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Arbeitsschutz/Sicherheitstechnik, 05-2011
Firma zu diesem Beitrag: Asecos GmbH
Sicherheitsschrankserie Q

Neue Konstruktion und modernes Design

Bild 2: Sicherheit im Tagesgeschäft dank manipulationssicherem Türschl...
Die neue Sicherheitsschrankserie von asecos
Eines der in letzter Zeit bestgehüteten Geheimnisse der Branche ist gelüftet. In Gründau gibt es innovative Neuigkeiten in Sachen Gefahrstofflagerung. Dafür konnten Interessierte unter dem Motto Q – in Anlehnung an den gleichnamigen Erfinder bei James Bond – vier Aufgaben „in einer geheimen Mission“ erfüllen. Heraus kam, dass asecos eine neue Typ-90-Sicherheitsschrankserie für die Lagerung entzündbarer Flüssigkeiten auf den Markt bringt. Diese verspricht laut Hersteller Effizienz und Alltagskompatibilität der nächsten Generation.

Der Entwicklung der neuen asecos-Sicherheitsschrankserie vorausgegangen waren zahlreiche Versuche innerhalb der eigenen Werkshallen. Neben Tests mit verschiedenartigen Bauweisen wurden die unterschiedlichsten Materialien zur Herstellung von Typ-90-Sicherheitsschränken geprüft. Innerhalb dieser Testreihen wurden Funktion und Eigenschaften der einzelnen Bestandteile monatelang auf Herz und Nieren getestet. Das Hauptziel: eine neue Stufe an Effizienz bei Sicherheitsschränken zur Lagerung von Gefahrstoffen bei mindestens gewohnt hoher Sicherheit. Das Ergebnis war eine komplett veränderte Bauweise für die Sicherheitsschränke aus Gründau, sowie der Verbau von alternativen Teilen und Materialien. Infolgedessen gewinnen Sicherheitsschränke, ob mit 60, 90 oder 120 cm Breite, an Verwindungssteifheit. Der positive Effekt ist, dass sich die Sicherheitsschränke einfacher als bisher transportieren und in die eventuell schon bestehende Laborausstattung einbringen lassen.

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Transport auch durch schmale Türen

Alle Schränke sind ab Werk mit einem unterfahrbaren Sockel versehen, um bei der Anlieferung mühelos mit einem Hubwagen transportiert werden zu können. Und auch wenn Sicherheitsschränke entsprechend der Arbeitsstättenverordnung nur im geleertem Zustand transportiert werden dürfen, bedeutet das bei einem Eigengewicht von bis zu über 400 kg eine deutliche Erleichterung. Der integrierte Sockel ist stets mit beiden Gabeln des Hubwagens unterfahrbar – sogar der des 60 cm breiten Schrankes. Dies beugt durch die erreichte Stabilität möglichen Kippunfällen vor. So ist der Transport ohne zusätzliche Sicherung unkompliziert möglich.

Muss der Schrank bei der Einbringung oder Umsetzung durch sehr schmale Türen oder Durchgänge, hilft der neue „Q-Mover“ als mobile Transporthilfe, auf die der Schrank gesetzt wird. So passen sogar die 90- und 120-cm-Schränke beim Transportieren aufrecht stehend durch schmale Türen. Denn sie können durch das Aufsetzen auf den Q-Mover nun der Länge nach statt quer bewegt werden. Hilfreich ist dabei ebenso die neue Konstruktion der Sicherheitsschränke: Dank einer leichten Verkleinerung auf 195 cm Höhe sind die Maße optimal auf normale Durchgänge abgestimmt. Transporte sind so flexibel und bei Bedarf sogar ganz ohne Hubwagen möglich. Die Nutzung von Spezialmaschinen, wie beispielsweise einem Treppenroboter für den Transport durch enge Gänge und Türen, ist nur noch in Ausnahmefällen notwendig.

Ein weiteres Detail zum zusätzlichen Schutz der Mitarbeiter im Laboralltag ist das manipulationssichere Türschloss, mit dem die neuen Sicherheitsschränke serienmäßig ausgestattet sind. Denn um höchste Sicherheit zu gewährleisten, sollte der Zugriff auf die gefährlichen Chemikalien, die im Schrank gelagert werden, auch nur für die entsprechend befugten und geschulten Mitarbeiter möglich sein. Denn sobald die Gefahrstoffe ihren sicheren Lagerort im Schrank verlassen, steigt deren Gefahrenpotenzial um eine Vielfaches. Den aktuellen Schließzustand des Sicherheitsschranks kennzeichnet eine Rot-Grün-Anzeige. Sofort ist ersichtlich, ob ein Schrank unverschlossen ist und eventuell abgeschlossen werden muss.

