Von der Miesmuschel lernenBiopolymere aus dem Muschelfuß
Von der Miesmuschel kann sich die Chemieindustrie einiges abschauen. Nicht nur, dass ihr Perlmutt und die reißfesten Fäden, mit denen sie sich am Meeresboden festhält, außergewöhnliche Qualitäten besitzen. Wie sie diese Materialien erzeugt, könnte auch zur Blaupause für eine umweltfreundliche Produktion von komplex gebauten Polymerstrukturen werden.
Ein Vorbild für Chemiker: Die feinen Byssusfäden, die Muscheln in ihrem zungenförmigen Fuß, haften unter Wasser besser als jeder Klebstoff aus der Tube. Sie sind reißfest, dehnbar, hart und selbstheilend. Außerdem bilden sie sich teilweise selbstorganisiert. Das könnte sich in der Technik nachahmen lassen, um Kunststoffe umweltfreundlich zu produzieren. (© MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung)

