Investition in die Region

Melanie Steinbeck,

Bürkert erweitert Produktionskapazitäten

Bürkert Fluid Control Systems setzt den Ausbau seiner Werke in Hohenlohe weiter fort. Während in Gerabronn derzeit noch gebaut wird und die Erweiterung in Criesbach bereits abgeschlossen ist, konnte Ende Juni der Ausbau in Öhringen abgeschlossen werden. Die offizielle Einweihung folgte im Juli. Mit dem neuen Gebäudekomplex und dem Start des automatischen Kleinteilelagers (AKL) optimiert das Unternehmen seine Logistikprozesse und erweitert die Produktionskapazitäten am Standort Öhringen.

Effizienz auf rund 6.000 m²: Der Neubau am Bürkert Standort Öhringen kombiniert Fertigung und Montage mit einem automatischen Kleinteilelager und Schmalgang-Palettenlager. © Bürkert Fluid Control Systems

Neuer Gebäudekomplex auf 6.000 Quadratmetern

Im Rahmen umfassender Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen entstand auf rund 6.000 Quadratmetern ein Neubau, der zwei Bereiche umfasst: Produktion und Montage sowie das neue AKL mit einem angrenzenden Schmalgang-Palettenlager. Die Investitionssumme beträgt rund 20 Millionen Euro.

„Mit der Erweiterung investieren wir gezielt in die Zukunft unseres Standorts – in moderne Technik, durchdachte Prozesse und verbesserte Arbeitsbedingungen“, erklärt Wolfram Heiß, Werksleiter am Standort Öhringen.

Umstellung auf Behälterlagerung

Im Juli 2023 startet der Bau eines neuen Kompetenzzentrum Kunststofftechnik am Bürkert Campus Criesbach. Auf einer Nutzfläche von rund 6.000 Quadratmetern entstand bis Dezember 2024 eine Halle, welche die komplette Kunststoffexpertise des Fluidikspezialisten unter einem Dach vereint: Neben einem Werkstoffanalyselabor sind Werkzeugbau und -konstruktion sowie die Kunststofffertigungstechnik und ein Technikum in einem Gebäude vereint.

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Mit der Inbetriebnahme des AKL wurde auch die interne Logistik neu organisiert. Die Umstellung von Paletten- auf Behälterlagerung erhöht die Effizienz und macht externe Lagerflächen überflüssig. Kommissionierte Komponenten werden über ein neues Fördertechniksystem direkt zu den jeweiligen Mitarbeitenden transportiert.

„Die Zeiten, in denen unsere Mitarbeitenden mit Wagen durch die Regalgänge laufen und Ware manuell heben mussten, gehören nun der Vergangenheit an“, so Projektleiter Kai Schellenbauer.

Weitere Maßnahmen bis 2025 geplant

Bis Oktober 2025 sollen noch weitere Arbeiten folgen. Dazu gehören Umbauten an bestehenden Gebäuden, die Neugestaltung der Außenanlagen sowie der Abriss einer alten Halle. Die dadurch freiwerdenden Flächen werden teilweise dem Distributionscenter (DCO) zur Verfügung gestellt, das den weltweiten Warenversand für die Bürkert-Werke in Deutschland und Frankreich übernimmt. Zudem ist eine zentrale Erstverpackung geplant, die künftig alle Ventile aus dem Werk Öhringen an einem Ort verpackt.

Einweihung mit Projektbeteiligten

Der Abschluss der Neubaumaßnahmen wurde im Juli gemeinsam mit den Mitarbeitenden am Standort, dem Projektteam, Führungskräften und dem Betriebsrat begangen. „Das Projekt war in jeder Phase eine echte Teamleistung“, sagte Projektleiter Kai Schellenbauer. Werksleiter Wolfram Heiß ergänzte: „Mit dem neuen Gebäude schaffen wir die Basis für moderne Prozesse und weiteres Wachstum am Standort. Umso schöner, dass wir den erfolgreichen Abschluss gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen feiern können.“

Bürkert in Öhringen und weltweit

Bürkert Ohringen © Bürkert Fluid Control Systems

Der Standort Öhringen besteht seit 1959. Die ersten Gebäude wurden 1963 errichtet. Die letzte größere Erweiterung erfolgte von 2012 bis 2014 mit dem Neubau der Produktion, des Distributionscenters und eines Betriebsrestaurants. In Öhringen werden hauptsächlich pneumatische und elektrische Prozess- sowie Regelventile gefertigt. Derzeit sind dort rund 210 Mitarbeitende beschäftigt.

Bürkert Fluid Control Systems mit Stammsitz im süddeutschen Ingelfingen ist ein weltweit agierender Hersteller von Mess-, Steuer- und Regelungssystemen für Flüssigkeiten und Gase. Die Lösungen des Unternehmens kommen in zahlreichen Branchen zum Einsatz, darunter Labore, Brauereien, die Medizin- und Biotechnologie sowie die Raumfahrttechnik.

Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 3.700 Mitarbeitende und ist in über 30 Ländern vertreten. Neben vier Forschungs- und Entwicklungszentren betreibt Bürkert fünf Systemhäuser in Deutschland, China und den USA, in denen kundenspezifische Systemlösungen entwickelt werden.

Quelle: Bürkert Fluid Control System

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