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LaborgeräteNeues Schlauchpumpenkonzept: Kontinuierliche Dosierung intelligent gesteuert

Kontinuierliches Fördern von unterschiedlichen und teilweise kritischen Medien erfordert spezielle Geräte mit entsprechenden Eigenschaften. Mit dieser Thematik hat sich Hirschmann Laborgeräte als Hersteller für Laborglasprodukte, Kapillaren und Liquid Handling Geräten sehr intensiv auseinandergesetzt. Es wurde eine Pumpenfamilie aus der Taufe gehoben, die mit umfangreichen innovativen Features dem Anwender die Handhabung erleichtert und einen sicheren Prozess gewährleistet.
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Laborgeräte: Neues Schlauchpumpenkonzept: Kontinuierliche Dosierung intelligent gesteuert

Bei der Konzepterstellung stand nicht nur die Anwendung im Labor im Fokus, sondern auch Applikationen in Industrie und Handwerk. Das Ergebnis einer intensiven Marktanalyse war die Vorgabe für die Definition der notwendigen Features der neuen Pumpenfamilie. Aufgrund der Forderungen, eine chemisch resistente, flexibel einsetzbare Pumpe für die unterschiedlichsten Medien, die auch partikelhaltig oder auch höher viskos sein können, fiel die Wahl eindeutig auf das Prinzip der Schlauchpumpe. Damit vollzog Hirschmann nun den Schritt in die Welt der kontinuierlich fördernden Pumpen.

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In einer zweijährigen Entwicklungszeit entstand mit rotarus® eine durchgängig durchdachte Pumpenserie mit insgesamt zwölf Geräten, welche umfangreiche Funktionen und innovative Details aufweisen. Mit einer Auswahl unterschiedlicher Motoren, Gehäusen und damit erreichbaren Schutzklassen IP54/IP65 sowie intelligenter Steuerungstechnik wird ein breites Anwenderspektrum in Labor und Industrie abgedeckt.

Die Gehäusevarianten wurden nach den Grundprinzipien des Hirschmann-Designs entwickelt. Die Pumpenserie zeichnet sich durch zeitgemäßes Design, gepaart mit geringem Platzbedarf, aus. Durch umfangreiches Zubehör lassen sich die Pumpen leicht in eine bestehende Laborumgebung oder Produktionsanlage integrieren.

Ein Basisgerät für diverse Pumpenköpfe

Alle Geräte besitzen ein serienmäßiges Anschlusssystem für unterschiedliche Pumpenköpfe. Dieses ermöglicht einen sekundenschnellen Pumpenkopfwechsel ohne Einsatz von zusätzlichem Werkzeug. Der Anwender hat somit die Möglichkeit, mit einem Basisgerät verschiedene Hirschmann-Einkanal- und -Mehrkanalköpfe zu verwenden. Mit entsprechendem Zubehör ist es jedoch auch problemlos möglich, Pumpenköpfe von Fremdherstellern einzusetzen.

Mit den 50-Watt-Schrittmotoren und 100-Watt-DC-Motoren wird die Serie 50 und Serie 100 unterschieden. Die Serie 50 ist für präzises Fördern und Dosieren im Drehzahlbereich von 0,2...100 min–1 ausgelegt; bei der Serie 100 lässt sich eine Drehzahl von 5...500 min–1 realisieren. Bei beiden Serien kann der Nutzer die Drehzahl mit einer Auflösung von 0,1 min–1 verändern. Damit wird unter Verwendung unterschiedlicher Pumpenköpfe ein Fließratenbereich von wenigen µl/min bis ca. 5 l/min abgedeckt. Der Unterschied zwischen Serie 50 und 100 ist an der Gehäusegröße eindeutig erkennbar.

Zwei Gehäusevarianten stehen für die rotarus® Familie zur Verfügung. Das Gehäuse weiß pulverbeschichtet entspricht der Schutzart IP54 und ist ideal geeignet für den Einsatz im Labor. Die Edelstahlausführung hingegen erfüllt härtere Umweltanforderungen und ist die richtige Wahl für den Einsatz in Industrieanwendungen für Pharma-, Medizin- oder Lebensmittelproduktion.

Drei verschiedene Ausführungen

Des Weiteren wird bei der rotarus® Familie zwischen drei Intelligenzen unterschieden, welche die Namen rotarus® standard, rotarus® flow und rotarus® volume tragen. Die Variante rotarus® standard deckt alle einfachen Pumpaufgaben ab. Die Förderleistung ist durch Verändern der Drehzahl des Pumpenantriebes variierbar. Über das Touchpanel direkt an der Pumpe werden alle relevanten Parameter eingestellt und angezeigt. Zur Integration der Pumpe in eine Produktionsanlage steht eine Schnittstelle für analoge und digitale Signale zur Verfügung.

Mit dem Modell rotarus® flow können ebenfalls alle Förderaufgaben im Liquid Handling nicht nur über Verändern der Drehzahl realisiert werden, sondern hier besteht die Möglichkeit, die Pumpe über den Parameter „Fließrate“ zu programmieren und auch zu kalibrieren. Durch das externe Bedienmodul mit TFT-Touchscreen, welcher die aktuellen Werte übersichtlich anzeigt, ist die Programmierung einfach zu handhaben. Die bei diesen Pumpen von Hirschmann neu eingesetzte RFID-Technologie, die die Pumpenkopf- und Schlauchparameter berührungslos an den Pumpenantrieb weitergibt, erspart dem Anwender viel Programmieraufwand. Er kann sich somit auf seine eigentliche Applikation konzentrieren.

Das Modell rotarus® volume ist als Dosierpumpe konzipiert und mit allen Funktionen der standard- und flow-Modelle ausgestattet. Diese besitzt zusätzlich verschiedene Dosiermodi wie Dosieren nach Zeit, Dosieren nach Volumen und Dosieren eines bestimmten Volumens in einer vorgegebenen Zeit. Auch tropfenfreies Dosieren ist möglich. Weitere Features wie Berst- und Blockadeerkennung des Pumpenschlauches setzen diese Pumpe noch weiter vom Wettbewerb ab.

Fazit

Hirschmann hat mit der rotarus® Schlauchpumpenserie eine neue Produktreihe im Bereich Liquid Handling ins Leben gerufen, die ein kontinuierliches Förden ermöglicht und eine gute Ergänzung bzw. Erweiterung zu den Produkten aus dem bestehenden Hirschmann-Programm darstellt. Mit den durchdachten Funktionen und innovativen Details der rotarus® Modelle beweist Hirschmann Laborgeräte seine Kompetenz im Liquid Handling.

Die LABO-Redaktion hat den Start des neuen Schlauchpumpenkonzepts zum Anlass genommen, mit Hirschmann-Geschäftsführer Dr. Hans-Jürgen Bigus über die Entwicklung der neuen Pumpen zu sprechen. Mehr hierzu auf der folgenden Seite!



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