
LABO Mai 2010 37 Der Schallgeber kommt etwa bei An- lagen mit niedrigem Druck zum Einsatz.
Am Haupt Pharmastandort Wolfratshau- sen wird er in den verschlossenen Isola- tor gelegt und anschließend potentielle Problembereiche wie Türdichtungen überprüft.
Dies ist selbst bei einer Druckeinregelung von 70 Pa während der H 2 O 2 -Sterilisation beziehungsweise zwischen 25...80 Pa im Betriebsmodus „Abfüllung“ möglich.
Der Ultraschallge- nerator sendet permanent ein für den Empfänger wahrnehmbares Signal.
Je lauter das Geräusch wird, umso näher ist die Fehlerquelle.
Der Schaden befi n- det sich dort, wo der Pegel am höchsten ist.
So werden selbst kleinste Schäden millimetergenau festgestellt, lange be- vor Mängel mit herkömmlichen Schwin- gungsmessgeräten oder Infrarotkameras wahrgenommen werden können.
Alternative Methoden vielfach eingeschränkt Bei Haupt Pharma hat sich das Ultra- schallgerät als zuverlässige Methode durchgesetzt, Isolatoren auf ihre Dich- tigkeit zu prüfen.
„Alternative Me- thoden wie Lecksuchspray oder Gasor- tungssysteme haben ihre Grenzen und haben sich für unsere Anwendungen daher als ungeeignet erwiesen“, resü- miert Schmiegel.
Die Gründe sind viel- fältig.
Ein Leckortungsspray könnte man beispielsweise nur über die Hand- schuheingriffe des Isolators an poten- tielle Leckagen aufsprühen, der Isolator müsste für diese Methode in Unterdruck versetzt werden.
Das Handling der Leck- suchsprühdose durch die Handschuhe ist umständlich.
Da durch die Eingriffe nicht alle Positionen im Isolator zugänglich sind, wie etwa Kabeldurchführungen, hat diese Methode ihre Grenzen.
„Auch erhält man dadurch kein repräsentatives Ergebnis unter realistischen Betriebs- bedingungen“, gibt Schmiegel zu Be- denken.
Eine im Unterdruck entdeckte Leckage ist eventuell im Überdruck gar nicht mehr vorhanden.“ Darüber hin- aus deckt die Mehrheit der Methoden lediglich größere Leckagen auf.
Laut Schmiegel besteht ein weiterer Vorteil der Ultraschalltechnik darin, dass die Abscannung von weiter entfernte Lecks möglich ist.
So konnten bereits minima- le Leckagen aus einer Distanz von etwa zwei Metern geortet werden.
Durch eine regelmäßige Anwendung der Ultraschallmethode kann das Unter- nehmen bereits frühzeitig Maßnahmen gegen einen Schaden einleiten.
In der Pharmaproduktion ist diese Vorsichts- maßnahme Teil eines hohen Sicherheits- anspruchs und dient der Vermeidung von Gesundheitsrisiken.
Aber auch in anderen Branchen lohnt sich das Gerät, da sich Firmen mit einer überschaubaren Investition und verhältnismäßig gerin- gem technischen Aufwand kostspielige Reparaturen ersparen.
So können teure, unvorhergesehene Produktionsausfälle auf einfache Weise vermieden werden.
Sogar die US-amerikanische Raumfahrt- behörde NASA setzt zwei UltraschallSpi- one auf der ISS ein, um mit den emp- fi ndlichen Sensoren des Geräts kleinste Leckagen aufzuspüren.
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Das Angebots- spektrum umfasst die pharmazeutische Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln sowie Verpa- ckung, Logistik und Distribution.
Zu den Kunden ge- hören weltweit über 200 Pharma-Unternehmen, die die Produktion von Arzneimitteln, OTC-Präparaten, Nahrungsergänzungsmitteln und Spezialprodukten auslagern und Entwicklungs- und Serviceleistungen nachfragen.
Rund 1500 Produkte in 4800 Aufma- chungen werden von mehr als 2000 Mitarbeitern ge- fertigt.
Der Standort Wolfratshausen hat sich auf die Pro- duktion von Sterilprodukten spezialisiert und stellt fast alle pharmazeutischen Darreichungsformen her, darunter Salben und Suspensionen, Granulate, Ta- bletten und Hartkapseln.
Bekannt ist das Werk vor allem durch den Einsatz neuer Verfahren wie der Iso- lator-Technologie.
Bild 1: Die Isolatoren bei Haupt Pharma wer- den mittels gasförmigem H 2 O 2 sterilisiert.
Durch kleinste Schäden könnte das gesund- heitsgefährdende Gas allerdings nach außen gelangen (Bild: Haupt Pharma).
UltraschallSpion ?? 83 ? Richard Chambers, Heimstetten, Tel.
089/9035638, Fax 9044541, www.chambers-gmbh.de LABO LABO ?? 133 ? ?? 24 ?