Praxistipps für den Umgang mit Gefahrstoffen

Chemikalien platzsparend und rechtssicher bevorraten

Lösungsmittel für Kleber, Farben, Säuren, Bremsflüssigkeiten, Öle, Insektizide und Fungizide etc. gehören zu den als Gefahrstoff deklarierten Produkten. Sie sind im Handwerk, der Industrie und der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Ein gewisser Vorrat ist daher in praktisch jedem Betrieb zu finden, nur sind die Stoffe auch sicher gelagert?

Es gilt vor allem die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu beachten, um Sanktionen zu vermeiden - oder im Schadensfall den Ruin abzuwenden, denn eine Versicherung zahlt meist nur, wenn die einschlägigen Vorschriften eingehalten wurden. Praxiserprobte Hilfsmittel zur sicheren Lagerung von giftigen oder feuergefährlichen bzw. wassergefährdenden Stoffen verschaffen Rechtssicherheit.

Gesetze und Verordnungen ändern sich ständig, gerade auch was den Umgang mit Gefahrstoffen betrifft. Neben nationalen Bestimmungen kommen auch eine Vielzahl von EU-Verordnungen hinzu. Was früher "frei" war, kann heute als Gefahrgut gelten, da es eventuell minimale Mengen von bedenklichen Stoffen enthält, die neu klassifiziert wurden. Hier gilt es sich zu informieren, um bei Umgang und Lagerung auf der rechtlich sicheren Seite zu sein. Der Spezialist für sicheres Lagern, Fördern, Dosieren und Tanken, CEMO aus Weinstadt, bietet daher eine praxistaugliche Palette von zugelassenen und geprüften Produkten rund um die Gefahrgutlagerung an.

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Rechtlich gesehen
Zwei Punkte sind besonders wichtig, wenn es um die Gefahrenabwehr beim Umgang mit bedenklichen Stoffen geht: Die Einstufung nach der Wassergefährdungsklasse (WGK) und nach der Gefahrstoffverordnung. Anders gesagt, ist der Stoff wasserverunreinigend oder giftig, ätzend bzw. reizend, muss man bei der Lagerung aufpassen. Bei mobilen Einheiten gelten die gleichen Einstufungen, vor allem die Sicherheit des Behälters ist hier wichtig.

Dass die einschlägigen Bestimmungen schon aus Eigeninteresse unbedingt einzuhalten sind, leuchtet ein. Betrieb und auch der Bediener können außerdem bei Fehlern schnell zu hohen Schadenersatz- und Strafzahlungen verurteilt werden. Eine große Rolle beim Strafmaß spielt dabei die Einhaltung der Vorgaben. Versagt ein Fass oder Behälter aus technischen Gründen ist das tragisch genug, wurde aber versäumt, den Kanister gegen eventuelles Versagen zusätzlich zu sichern - z.B. per Auffangwanne - kann es sehr teuer werden. Da schon minimale Mengen von Stoffen wie Öl große Volumina Wasser oder Erdreich verschmutzen, wird die Dekontamination und Entsorgung von Erdreich schnell sehr kostspielig.

Zu beachten sind eine Vielzahl von gesetzlichen Bestimmungen wie Wasserhaushaltsgesetz, Landeswassergesetz, Verordnung für Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen, Gefahrstoffverordnung, Betriebssicherheitsverordnung und einige mehr. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, geprüfte und zertifizierte Sicherheitseinrichtungen zu verwenden, die den einschlägigen Vorschriften entsprechen. Der Hersteller aus Weinstadt berät hier gerne, um auch wirklich die richtige Lösung für die jeweilige Anwendung zu finden.

Schutzeinrichtung, oder Logistikvorteil?

