Editorial

Störfall

In den letzten zehn Jahren haben LC-MS-Systeme zunehmend Verbreitung in den Labors gefunden. Ob beispielsweise für die Rückstandsanalytik von Lebens- und Futtermitteln oder von Umweltproben, ob für die medizinische Diagnostik oder andere Life-Sciences-Bereiche – überall dort, wo es auf höchste Empfindlichkeit, Selektivität und Multiparameterfähigkeit ankommt, ist die LC-MS bzw. LC-MS/MS die Methode der Wahl. Nicht zuletzt deshalb, weil längst robuste, bedienerfreundliche und dennoch flexible Systeme kommerziell erhältlich sind.

Ein „Pferdefuß“ dieser Kopplungstechnik darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden: das Problem mit der Probenmatrix. Sie kann trotz der hohen Selektivität der LC-MS zu falschen quantitativen Analysenergebnissen führen. Diesen Umstand gilt es daher bei der Methodenentwicklung unbedingt zu berücksichtigen. Um Ihnen die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man solche Matrixeffekte einschränken kann, werden wir in der LABO eine dreiteilige Serie veröffentlichen, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzt. Im ersten Teil, den Sie bereits in dieser Ausgabe ab Seite 20 lesen können, erläutert Wolfgang Brodacz, welche unerwünschten Wechselwirkungen zwischen Analyt(en) und Matrix auftreten und wie sich diese reduzieren lassen.

Unerwünscht, weil qualitätsmindernd, ist auch das Gas Schwefeltrioxid in Kalk-Natron-Glas. Auf welche Weise dieses ins Glas hinein kommt und wie man es mittels Elementaranalyse bestimmen kann, zeigen wir Ihnen im Artikel „Mehr Durchblick“ (Seite 38).

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Gase, genauer gesagt Spezialgase, stehen auch im Mittelpunkt des Fachbeitrags „Sicherer Umgang mit Gasen“. Um sie gefahrlos nutzen zu können, müssen Anwender über besondere Kenntnisse verfügen. Mehr zu den gesetzlichen Regelungen hierzu sowie über die Verantwortung des Arbeitgebers erfahren Sie ab Seite 52.

Der Leitartikel in dieser LABO (Seite 12) dürfte nicht nur die Mathematik-Begeisterten unter unseren Lesern faszinieren: Er befasst sich mit dem kuriosen Phänomen der Palindrome und zeigt entsprechende Parallelen in der Molekularbiologie auf.

Auf zwei weitere Fachartikel möchte ich abschließend noch aufmerksam machen: Anforderungen an die Analytik im Bereich Kunststoffrecycling stehen im Mittelpunkt des Beitrags auf Seite 16, und ab Seite 34 erfahren Sie mehr über den Einsatz einer Sauerstoffelektrode zur Beurteilung der Aktivität von katalytisch wirkenden Substanzen.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

Jürgen Wagner

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