Softwarelösungen

Forschung im Home Office?

Softwarelösungen können Wissenschaftlern helfen, Forschung außerhalb des Labors fortzusetzen.
© FOTOGRIN/Shutterstock.com

Jeden Tag arbeiten Forscher auf der ganzen Welt unermüdlich daran, wissenschaftliche Errungenschaften voranzutreiben. Wie beispielsweise im Kampf gegen COVID-19, stehen sie dabei an vorderster Front. Jetzt, wo Forschung und Entwicklung (F & E) im Rampenlicht stehen, ist es notwendig, Wissenschaftler mit leistungsfähigen Arbeitsmitteln auszustatten. Innovative Lösungen wie digitale Dokumentationssoftware und Automatisierung helfen das Arbeiten aus der Ferne zu ermöglichen und könnten langfristig die Produktivität im Labor verbessern.

Wissenschaftler stehen vor schwierigen Entscheidungen, was die Fortsetzung ihrer Forschung angeht. Einige müssen auf Fernarbeit umstellen, was kompliziert ist, wenn ein traditionelles Papierlaborbuch als Hauptmethode für die Aufzeichnung der Forschung verwendet wird. Selbst ohne die aktuelle Pandemie wirkt diese Methode veraltet und nutzt die Vorteile der heutigen Technologie nicht optimal aus. Sie ist nicht nur unpraktisch, da nur vor Ort das Papierlaborbuch zur Hand ist, um auf die Forschungsergebnisse zuzugreifen, sondern auch zeitaufwändig, da es Stunden dauern kann, ein bestimmtes, zuvor durchgeführtes Experiment zu finden, und oft können Handnotizen möglicherweise unlesbar sein.

In Instituten und einzelnen Forschungsgruppen wird zunehmend das Papier- gegen ein elektronisches Labornotizbuch (ELN) getauscht, eine Software die manuelle Transkription überflüssig macht und erweiterte Suchfunktionen bietet. Diese Technologie hilft den Wissenschaftlern, logistische Barrieren im Labor zu überwinden, Forschung und Entwicklung voranzutreiben und die Forschungsarbeit aus der Ferne zu erleichtern.

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Manche ELNs besitzen sogar eine „eingebaute“ Laborprobenverwaltung, damit Materialien genau erfasst werden können. Die Kontrolle über die Labormaterialien zu behalten, ist der erste Schritt, um sicherzustellen, dass ein Labor effizient ist. Dabei hilft eine Laborsoftware, den Überblick über Verbrauch und Vorrat an Materialien zu behalten und eine rechtzeitige Nachbestellung zu veranlassen. Und die Laborprobenverwaltung lässt sich so leicht in die digitalen Labornotizen integrieren.

IoT und Automatisierung

Die durch COVID-19 hervorgebrachten Beschränkungen haben zusätzliche Debatten darüber angeregt, wie Forschungslabore zu einer produktiveren Umgebung gemacht werden können. Laborautomatisierung und das Internet der Dinge (IoT) werden als Lösungen angesehen, die helfen, das Forschungspotenzial zu maximieren.

Dabei übernehmen moderne Technologien ein großes Volumen an sich wiederholenden Aufgaben, die früher in der Verantwortung des Wissenschaftlers lagen. In Verbindung mit dem Internet der Dinge (IoT) ist ein Forscher in der Lage, seine Geräte zu steuern, und außerdem jeden Aspekt eines Experiments von Anfang bis Ende zu überwachen. Dies ermöglicht eine größere Flexibilität, da Experimente zum optimalen Zeitpunkt durchgeführt werden können und nicht mit dem vollen Terminkalender eines Wissenschaftlers koordiniert werden müssen. Rezeptoren ermöglichen zusätzlich die Aufzeichnung von Umgebungsveränderungen, so dass der Wissenschaftler über einen umfassenden Datensatz zu jedem Experiment verfügt.

Angesichts der Bandbreite an Optionen können Wissenschaftler die Automatisierungslösungen wählen, die ihren spezifischen Forschungsanforderungen am besten entsprechen. So kann das Labor intelligent und effizienter werden. Die Auswirkungen, die diese Veränderungen auf die Welt der Wissenschaft haben werden, sind weitreichend und könnten nicht nur bei der aktuellen Pandemie helfen, sondern die Forscher auch in eine bessere Position versetzen, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.

Viele Labore, vor allem im akademischen Forschungsbereich, sind jedoch nicht in der Lage, extravagante Ausgaben zu tätigen und in die komplette Erneuerung ihrer Labore zu investieren. Einige Softwareunternehmen entwickeln jedoch agile Lösungen, die es ermöglichen, bestehende Laborgeräte zu automatisieren und so die Kosten deutlich zu senken.

Schlussfolgerungen

In dieser sich schnell entwickelnden Situation müssen sich alle Labore, unabhängig davon, ob sie im akademischen Bereich oder in der Industrie tätig sind, anpassen, um sicherzustellen, dass die Forschung fortgesetzt werden kann. COVID-19 hat der Welt nicht nur die Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung vor Augen geführt, sondern auch die Rolle der Digitalisierung für die Förderung der Wissenschaft. Mit einer Erhöhung der finanziellen Unterstützung könnten mehr Forschungslabore digitale Technologien implementieren, die die Produktivität im Labor drastisch verbessern können. Dies kann die Ausgangsposition verbessern, um nicht nur mit der aktuellen Pandemie umzugehen, sondern auch mit möglichen Herausforderungen, die uns in den kommenden Jahrzehnten erwarten werden.

AUTORINNEN
Frances Spiller
Phoebe Chubb
Labforward GmbH, Berlin
contact@labforward.io
www.labforward.io

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