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Greifswald: Zentrum für Genomforschung bewilligt

Der Wissenschaftsrat hat am 29. Mai den Bau eines rund 27 Millionen Euro teuren Zentrums für Funktionelle Genomforschung an der Universität Greifswald genehmigt. Das Projekt Center for Functional Genomics of Microbes (CFGM) ist eines von neun deutschlandweit, die der Wissenschaftsrat in diesem Jahr zur finanziellen Förderung ab 2013 empfiehlt.

Das neue Forschungszentrum für zehn Arbeitsgruppen aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und der Universitätsmedizin soll auf einer freien Fläche auf dem neuen Campus der Universität am Berthold-Beitz-Platz entstehen und wird von Bund und Land Mecklenburg-Vorpommern jeweils zur Hälfte finanziert.

Bioinformatiker, Pharmazeuten und Biochemiker der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald wollen gemeinsam mit den Kernteams um die Mikrobiologen Professor Michael Hecker und Professor Kathrin Riedel, den Infektionsbiologen Professor Sven Hammerschmidt und den Genomforscher Professor Uwe Völker in dem neuen Forschungszentrum die Infektionsbiologie, die Mikrobiologie mariner und terrestrischer Ökosysteme und die Funktionelle Genomforschung/Bioinformatik zusammenführen. In fachübergreifenden Ansätzen bearbeiten die beteiligten Wissenschaftler gemeinsam infektionsbiologische und ökologische Fragestellungen. Ihr Ziel ist es, neue Wege zur Bekämpfung von bakteriellen Krankheitserregern zu finden und die Stoffwechselmechanismen von Mikroorganismen aus dem Meer und terrestrischen Ökosystemen aufzuklären sowie biotechnologisch nutzbar zu machen.

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Es wird von den Forschern angestrebt, die Forschungsergebnisse wirtschaftlich zu verwerten. Hierfür sollen Kooperationen mit anwendungsorientierten Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft genutzt und ausgeweitet werden.

Der Wissenschaftsrat hat Bund und Ländern empfohlen, ab 2013 acht Forschungsbauten sowie einen Forschungshochleistungsrechner an Hochschulen nach Art. 91 b GG zu fördern. Insgesamt waren 19 Vorhaben beantragt worden. Zwölf Projekte wurden als förderwürdig eingestuft. Für neun von diesen Vorhaben wurde auch eine Finanzierung empfohlen. Zu diesen Projekten gehört auch CFGM Greifswald.

Über die Aufnahme der Vorhaben in die Förderung wird die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) auf der Grundlage des Wissenschaftsrates beschließen. Die Entscheidung fällt voraussichtlich am 29. Juni 2012.

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