Eine eingesetzte Auffangwanne für Fässer reduziert die Folgen bei Verschütten oder eventueller Leckage. (Bild: CEMO)

Umweltschutz muss nicht immer nur Kosten verursachen, die Sicherheitseinrichtungen können in vielen Fällen durchaus das Gute mit dem Nützlichen verbinden. So erlauben Fassregallager eine übersichtliche, platzsparende Lagerung bei bequemem Zugang. Eine eingesetzte Auffangwanne reduziert die Folgen bei Verschütten oder eventueller Leckage (Bild 1). Gleiches gilt bei Auffangwannen für IBC-Behälter (Bild 2). Durch die Schutzeinrichtung stehen sie auf bequemer Arbeitshöhe, um am unteren Ablauf Produkte zu entnehmen oder Schläuche anzuschließen.

Bei der Lagerung mehrerer Fässer bieten sich Flächenschutzsysteme (Bild 3) an, sie sorgen neben der Sicherheit auch für klar definierte Abstellflächen. Mobile Schutzeinrichtungen wie fahrbare Auffangwannen und Werkstattwagen mit Auffangwanne (Bild 4) erlauben den einfachen Transport im Betrieb ebenso wie der Kanisterabfüllbock das Entleeren von bis zu 60-l-Kanistern ergonomisch erleichtert.

Dürfen die gelagerten Stoffe aufgrund hoher Gefahrenlage nicht für jeden zugänglich sein, empfehlen sich abschließbare Umwelt- und Sicherheitsschränke (Bild 5). Sie eignen sich für die Lagerung von teuren Chemikalien in der Industrie ebenso wie für Gifte oder Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft. Die Sicherheitsschränke bieten dabei zusätzlich noch Schutz gegen Feuereinwirkung von außen und sind mit Be- und Entlüftungsanschluss nach außen auch für die Aufstellung in Arbeitsräumen geeignet. Sollen größere Mengen geschützt im Freien gelagert werden, sind Sicherheits-Raumcontainer die Lösung (Bild 6). Bei besonderem Schutz gegen Feuer erlauben begehbare Brandschutzlager die sichere Lagerung.

Müssen Altöl, Lösungsmittel oder Altakkus zwischengelagert werden, sind für stationäre Zwecke Schmierstofftanks aus GFK oder HDPE mit Auffangwanne ideal. Der mobile Gefahrstoffsammler mit 400, 600 oder 980 l Fassungsvermögen erlaubt auch die Entsorgung vor Ort, z.B. Ölwechsel an Baumaschinen. Feststoffe und gefährliche Produkte wie Bleiakkus können in der Mobilbox (170 und 250 l) oder der größeren CEMbox (150 bis 750 l) sicher untergebracht werden. Für die Lagerung von Altstoffen in Fässern und Kanistern empfehlen sich die Sammel- und Gefahrstoffstationen, die auch 200-l-Fässer aufnehmen können (Bild 7).

Im Fall der Fälle
Auch größte Vorsicht und beste Sicherheitseinrichtungen bewahren nicht immer vor einem Unglück. Dann kommt es auf schnellste Reaktion an, um das Schadensausmaß möglichst gering zu halten. Auch für diesen Fall bieten die Spezialisten einige praxisbewährte Lösungen. So erlaubt die platzsparende Faltwanne im Fahrzeug z.B. bei Leckagen von Kanistern oder Farbeimern schnelle Hilfe (Bild 8), größere Faltwannen aus PVC-Plane ermöglichen die schnelle Rettung ganzer EURO-Paletten und fassen bis zu 210 l Inhalt (Bild 9).

Ist das Gefahrgut schon auf dem Boden, verhindern flexible Kanalabdeckungen das Eindringen von Stoffen in die Kanalisation. Mit den Cemsorb-Bindemitteln "Universal" und "Öl" können Säuren, Laugen und Öle sicher aufgesaugt und entsorgt werden. Wasserabweisende Saugvliese entfernen sogar Öl von der Wasseroberfläche. Notfallsets, bei denen die wichtigsten Utensilien wie Handschuhe, Entsorgungssäcke, Saugvliese etc. im Trolley (Bild 10) oder Umhängetasche sicher verstaut sind, dienen dem schnellen Rettungseinsatz und sollten in keinem Betrieb fehlen.

Text: Jürgen Großholz, Leiter Werbung und Vertrieb, und Dipl.-Chem. Andreas Zeiff, Redaktionsbüro Stutensee.

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