Laborgeräte

Sekundenschnelle Wärmeleitfähigkeitsmessung

Bisher waren die stationären Verfahren, z.B. die sogenannten Plattengeräte, der Standard für die Messung der Wärmeleitfähigkeit von Proben. Mit diesem Verfahren einhergeht, aufgrund der Messanordnung, eine lange Messdauer und in der Regel eine aufwändige Probenvorbereitung. Mit der neuen Geräteserie HotDisk, die als instationäre Methode arbeitet, wird nicht abgewartet, bis sich eine stabile Temperaturverteilung in der Probe eingestellt hat. Nein, der Anwender misst nur am Anfang die Temperaturableitung, also die Wärmeableitung in der Probe und erhält so die Messung im Sekundenbereich. Der Messbereich geht von 0,01…400 W/mK und der Temperaturbereich von 30…1000 K. Generell werden mit der HotDisk simultan die Wärmeleitfähigkeit, die Temperaturleitfähigkeit sowie die spezifische Wärmekapazität bestimmt.

Die Anwendung liegt hauptsächlich in der Materialforschung, um thermische Parameter zu erhalten. Der Einsatz dieser instationären Methode wird aber auch im Bereich der Qualitätskontrolle angewendet, wenn es z.B. um die Charakterisierung von Polymeren geht. Dabei können sowohl Feststoffe als auch Schüttungen gemessen werden. Die instationäre Methode arbeitet mit einer simplen Probenvorbereitung, wo für Standardmessungen im Prinzip nur plane Oberflächen benötigt werden. Bei Schüttungen wird der Sensor mit einem variablen Durchmesser von 1…60 mm einfach eingetaucht, wie auch bei Flüssigkeiten. Generell ist bei der HotDisk das Probenspektrum sehr groß und umfasst Feststoffe, Schüttungen/Granulate, Pasten sowie Flüssigkeiten bis zu Viskositäten von 1 mPas.

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