Quarzmikrowaage

Neue Quarzmikrowaage

Es gibt viele Systeme am Markt, wo bei hoher Dämpfung oder starker Veränderung der Dämpfung, also der Belegung des Quarzes, Messungen schwierig oder unmöglich sind. Der Grund ist die Bestimmung der Resonanzfrequenz durch einen Oszillator, der bei starker Dämpfung und Änderung das Resonanzsignal verlieren kann. Damit ist jetzt Schluss, denn nun gibt es eine neue Quarzmikrowaage, die am Institut für Physikalische Chemie der Uni Regensburg entwickelt wurde.

Das neue kompakte Design nutzt modernste Elektronik und führt schnelle Impedanzscans mit bis zu 500000 Datenpunkten pro Sekunde durch. Deren mathematischer Fit mit einem zum Patent angemeldeten Algorithmus gewährleistet eine sichere Messung der Resonanzfrequenzen auch bei stärkerer Änderung durch größere Beladung des Schwingquarzes. Hierdurch werden die Probleme herkömmlicher Systeme bei dieser Art der Messungen umgangen.

Der potentialfreie Aufbau ermöglicht die Kopplung mit Potentiostaten zur zeitgleichen Messung von elektrochemischen Vorgängen an der Oberfläche der auf dem Quarz aufgedampften Elektrode. Damit lässt sich beispielsweise feststellen, wie viel sich auf der Elektrodenoberfläche abgeschieden oder aufgelöst hat.

Das System kann für unterschiedlichste Aufgabenstellungen in der Chemie, Biochemie und Biologie eingesetzt werden. Vorgänge auf Oberflächen, an Grenzschichten, Wechselwirkungen von Biomolekülen bis hin zu Gassensoren gehören zu möglichen Applikationen. Eine einfach zu bedienende Software, die mit frei nutzbarer Netzwerkschnittstelle die Daten auch anderen Programmen zur Verfügung stellt, rundet das System ab.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige