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Im Fokus: Vernetzung

Der Weg zu einem digitalen Labor

Das Labor mit seinem breiten Spektrum an Geräten, Datenquellen und Komplexität der Labordaten bietet ein großes Potenzial für einen cloudbasierten Ansatz.
© ra2 studio/Shutterstock.com

Nie waren wir stärker miteinander verbunden als jetzt. Die Möglichkeit, Informationen über digitale Plattformen und das Internet auszutauschen, entwickelt sich in rasantem Tempo mit leichterer Zugänglichkeit – und zusätzlicher Zuverlässigkeit. Nirgendwo ist dies offensichtlicher als zu Hause, wo immer mehr Menschen in intelligente Technologien investieren, die es ihnen ermöglichen, verschiedene Geräte und Einrichtungen fernzusteuern. Die Smart-Home-Bewegung ist in vollem Gange und neue, digitale Wegbegleiter wie Alexa, Siri und Co. ebnen den Weg zum intelligenten Zuhause.

Vernetzter Ort Labor: Von Datenverfügbarkeit bis Zusammenarbeit

Wie dehnt sich dieser Trend auf die Laborumgebung aus und wo stehen wir mit der Smart-Lab-Bewegung im Jahr 2020? Das Labor war schon immer ein vernetzter Ort – nicht nur wegen der Ausrüstung und der Zusammenarbeit, sondern auch wegen der sich ständig weiterentwickelnden Verbindungen zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, Ansichten und Kulturen. Die Rolle des cloudbasierten Arbeitens bei all dem: ein vernetztes Labor einfacher und zuverlässiger zu machen.

Ob zu Hause, unterwegs oder bei der Arbeit – cloudbasierte Systeme spielen in unserem täglichen Leben eine immer größere Rolle. Aus der Sicht des Benutzers wandelt sich das Internet schnell von einem Mittel zum Senden von Informationen zu einem Ort, an dem man seine Informationen speichern kann.
Spezialisierte Cloud-Monitoring-Angebote werden vermehrt verfügbar – mit dem Ziel, maßgeschneiderte Lösungen für verschiedene Anwender und Branchen anzubieten. Labore bilden dabei keine Ausnahme – und das aus gutem Grund. Die enge Zusammenarbeit im Labor und die Vielzahl der verschiedenen Instrumente, die eingesetzt werden, bedeuten, dass es echte Anreize gibt, ein wirklich vernetztes Labor zu schaffen. Wo also kann die Cloud einen wirklichen Unterschied im Laboralltag ausmachen?

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Effizienz wird die Hauptantriebskraft für die Labore sein, um zu einem cloudbasierten Ansatz überzugehen. Mit einem geeigneten System können cloudbasierte Software-Systeme im Labor einen echten Unterschied in der Effizienz des Labors ausmachen. Die Verbesserung der Konnektivität und Kompatibilität macht es einfacher, alle richtigen Daten im richtigen Format am richtigen Ort zu haben. Dadurch wird sichergestellt, dass sich die Mitarbeiter oder Studenten auf die Analysen und nicht auf die Logistik konzentrieren können.

Ein weiterer wichtiger Vorteil für Nutzer solch eines Systems besteht darin, dass sie überall auf Daten zugreifen und intelligente Dienste wie Laborgeräte-Überwachung oder Ferndiagnose in Anspruch nehmen können, um für einen reibungslosen Ablauf im Labor zu sorgen. Dadurch können nicht nur einige unbequeme und oft unnötige Gänge ins Labor bzw. Fahrten zum Labor vermieden werden, es ist auch möglich, schneller auf unerwartete Situationen zu reagieren. Der Fernzugriff auf Daten und intelligente Dienste sind eine wesentliche Stärke des cloudbasierten Arbeitens: Mehr Aufgaben können aus der Ferne erledigt werden, sei es im Büro, zu Hause oder sogar auf Reisen. Dadurch wird es für die Mitarbeiter einfacher, ihre Arbeit zu planen, was die Effizienz weiter verbessert.

© Eppendorf

Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Forschern und Laboren ist ein Eckpfeiler der modernen Laborarbeit, sowohl in der akademischen Welt als auch in der Industrie. Im akademischen Bereich kann sie beispielsweise Forschung schneller voranzubringen, indem verschiedene Fachgebiete einbezogen werden, und in der Industrie ist sie wichtig, damit der Betrieb reibungslos und effizient läuft und die Ergebnisse zwischen den Laboren konsistent sind. Bei der Verwendung eines cloudbasierten Systems wird es einfacher, eng und effektiv zusammenzuarbeiten, da die Daten der angeschlossenen Labore von jedem Standort aus verfügbar sind. Experimentelle Ergebnisse, Protokolle und Bilder können zwischen den Mitarbeitern sofort ausgetauscht werden, was Zeit spart und die Qualität der Experimente und Prozesse verbessern kann.

Aspekt Sicherheit

Die einfache Verfügbarkeit von Daten in der Cloud passt gut zu dem Bedarf an schnellen Daten und schnellen Nachrichten, da die Benutzer Informationen bei Bedarf schnell austauschen, überprüfen oder analysieren können. Ein Schlüsselaspekt, der immer im Vordergrund steht, wenn es um die cloudbasierte Datenspeicherung geht, ist die Sicherheit. Denn die Datensicherheit wird mit zunehmender Zugänglichkeit der Daten automatisch zu einer wachsenden Herausforderung.

Doch es ist möglich, Zugänglichkeit mit Sicherheit zu verbinden. Tatsächlich werden vertrauliche Daten bereits routinemäßig über das Internet per E-Mail und File-Sharing-Anwendungen übertragen. Der Schlüssel liegt darin, die Sicherheit bei jedem Schritt zu gewährleisten: bei der Cloud-Anwendung selbst, bei den Geräten, auf denen sie verwendet wird, und beim Benutzer. Aus diesem Grund ist es wichtig, nicht nur in ein sicheres System zu investieren, sondern auch dafür zu sorgen, dass es auf sicherer, aktueller Hardware eingesetzt wird und dass alle Benutzer ausreichend geschult werden.

Als eine der neuen Technologien hat die Cloud die Art und Weise, wie wir Informationen sammeln, nutzen und verbreiten, grundlegend verändert und wird dies auch weiterhin tun. In vielerlei Hinsicht ist die Laborsituation einzigartig, da sie ein breites Spektrum an Geräten und Datenquellen umfasst. Die Komplexität der Labordaten bedeutet jedoch auch, dass es ein enormes Potenzial für einen cloudbasierten Ansatz gibt, mit dem eine deutliche Wirkung erzielt werden kann.

Als Start für den Einsatz von cloudbasierter Software im Labor kann die Vernetzung der Laborgeräte zur Fernüberwachung ein guter Einstieg in das digitale Zeitalter sein. So können Anwender mit der cloudbasierten, digitalen Plattform VisioNize® Digital Lab Space von Eppendorf z. B. ihr Labor aus der Ferne überwachen, und sie erhalten Benachrichtigungen, die es ihnen ermöglichen, schnell auf Alarme und Events reagieren zu können.

Das Laborbuch in der digitalen Welt

Wenn es um die Erzeugung experimenteller Daten geht, ist die digitale Revolution bereits erfolgt. Doch ist das Ablegen der Daten auf verschiedene Speichermedien noch gang und gäbe. Und viele Labore verlassen sich immer noch auf Stift und Papier, wenn es um die Dokumentation geht. Damit bleibt das Laborbuch der Wissenschaftler die letzte Hochburg der alten, nichtdigitalen Welt. Ein Grund, warum manche am Laborbuch aus Papier festhalten, ist das Gefühl, ihre Ergebnisse für immer sicher zu haben. Es hat etwas Dauerhaftes, seine wertvollen Ergebnisse mit Tinte auf Papier zu schreiben. Vielleicht spielt auch die Befürchtung, dass digitale Daten modifiziert werden könnten, eine Rolle, während es bei Papierlaborbüchern viel schwieriger ist, unbemerkt Änderungen vorzunehmen. Mit moderner Laborverwaltungssoftware ist es jedoch möglich, eine sichere elektronische Alternative zu einem Laborbuch aus Papier zu schaffen, die Daten auch langfristig schützt.

Im Vergleich zum Laborbuch in Papierform verbessert ein ELN als Teil des digitalen und vernetzten Labors daher die Qualität und Reproduzierbarkeit von Aufzeichnungen und trägt dazu bei, die Einhaltung von Vorschriften zu gewährleisten, z. B. wenn eine detaillierte Prüfkette erforderlich ist.

Wo starten Sie Ihre digitale Reise?

AUTORIN
Ann-Claire Foetsch
Global Marketing Manager Digital Solutions
Eppendorf AG, Hamburg
visionize.news@eppendorf.com
www.eppendorf.com/visionize

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