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Carl Zeiss erwirbt Lizenz für Beleuchtungsverfahren von University of California

Die Lichtblatt-Fluoreszenzmikroskopie ist eine relativ neue Anwendung der Lichtblattbeleuchtung in der Biologie und in anderen Lebenswissenschaften. Sie bietet gegenüber herkömmlichen Fluoreszenzmikroskopie-Verfahren große Vorteile bei der Untersuchung von bis zu mehreren Millimeter großen, lebenden, fluoreszenzmarkierten Proben unter bestimmten physiologischen Bedingungen über sehr lange Zeiträume und mit minimalem Photoschaden.

Dr. Jan Huisken entwickelte mSPIM an der UCSF. Mit dieser Methode kann die Bildqualität gegenüber herkömmlichen Lichtblatt-Beleuchtungsverfahren signifikant verbessert werden. Durch die Probe induzierte Absorptions- und Streuungsartefakte der Lichtblattmikroskopie werden reduziert. Weiterhin verbessert mSPIM die homogene Ausleuchtung der Bildebene. Durch alternierende Beleuchtung der Probe von mehreren Seiten werden Schattenbildung und Verbreiterung des Lichtblattes durch Streuung in der Probe minimiert.

Die Vereinbarung mit der UCSF berechtigt Carl Zeiss, das mSPIM-Verfahren in seine Mikroskopiesysteme zu integrieren. Das erste kommerzielle Lichtblattmikroskop befindet sich derzeit in der Produktentwicklung bei Carl Zeiss. Mit diesem sogenannten "Light Sheet Fluorescence Microscope" (LSFM) oder "Selective Plane Illumination Microscope" (SPIM) von Zeiss zur Untersuchung lebender Proben steht dieses Beleuchtungsverfahren erstmalig für Anwendungen in den Lebenswissenschaften zur Verfügung.

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Zusammen mit eigenen innovativen Konzepten zur Lichtblattmikroskopie treibt Carl Zeiss mit dieser Lizenzierung den Fortschritt in der schonenden mikroskopischen Untersuchung von lebenden Proben voran. Davon profitieren die Bereiche Entwicklungsbiologie, Zellbiologie sowie Neurowissenschaften, Stammzellforschung und Meeresbiologie.

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