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Biotech-Sparte von Sartorius weitet Produktion aus

Die Biotechnologie-Sparte der Sartorius AG, die unter Sartorius Stedim Biotech (SSB) firmiert und ein international führender Zulieferer der Pharma- und Biotech-Industrie ist, weitet ihre Produktion für Verbrauchsmaterialen zur Herstellung von Impfstoffen aus. Ab sofort werden Zusatzschichten in den südfranzösischen Werken Aubagne und Lourdes eingerichtet. An diesen Standorten werden aseptische Einwegbehälter und weitere Einweg-Produkte gefertigt, die zur Lagerung und für den Transport von Zwischenprodukten des Serums eingesetzt werden. Auch bei Einweg-Filtern zur Sterilfiltration von Impfstoffen und deren Vorprodukten verzeichnet SSB umfangreiche zusätzliche Bestellungen und trifft Vorbereitungen, um die schnelle Lieferfähigkeit sicher zu stellen. "Seit die WHO die Pandemie ausgerufen hat, steht fest, dass der Impfstoff gegen die Schweinegrippe in den kommenden Monaten in großen Mengen produziert werden wird. Wir erhalten inzwischen nahezu täglich größere Aufträge von den Impfstoffherstellern und fahren daher jetzt die Produktion hoch", so Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG. "Für unsere Kunden zählt jetzt, dass sie schnell und flexibel auf die Nachfrage nach Impfstoffen reagieren können. Genau das ermöglichen wir mit unserem umfangreichen Portfolio an Einwegprodukten. Deshalb sind wir in dieser kritischen Situation ein so gefragter Partner." Auch für die kommenden Monate rechnet Sartorius Stedim Biotech mit umfangreicher, zusätzlicher Nachfrage nach seinen Verbrauchsmaterialen. Die Einwegprodukte sind prädestiniert für den Einsatz in der Vakzine-Herstellung, da sie einen schnellen Produktionsstart sowie eine flexible Steuerung der Produktionsmengen erlauben. Die Produkte werden nicht nur in dem etablierten Impfstoff-Herstellverfahren mithilfe von Hühnereiern eingesetzt, sondern vor allem auch in den neuen, zellkulturbasierten Verfahren. Mehrere Impfstoffhersteller haben inzwischen angekündigt, ihre Grippeimpfstoffe künftig zunehmend zellkulturbasiert herzustellen, da dieses Verfahren zu einer erheblichen Zeiteinsparung führt und damit die Reaktionsfähigkeit bei Pandemien deutlich verbessert. Für Zellkulturverfahren bietet Sartorius Stedim Biotech das umfangreichste Produktportfolio der Branche. Das Unternehmen hatte zuletzt u. a. mehrere Typen neuer Einweg-Bioreaktoren vorgestellt, die speziell für die Zielgruppe der Impfstoffhersteller entwickelt wurden. In diesem Zusammenhang wurde Sartorius Stedim Biotech jetzt auch von einem weiteren führenden Impfstoffhersteller als ein Vorzugslieferant benannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am 11. Juni die höchste Stufe ihres Warnsystems ausgerufen und damit die die erste Influenza-Pandemie des 21. Jahrhunderts festgestellt. Seitdem bereitet die gesamte Impfstoffindustrie den Start der Massenproduktion des Vakzins gegen das Schweinegrippe-Virus A (H1N1) vor. Einige Hersteller haben nach eigenen Angaben die Serienproduktion bereits aufgenommen. Nach jüngsten Angaben der WHO wurden rund 44.300 Infektionen mit Schweinegrippe registriert, 180 dieser Patienten sind gestorben. Experten befürchten eine starke Erhöhung der Fallzahlen im kommenden Herbst und Winter.

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