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Artikel und Hintergründe zum Thema

RFID-Technologie

Blutproben verfolgen und rückverfolgen

Labor 4.0 liegt ein Organisationskonzept mit verbessertem Fokus auf Automatisierung und Digitalisierung zugrunde. Hierzu gehört auch, sehr große Datenmengen verwalten zu können. Neben hoher Genauigkeit und Effizienz kann solch ein Konzept in der Umsetzung Kostensenkung, höhere Mitarbeitermotivation und -zufriedenheit sowie flexible Arbeitsabläufe bewirken. Ein praktisches Beispiel für einen Schritt in Richtung Labor 4.0 sei an einem Unternehmen gezeigt, das seine großen Mengen an Blutproben mit RFID-Etiketten kennzeichnet. Damit ist es in der Lage, Hunderte von Proben auf einmal zu lokalisieren und zu identifizieren, ohne dass die Proben angesehen werden müssen.
© angellodeco/Shutterstock.com

Ein Geräte-Hersteller und Dienstleister bzgl. Proben aus der kapillaren Blutentnahme musste seine Nachverfolgungsprozesse automatisieren, um die steigende Anzahl von Blutproben bewältigen zu können, die von einer wachsenden Kundenzahl eingesendet wurden. Die Proben werden in Röhrchen gesammelt, die dann zum Testen an verschiedene Laborpartner in der ganzen Welt verschickt werden. Für die Nachverfolgung jeder einzelnen Probe benötigte er eine automatisierte Lösung, die mit dem vorhandenen ERP-System verbunden werden kann.

Lösung mit RFID-Etiketten

Eine automatisierte Lösung für die Probennachverfolgung konnte dieser Geräte-Anbieter mit Hilfe von RFID-Etiketten umsetzen: Von der Brady Corporation erhielt er B-7425 UHF-RFID-Etiketten, eine Etikettengestaltungs-Software, einen Drucker, damit alle RFID-Etiketten direkt vor Ort gedruckt und kodiert werden können, sowie eine Scannerbox zum Überprüfen der Liefergenauigkeit.

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Das auf Röhrchen gut haftende B-7425-UHF-RFID-Etikett besteht aus Polypropylen. Mit Abmessungen von 45 x 30 mm ist es genau passend für Blutentnahmeröhrchen. Das Etikett hat eine UHF-RFID-Antenne mit einem Lesebereich von sechs Metern. Jedes von Endanwendern erhaltene Blutentnahmeröhrchen wird gekennzeichnet.

Der Code im RFID-Chip wird vom ERP-System des Kunden generiert. Dies geschieht über eine anwenderspezifische Softwareverbindung, die von Brady-Technikern entwickelt wurde. So kann das Unternehmen die vollständige Nachverfolgung aller Blutproben gewährleisten, ohne dass vertrauliche Daten offengelegt werden müssen.

Bevor Blutentnahmeröhrchen zur Analyse an ein Partnerlabor gesendet werden, werden sie in einen kundenspezifischen Versandbehälter platziert, der mit fest installierten RFID-Scannern ausgestattet ist. Die gescannten Daten werden auf dem Versandbehälter angezeigt und an das ERP-System des Kunden gesendet. So kann einfach festgestellt werden, welche Blutentnahmeröhrchen verschickt werden.

RFID-Antenne für ein Lesegerät (im Bild Modell GA30). © Brady Corporation

Die beschriebene Lösung ist ein integriertes Nachverfolgungssystem für Blutproben, das Mitarbeitern den einfachen Zugriff auf Versanddaten ermöglicht. Damit können menschliche Fehler vermieden und manueller Arbeitsaufwand verringert werden. Laut des Unternehmens, das dieses System für die Blutproben im Einsatz hat, erwies sich diese Lösung 12-mal schneller als das manuelle Scannen von Barcodes. Da keine direkte Sichtlinie erforderlich ist, sind auch schnellere sowie häufigere Bestandsprüfungen möglich. Und Lieferungen können über diese RFID-Lösung sehr schnell und effizient überwacht und verwaltet werden; Daten zur Lieferverfolgung stehen mit wenigen Mausklicks zur Verfügung.

AUTOR
Danny Collinson
Brady GmbH, Egelsbach
[email protected]
www.brady.de

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