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BASF schließt zweite REACH-Phase erfolgreich ab

BASF hat die zweite Registrierphase des EU-Chemikalienrechts REACH erfolgreich abgeschlossen. REACH steht für "Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals" und stellt eine grundlegende Neuordnung der Chemikaliengesetzgebung in Europa dar. Die zweite Registrierphase für Chemikalien mit einem Produktionsvolumen zwischen 100 und 1000 Tonnen pro Jahr endete am 31. Mai.

BASF hat in dieser Phase rund 550 Stoffdossiers bei der europäischen Chemikalienagentur (ECHA) eingereicht - mehr als jedes andere Unternehmen. Auch in Phase 1 hatte BASF mit rund 680 Stoffdossiers die Liste der registrierenden Unternehmen angeführt. Zum Ablauf der letzten Übergangsfrist im Jahr 2018 rechnet BASF mit einer Gesamtzahl von etwa 3500 Registrierungen. 250 Mitarbeiter arbeiten bei BASF an der Umsetzung von REACH, die Gesamtkosten für BASF bis zum Jahr 2018 werden sich auf 500 bis 550 Mio. Euro belaufen.

Weniger Bürokratie, Umsetzbarkeit verbessern

"Sowohl die Industrie als auch die vor wenigen Jahren gegründete Chemikalienagentur ECHA mussten sich auf das neue System einstellen. Das war ein Lernprozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Insbesondere bei der Kommunikation zwischen Registrant und Behörden - sowohl ECHA als auch Behörden der EU-Mitgliedsstaaten - gibt es noch Potenzial für Verbesserungen", erklärt Dr. Karsten Müller, Leiter der BASF-Einheit Chemikalienrecht. "Die Erfahrungen aus den ersten beiden Registrierphasen sollten dazu genutzt werden, die Praxistauglichkeit von REACH weiter zu verbessern. In der nun beginnenden dritten Registrierphase mit einer deutlich höheren Zahl zu registrierender Stoffe müssen zunehmend - und häufig erstmals - auch kleine und mittelständische Unternehmen auf REACH umstellen. Für alle Beteiligten sollte der bürokratische Aufwand auf das notwendige Minimum beschränkt bleiben."

Komplex sind zum Beispiel die IT-Systeme, die ECHA zur Datenerfassung eingerichtet hat und die regelmäßig überarbeitet oder erweitert werden. BASF hat bisher viele Millionen Einzeldaten in die elektronische Datenerfassung der ECHA übermittelt. Ein Sicherheitsdatenblatt, das Kunden über die richtige Handhabung des Stoffs informiert, umfasst aufgrund der erweiterten REACH-Anforderungen mittlerweile bis zu 140 Seiten. Früher waren es nur maximal 10 Seiten.

REACH betrifft alle Stoffe, die zurzeit in der EU hergestellt oder in die EU eingeführt werden. Sie werden entsprechend ihres Produktionsvolumens in drei Phasen mit jeweils unterschiedlichem Anforderungsprofil registriert (Stoffe größer 1000 Tonnen pro Jahr; Stoffe größer 100 Tonnen pro Jahr; Stoffe größer 1 Tonne pro Jahr). Die Umsetzung von REACH beschränkt sich nicht nur auf die Registrierungen. Die eingereichten Dossiers müssen nach der Registrierung regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden. Von ECHA und den Behörden der EU-Mitgliedstaaten werden die Risikobewertungen der Industrie überprüft. Diese Bewertungen können weitere Datenforderungen und Beschränkungs- oder Zulassungsverfahren nach sich ziehen. Die Vorgaben von REACH müssen in den Produktions- und Geschäftsprozessen umgesetzt werden. Dadurch soll die sichere Handhabung von chemischen Stoffen in Europa gewährleistet werden. 

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BASF überprüft freiwillig Risikobewertungen weltweit

Während REACH nur in Europa gilt, hat sich BASF darüber hinaus das Ziel gesetzt, bis 2020 weltweit alle Risikobewertungen für Substanzen und Mischungen zu überprüfen, die BASF in einer Menge von mehr als einer Tonne verkauft.

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