutzung auch Nutzerkomfort ins Labor: Labormitarbeiter können von zwei Seiten zugreifen. Und dank elektromotorischer Bedienelemente ist keinerlei Kraftaufwand oder großflächige Bewegung nötig, um Gebinde zu entnehmen oder einzulagern. Das alles zusammen ergibt ein kleines Platzwunder.

Konstruktive Herausforderung

Was so mühelos und passgenau im Ergebnis ist, ist eine herausfordernde Entwicklungsarbeit über zwei Jahre gewesen. Denn jede Vereinfachung in der Bedienung, jede Platzeinsparung, jede Anpassung an Kundenbedürfnisse unterliegt dem Schutz von Mensch und Umwelt.

Dass die elektromotorische Führung des Vertikalauszuges eine absolute Herausforderung für das Entwicklungs- und Konstruktionsteam war, ist leicht nachvollziehbar. Sie hat dann auch der Innovation ihren Namen gegeben: Aus „vertical drawer“ – da asecos international tätig ist, ist jeweils eine englische Version wichtig – wurde hierzulande kurz „V-Line“.

Der Vertikalauszug gibt einen guten Überblick über alle Inhalte im Schrankinneren, und die Mitarbeiter können von zwei Seiten Gebinde einstellen und entnehmen. Für zusätzliche Individualität und Flexibilität können die Lager-ebenen in einem Rastermaß von 25 mm jederzeit verstellt werden. Wechselnde Gebindegrößen, kurzfristiger Bedarf an zusätzlichen Stoffen, auftragsbedingte Spitzen mit höherem Lagerbedarf – die neue Linie schafft die Grundlage, um dem allem gerecht zu werden und stets Sorge für ein Höchstmaß an Sicherheit zu tragen.

Auf Herz und Nieren geprüft

Als Teil des vorgeschriebenen passiven Brandschutzes müssen Hersteller für Gefahrstoffschränke nachweisen, dass diese alle Normen erfüllen. Für die neuen Schränke hat die MPA Dresden die entsprechenden Tests durchgeführt. „Neben dem eigentlichen Schutzziel einer sicheren Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten oder Druckgasflaschen für den „normalen“ Anwendungsfall der täglichen Arbeit gemäß den arbeitsschutzrechtlichen Gesetzlichkeiten ist auch der „Sonderfall“ Brand im Aufstellraum des Sicherheitsschrankes ein wichtiges Schutzmerkmal. Brennt es im Raum, soll der Sicherheitsschrank dafür sorgen, dass während der dem Schrank zugeordneten Klassifizierungszeit von z. B. 90 Minuten das Lagergut keinen aktiven Beitrag zum Brandgeschehen liefert. Dadurch wird zunächst die Evakuierung der im Raum anwesenden Personen ermöglicht. Später wird die Feuerwehr beim Löschen keiner zusätzlichen Gefährdung durch brennendes oder gar explodierendes Lagergut ausgesetzt. Da der Schrank den Brand nicht verhindern oder aktiv bekämpfen kann, wird von passivem Brandschutz gesprochen“, erläutert Thomas Hübler, Geschäftsführer der MPA Dresden GmbH.

„Weitere Untersuchungen an einem Sicher- heitsschrank nach DIN EN 14470 sind u. a. der Nachweis der Selbstschließung der Türen, der entsprechenden Temperaturauslösung bei den gegebenenfalls vorhandenen Schmelzloten, des Luftwechsels und der Funktionalität der temperaturabhängigen Schließung der Zu- und Abluftöffnungen. Außerdem sind Untersuchungen an den Ablagen und der Auffangwanne vorzunehmen, das Gewicht muss bestimmt und eine Fotodokumentation angefertigt werden. Die Übereinstimmung der Konstruktion des Schrankes mit den eingereichten Konstruktionsunterlagen und die Ermittlung des Feuchtegehaltes der Isolationswerkstoffe werden wegen der zerstörerischen Prüfung am zweiten Exemplar des Prüfmusters durchgeführt. Der Hersteller muss zwei baugleiche Schränke einliefern. Die Prüfstelle entscheidet eigenverantwortlich, welches Exemplar für den Brandtest und welches für die zerstörende mechanische Prüfung ausgewählt wird.“

Eine Besonderheit beim Brandkammertest für die V-Line war die Demontage des Auszugs zur Installation der Temperaturmessstellen. Aber trotz erstmaligem Test einer derartigen innovativen Schrankkonstruktion war es kein Problem für die erfahrenen Prüfer, die Prüfnorm zu 100 % umzusetzen.

Sicherheit als Maß der Dinge

Der neue V-Line-Schrank entspricht damit in vollem Umfang der Europäischen Norm 14470-1 und als Typ-90-Schrank der hohen Feuerwiderstandsfähigkeit, die in Deutschland Stand der Technik ist. 

Über die gesetzlich festgeschriebenen Schutzmerkmale hinaus bewahren weitere Ansätze zuverlässig vor Gefahren. Die Tür schließt automatisch, das bedeutet, dass nach spätes-tens einer Minute der Vertikalauszug eingefahren wird und die technische Entlüftung des Schrankes gewährleistet. Dabei werden Widerstände erkannt und die Stoppfunktion aktiviert, so dass weder Einklemmen von Hand oder Finger noch vollständiges Blockieren der wichtigen Schließfunktion möglich ist. Die Signale für Blockade oder Hindernis erfolgen sichtbar und hörbar, so dass die Mitarbeiter reagieren können. Fällt der Strom aus, schließt der Auszug trotzdem elektronisch – dank des langlebigen Silicium-Akkus.

Die nächsten Schritte in die Zukunft der Gefahrstofflagerung sind bereits geplant. Für die V-Line will asecos beispielsweise mit einer elektronischen Zugangskarte initiativ werden. Momentan kann der Schrank mit einem Profilzylinderschloss vom Zugriff zuverlässig geschützt werden.

Autor: Dipl.-Ing. Sven Sievers,
asecos GmbH,
Produktmanagement & Marketing, s.sievers@asecos.com

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