Merck erfüllt kartellrechtliche-Auflage

Übernahme von Sigma-Aldrich

Merck gab heute bekannt, dass das US-amerikanische Life-Science-Unternehmen Sigma-Aldrich, das es zu übernehmen plant, den Verkauf von Teilen seines Geschäfts mit Lösungsmitteln und anorganischen Stoffen an Honeywell vereinbart hat, um die kartellrechtlichen Anforderungen der EU für die Übernahme von Sigma-Aldrich zu erfüllen.

Merck hat die Vereinbarung mit Honeywell der Europäischen Kommission vorgelegt, die der Transaktion zustimmen muss, bevor Merck die Übernahme von Sigma-Aldrich abschließen kann. Die Europäische Kommission hatte bereits am 15. Juni eine an Auflagen gebundene Genehmigung für die Übernahme von Sigma-Aldrich erteilt. Merck erwartet weiterhin, die Transaktion bis Ende November abzuschließen. Bernd Reckmann, Mitglied der Merck-Geschäftsleitung, erläuterte: „Gemeinsam bieten wir unseren Life-Science-Kunden weltweit eine größere Bandbreite an Produkten, eine größere geographische Abdeckung und eine einzigartige Kombination von Fähigkeiten.“

Merck und Sigma-Aldrich haben sich darauf geeinigt, Teile des Geschäfts mit Lösungsmitteln und anorganischen Stoffen in Europa an Honeywell zu verkaufen. Dies umfasst die Produktionsanlagen in Seelze, in denen die Mehrzahl der von Sigma-Aldrich in Europa verkauften Lösungsmittel und anorganischen Produkte hergestellt wird. Darüber hinaus wird Honeywell die Lösungsmittel und anorganischen Stoffe erwerben, die von Sigma-Aldrich in Europa unter der Marke Sigma-Aldrich und weltweit unter der Marke Fluka vertrieben werden, ebenso wie die zugehörigen Marken Hydranal und Chromasolv. Zudem wird Honeywell eine befristete Lizenz für die Lieferung dieser Produkte unter dem Markennamen Sigma-Aldrich im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gewährt.

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Merck und Sigma-Aldrich hatten am 22. September 2014 den Abschluss einer Vereinbarung zur Übernahme aller im Umlauf befindlichen Aktien von Sigma-Aldrich für 140 US-Dollar pro Aktie in bar bekannt gegeben. Abgesehen von der kartellrechtlichen Freigabe durch die EU-Kommission sind unter anderem bereits die Zustimmung der Sigma-Aldrich-Aktionäre in einer außerordentlichen Versammlung am 5. Dezember 2014 sowie die kartellrechtlichen Freigaben in den Vereinigten Staaten, China, Japan und weiteren Ländern erfolgt, die für einen Abschluss der Transaktion erforderlich waren.

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