Neue Farben im Labor

Die offensichtlichste Neuerung der Sicherheitsschränke ist die neue Optik der Serie mit Design im Bicolor-Konzept. Während der Schrankkorpus in neutralem Anthrazitgrau gehalten ist, können die Schranktüren in sieben verschiedenen Farben ausgewählt werden. Ziel ist, dass sich die Sicherheitsschränke stets modern und flexibel an das Erscheinungsbild der bestehenden Arbeitsumgebung adaptieren lassen. Wer zum Beispiel farblich passend zu seiner vorhandenen Laborausstattung oder zu seinen Unternehmensfarben wählen möchte, kann sich nun auch für rote, grüne, blaue, weiße oder silbergraue Schranktüren entscheiden. Die bisher gängigen Farben lichtgrau und sicherheitsgelb sind auch weiterhin in der Farbpalette enthalten. Neu ist auch der Strukturlack, der im Gegensatz zu glatten Oberflächen das Auftreten von Nutzungsschäden im Arbeitsalltag verringert und den Schrank robuster gegen äußere Einflüsse macht.

Bei aller Funktionalität darf aber auch der Sicherheitsaspekt nie aus den Augen verloren werden. Alle neuen Schränke sind im Brandkammertest nach DIN EN 14470-1 (europäische Norm für Sicherheitsschränke zur Lagerung brennbarer Flüssigkeiten) geprüft und zertifiziert.

Effektiv – auch von innen

Abhängig davon, was im Schrank gelagert werden soll, gibt es eine Vielfalt an intelligenten Innenausstattungen, die nicht nur die Effektivität steigert, sondern auch die Sicherheit. Fest im Schrank installierte Fachböden ermöglichen einen direkten Zugriff auf die gelagerten Stoffe. Wer eine große Anzahl an kleinen Gebinden verwendet, kann auch auf Vollauszüge zurückgreifen. Diese nutzen den Schrankinnenraum optimal aus, denn bei der Nutzung von festen Böden ist für jedes Gefäß dessen doppelte Höhe als Mindestabstand zum nächsten Fachboden notwendig, damit eine sichere Entnahme der Gebinde möglich ist. Nutzt man hingegen Auszüge, ist ein Mindestabstand nicht nötig, da die Entnahme von Gebinden nach Ausfahren der Auszüge geschieht und nicht schon im Inneren des Schrankes. Für große und schwere Gebinde nimmt man Schwerlastauszüge.

Die Anzahl der einzusetzenden Fachböden oder Auszüge kann jeder selbst in Abhängigkeit von seinem Bedarf bestimmen. Je nach Art der gelagerten Stoffe bestehen die Fachböden oder Auszüge entweder aus kunststoffbeschichtetem Stahl oder für leicht aggressive Flüssigkeiten aus Edelstahl – für erhöhte Korrosionsbeständigkeit. Wer mit mittel- oder hochaggressiven Chemikalien arbeitet, sollte für die Lagerung entsprechend auf Säure- und Laugenschränke zurückgreifen.

Weitere Neuerungen folgen

Im ersten Schritt wurde die Konstruktion und das Design „in Q-Manier“ für Sicherheitsschränke für entzündbare Flüssigkeiten mit Flügeltüren umgesetzt. Der asecos-Plan sieht aber schon zeitnah eine Adaption für entsprechende Schränke mit Falttüren sowie für Säuren- und Laugenschränke vor. Auch die bewährte Technik mit AGT (asynchron gekoppelter Türantrieb) und TSA (Tür-Schließ-Automatik nach 60 Sekunden) werden im nächsten Entwicklungsschritt enthalten sein. Außerdem kündigte der Hersteller weitere praxisrelevante Neuerungen für die kommenden Modelle an, wie beispielsweise eine im Schrank verbaute Wasserwaage für die Ausrichtung des Schrankes direkt vom Nutzer vor Ort. Ein neuer Abluftkontrollmechanismus soll schon auf einen Blick ersichtlich machen, wie gut oder schlecht die Ablufteinrichtung im Schrank funktioniert. Bisher müssen hierzu noch spezielle Messmittel verwendet werden. Die Redaktion ist also weiterhin auf Neuigkeiten aus Gründau gespannt!

„Intelligente Gefahrstofflagerung im Industrielabor“

Passend zum Thema:

Unter dieser Überschrift erschien im Januar-Heft der LABO ein Artikel über Sicherheitsschränke. Sie finden diesen Beitrag schnell, bequem und kostenlos unter www.labo.de über die Suchfunktion.

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