Elektrochemische Messmethode nach USP
Zwei- und dreiwertiges Eisen bestimmen
Die Polarographie ist nach USP für die Analytik von zweiwertigem Eisen in pharmazeutischen Produkten beschrieben. Metrohm beschreibt diese Analysemethode an einem Anwendungsbeispiel.
Eine Eisen-Saccharose-Injektion wird häufig zur Behandlung der Anämie aufgrund von Eisenmangel verschrieben. Dreiwertiges Eisen (Fe(III)) und Saccharose sind die Hauptbestandteile der Injektion. Aufgrund seiner medizinischen Anwendung verlangt die U.S. Pharmacopeia (USP) die Überwachung von zweiwertigem Eisen (Fe(II)), von dem nicht mehr als 0,4% vorhanden sein sollten. Die Polarographie ist das vorgeschriebene Analyseverfahren.
Messmethoden wie die AAS (Atomabsorptionsspektroskopie) oder ICP (induktiv gekoppeltes Plasma) können zur Bestimmung des Gesamteisengehalts in einer Probe eingesetzt werden. Während andere Messmethoden wie die potentiometrische Titration zwischen Eisen(III) und Eisen(II) unterscheiden können, erfordern diese mehrere Analysen oder es fehlt an Empfindlichkeit. Mit Hilfe der Polarographie kann zwischen Eisen(III) und Eisen(II) unterschieden werden, da beide Eisenspezies Signale bei unterschiedlichen Potentialen zeigen – So ist die Polarographie als Methode für die Analyse des Eisengrenzwertes (Fe(II) nach USP ohne aufwendige Probenvorbereitung beschrieben. In einem Anwendungsbericht von Metrohm (Application Note AN-V-127) ist diese Analyse für kommerziell erhältliche Eisen-Saccharose-Injektionsampullen beschrieben. Darüber hinaus kann Polarographie verwendet werden, um die Abwesenheit von niedermolekularen Eisenkomplexen (Fe(II) und Fe(III)) zu bestätigen.
Quelle: Metrohm













