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Micro-Array-Handling, Mikrofluidik_2-2011 Große Ideen können auch winzig klein seinDie BioRegio STERN Management GmbH zeichnete Ende Juli die Sieger des regionalen Ideenwettbewerbs „Science2Start“ aus. Die drei Preisträger aus Stuttgart, Tübingen und Reutlingen feierten ihren Erfolg gemeinsam mit über 300 Gästen des gemeinsamen Sommerempfangs der BioRegio STERN Management GmbH, des Partnernetzes für Unternehmensgründungen aus Stuttgarter Hochschulen – PUSH! –, des Vereins zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e.V. sowie der Universität Hohenheim.
Den Hauptpreis des diesjährigen Ideenwettbewerbs erhielt Prof. Dr. Hans-Peter Zenner, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik in Tübingen. Sein „Rundfensterimplantat mit optischer Strecke“ ist der Prototyp eines implantierbaren Hörgeräts, das, im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten, mit einer deutlich reduzierten Energieversorgung auskommt. Die Preisgelder in Höhe von diesmal insgesamt 4500 Euro, wurden erneut gesponsert von Völker & Partner, Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, aus Reutlingen. Ehrengast Erwin Staudt, ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH und langjähriger Präsident des VfB Stuttgart, überreichte gemeinsam mit BioRegio STERN-Geschäftsführer Dr. Klaus Eichenberg die Urkunden.
Den zweiten Preis erhielt Dr. Christian Böhm vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart für seine „Integrierte Tropfensensorik“. Mit Hilfe der Mikrofluidik, also der Manipulation kleinster Flüssigkeitsmengen in Mikrostrukturen, entwickelte er integrierte Mikrotropfen, die nicht nur als Reaktionsräume, sondern auch als Sensoren einsetzbar sind. Eine Änderung der Tropfengröße dient als neuartiger Marker für die Aktivität von Zellen oder Biokatalysatoren innerhalb der Tropfen. Durch einfache Filterung können die Tropfen identifiziert und die aktiven Komponenten isoliert werden. Die Entwicklung ermöglicht es, eine Reihe von Testverfahren vollständig zu miniaturisieren.
Auf den dritten Platz kamen Julia Schütte und Simon Werner vom Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen in Reutlingen. In ihrem Gründungsprojekt „HepaChip“ entwickelten sie einen neuartigen organähnlichen 3D-Zellkulturtest auf Basis primärer humaner Leberzellen. Während diese in herkömmlichen Zellkulturtests häufig ihre Leberfunktionen verlieren, ermöglicht der HepaChip den Erhalt der natürlichen Funktionen. Dieses organähnliche System macht es möglich, Reaktionen der Leber auf einzelne Wirkstoffe zu erkennen. Mit dem HepaChip-System können potenzielle Wirkstoffe schon vor der kostenintensiven klinischen Phase auf Lebertoxizität untersucht werden. Finanzielle Verluste, vor allem aber Schäden durch unerwartete Nebenwirkungen, können minimiert werden. Denn ein erheblicher Teil von Medikamenten, die nach ihrer Zulassung vom Markt zurückgenommenen werden, weisen leberschädigende Nebenwirkungen auf. Diesen Artikel bookmarken bei Wie funktioniert Bookmarken?Mit so genannten “Social Bookmarks” können Sie Links auf interessante Webseiten mit anderen Nutzern teilen. |  |  | |  | Externe Nutzung / NutzungsrechteWenn Sie auf diesen Beitrag von LABO online verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden: |
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