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Artikel und Hintergründe zum Thema

EU fördert Projekt „Biocascades“

Neue Enzymreaktionen für die Produktion von Arzneistoffen

Neue enzymatische Kettenreaktionen für die Produktion von Arzneistoffen will ein europäisches Forschungskonsortium im Projekt „Biocascades“ entwickeln. Die EU fördert das Vorhaben mit rund 2,7 Mio. Euro für vier Jahre im Rahmen von „Horizon 2020".

Teil des Projekts ist ein Graduiertenprogramm, das Nachwuchswissenschaftler speziell für die Arbeit im Biotechnologiesektor qualifiziert. Jun.-Prof. Dr. Robert Kourist, Arbeitsgruppe Mikrobielle Biotechnologie der Ruhr-Universität Bochum, koordiniert das Projekt, das im Januar 2015 gestartet ist.

Optisch reine Substanzen erzeugen
Ziel von „Biocascades“ ist es, neue enzymatische Reaktionskaskaden zu entwickeln, in denen Amine und Aminoalkohole entstehen, die für Medikamente benötigt werden. In der Regel bringen Enzymreaktionen immer zwei Versionen einer Substanz hervor, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten. Oft ist aber nur eine der Verbindungen pharmazeutisch wirksam, so dass die andere in einem aufwendigen Prozess herausgefiltert werden muss.

Das Forscherteam will sogenannte optisch reine Substanzen erzeugen, also einen Prozess entwickeln, in dem nur die erwünschte Version einer Substanz entsteht. Die neuen Verfahren wären somit günstiger und energieeffizienter; außerdem würden weniger Abfallprodukte entstehen.

Nachwuchswissenschaftler für den Biotechnologiesektor ausbilden
Das neue EU-Projekt beinhaltet auch ein maßgeschneidertes Promotionsprogramm für elf Nachwuchsforscherinnen und -forscher im Biotechnologiesektor. Neben der Forschung in führenden europäischen Laboren stehen Aufenthalte bei Industriepartnern und spezielle Workshops auf dem Programm, um die unternehmerische Einstellung der Nachwuchskräfte zu fördern.

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Sieben Universitäten und fünf Industriepartner aus fünf europäischen Ländern kooperieren im Projekt „Biocascades: sustainable and scalable biocatalytic cascade reactions training network". Eine Liste der Partner findet sich online unter http://www.rub.de/ngkourist/consortium.html.

Weitere Informationen:
Jun.-Prof. Dr. Robert Kourist
Arbeitsgruppe Mikrobielle Biotechnologie
Fakultät für Biologie und Biotechnologie der Ruhr-Universität
44780 Bochum
E-Mail: Robert.Kourist@rub.de.

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