Dokumentationsaufwand reduzieren

LIMS in der Praxis

Beim Unternehmen Stannol kommt für Dokumentation und Datenmanagement in der Qualitätssicherung ein LIMS zu Einsatz.

Das Unternehmen Stannol mit Sitz in Velbert ist ein international tätiger Hersteller für Lötprodukte mit derzeit rund 100 Mitarbeitern. 1879 vom Handwerker Wilhelm Paff gegründet, beliefert das Unternehmen heute Hersteller elektronischer Baugruppen weltweit mit zahlreichen Produkten. Die Prüfung der Produkte erfolgt im werkseigenen Labor. Das Unternehmen ist bestrebt, sich stetig in allen Bereichen weiterzuentwickeln. Hierzu gehört auch das Datenmanagement. Im Jahr 2020 entschied man sich bei Stannol für die Einführung eines Labor-Informations-Management-Systems (LIMS) – und machte dort damit einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung.

Für Ingo Lomp, Leiter Innovation bei Stannol, gehört ein professionelles, zentrales Management von Daten dazu, um sich als Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. © STANNOL

Qualitätskontrolllabor erzeugt große Datenmengen

Die Qualitätssicherung der Produkte nimmt einen hohen Stellenwert ein. Ein hoher Qualitätsstandard müsste auf Dauer mit einem professionellen Datenmanagement-System einhergehen, findet Ingo Lomp, Leiter Innovation bei Stannol. „Schon heute eine solide, belastbare Basis schaffen, um Herausforderungen der Zukunft ohne Probleme zu stemmen, das ist unsere Motivation. Und das professionelle, zentrale Management von Daten ist für mich ein sehr wichtiger Aspekt, um sich als Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen“, so Lomp. Im Labor sollte der erste Schritt in Richtung Digitalisierung getan werden. Dabei war es ihm besonders wichtig, möglichst viele anfallende Arbeitsschritte zu digitalisieren, Insel-Lösungen wie Excel oder Access abzulösen und alle Daten zu zentralisieren. Ingo Lomp erläutert: „Im Labor produzierte Daten sind unglaublich wertvoll. Ein professionelles Datenmanagement ermöglicht die Erkennung von Trends, warnt frühzeitig vor Risiken oder Qualitätsabweichungen, hilft bei der Kundenbetreuung und vieles mehr. Langfristig profitieren wir davon immens.“

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Deutlich weniger Dokumentationsaufwand

Heute, etwa anderthalb Jahre nach Einführung des „[FP]-LIMS“ von Fink & Partner, sind die Laborprozesse bei Stannol annähernd vollständig automatisiert, was für die Labormitarbeiter eine große Arbeitserleichterung bedeutet. Die Auswertung beim Unternehmen hat ergeben, dass durch die Nutzung dieses Systems 80 % des Dokumentationsaufwands im Labor reduziert werden konnte.

Was früher manuell in Laborbüchern aufgezeichnet wurde, wird nun im LIMS erfasst. Über dieses System werden alle Daten zentral verwaltet. © Bild links: STANNOL; Bild rechts: Fink & Partner

Zudem laufen alle Messwerte, egal woher, nun zentral in demselben System zusammen. Es gibt keine dezentralen Speicherorte mehr; Insel-Lösungen wie Excel oder Laborbücher wurden komplett abgeschafft. Alle Daten aus den verschiedenen Laboren weltweit werden zentral und serverbasiert über das LIMS verwaltet. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Auswertungsmöglichkeiten. So lässt sich über den Audit-Trail zum Beispiel die komplette „Geschichte“ einer Analyse nachvollziehen. Ein berechtigter Labormitarbeiter könnte zum Beispiel einen Analysewert zwar manuell bearbeiten, dies wird aber vom System getrackt und kann jederzeit eingesehen werden. Bei jeder manuellen Veränderung muss zudem ein Grund für die manuelle Veränderung angegeben werden. Lomp: „Analog ließe sich der Entstehungsprozess sonst schwer oder gar nicht rekonstruieren.“

Datentransfer über Schnittstellen

„Wir haben nicht nur bereits fast alle Messgeräte angeschlossen, sondern Messdaten werden auch direkt an die Gießerei weitergegeben. Sprich: Sobald das Labor die Messung einer Probe durchgeführt und freigegeben hat, wird das Ergebnis direkt an die Produktionssteuerung digital weitergegeben. Inklusive aller Werte, Qualitäten und Grenzwertverletzungen.“ Zudem können kundenrelevante Daten und Messwerte miteinander verknüpft werden; über einen separaten Zugriff können Außendienstler zentral auf Kundenanalysen zugreifen und so Analysen und Trends direkt besprechen.

Ausblick

„Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten“, ist sich Lomp sicher und würde Unternehmen mit Blick in die Zukunft raten, sich so früh wie möglich mit Themen wie Datenmanagement auseinanderzusetzen. Bei Stannol ist der Anfang gemacht. Vorausschauend sieht der Leiter Innovation bei Stannol noch mehr Möglichkeiten: „Ich freue mich darauf, weitere Schritte in Sachen Digitalisierung mit Fink & Partner zu gehen“.

Quelle: Fink & Partner

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