Vortrag zu Nachhaltigkeit im Labor

Das Abluftsystem in der Gefahrstofflagerung

Abluftvolumenströme bei der Gefahrgutlagerung in Sicherheitsschränken stehen im Fokus eines Vortrags auf den digital networking days: Über Auswirkungen von festgestellten Abweichungen im Lüftungssystem auf Betriebssicherheit und den Energiebedarf bei der Gefahrstofflagerung im Labor berichtet Dr.-Ing. Jürgen Liebsch..

Dr.-Ing. Jürgen Liebsch entwickelt mit Unternehmen technische Lösungen fürs Labor. © privat

Die Einrichtung eines Laborraums unterscheidet sich je nach Art und Aufgabenstellung des Labors – mit Ausnahme des Sicherheitsschranks zur Lagerung von Gefahrstoffen. Er gehört zur Grundausstattung der allermeisten Laborräume. Der Sicherheitsschrank bietet Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher Substanzen, zum Beispiel entzündbarer Stoffe und stellt damit eine wichtige sicherheits-technische Einrichtung in einem Labor dar.

Um das Entstehen gefährlicher, explosionsfähiger Gemische im Schrankinnenraum zu verhindern und die in die Arbeitsumgebung abgegebenen Dämpfe zu minimieren, ist der Sicherheitsschrank an ein permanent wirkendes Abluftsystem angeschlossen. Stichprobenartige Untersuchungen in unterschiedlichen Laboren haben gezeigt, dass der zur Vermeidung einer explosionsfähigen Atmosphäre erforderliche Mindest-Abluftstrom häufig unterschritten wird. Etwa gleich häufig wurde jedoch auch eine Übererfüllung, des für den sicheren Betrieb erforderlichen Abluftstroms festgestellt. Da der Energiebedarf zur Entlüftung des Sicherheitsschranks in einem direkten Verhältnis zum abgeführten Abluftvolumenstrom steht, ist der aufgewendete Energieeinsatz in diesen Fällen unnötig hoch.

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Die baulichen Gegebenheiten in einem vollständig installierten Labor ermöglichen in der Regel nur eine ungenaue, qualitative Bestimmung der Abluftvolumenströme. Das heißt, in der Praxis ist oft nicht bekannt, ob Mindest-Abluftvolumenströme eingehalten oder umgekehrt zu hohe Abluftvolumenströme abgesaugt werden. Um diese unbefriedigende Situation zu verbessern, wurde eine neuartige, in den Sicherheitsschrank integrierte Mess- und Überwachungseinrichtung entwickelt.

Im Vortrag werden die Vorteile für den Nutzer sowie das Funktionsprinzip der Messeinrichtung erklärt und beispielhaft die Auswirkungen von festgestellten Abweichungen im Lüftungssystem auf die Betriebssicherheit und den Energiebedarf bei der Gefahrstofflagerung im Labor aufgezeigt.

Zum Referenten: Dr.-Ing. Jürgen Liebsch unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung technischer Lösungen fürs Labor. Seine Expertise bringt er als aktives Mitglied in einschlägige DIN-Normenausschüsse ein. Darüber hinaus ist er Chairman des europäischen Technischen Komitees Laboratory Equipment und Mitglied des internationalen ISO-Komitees Laboratory Design.

Dr.-Ing. Jürgen Liebsch hält seinen Vortrag hierzu am 29. September um 14.00 Uhr im Rahmen der digital networking days (Session: Nachhaltigkeit im Labor). Hier geht es zum Programm der Online-Veranstaltung digital networking days "Nachhaltigkeit".

Hier geht es zur Anmeldung.

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