Konferenz in Karlsruhe

Barbara Schick,

Forschungsdaten besser nutzen

Forschungsdaten bilden die Grundlage für Erkenntnisse und Innovationen. Der Verein Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) hat das Ziel, Datenschätze in Zukunft besser zu nutzen. Vom 12. bis 14. September 2023 veranstaltet er in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die erste „Conference on Research Data Infrastructure“ (CoRDI) auf dem Campus Süd. Erwartet werden rund 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zahlreichen Forschungsfeldern – von A wie Agrarwissenschaften bis Z wie Zellbiologie – sowie Akteure aus dem Infrastruktur-Bereich und der Wirtschaft.

Pandemien, der Klimawandel und der Straßenverkehr haben eins gemeinsam: Hochwertige, gut vernetzte Daten bieten die Grundlage für ein besseres Verständnis und damit eine Entscheidungsgrundlage für Handlungsmaßnahmen. Der Verein Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V. mit Sitz in Karlsruhe setzt sich seit seiner Gründung 2020 für ein zukunftsfähiges Management von Forschungsdaten ein. Inzwischen sind mehr als 250 Wissenschaftsorganisationen, Universitäten sowie Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Fachgesellschaften und Vereine Mitglied. Die Zukunft der datengetriebenen Forschung wird somit von einem starken Netzwerk gestaltet.

Die einzelnen Fachbereiche engagieren sich bei NFDI in Konsortien. In jedem der 26 Konsortien sind bis zu 80 Einrichtungen vernetzt und arbeiten gemeinsam an fachinternen sowie übergreifenden Themen. Dabei sind bereits Services wie eine Plattform für die Suche nach humanen molekularbiologischen Daten, sogenannten Omics-Daten (beispielsweise der „GHGA Metadata Catalog“ mit Genomdaten), ein elektronisches Laborjournal-Notizbuch („Chemotion“) oder ein virtueller Assistent zur Klärung rechtlicher Fragestellung beim Nutzen von Daten („interactive Virtual Assistant: iVA“) entstanden.

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Themen wie Datenschutz, übergreifende Standards, gemeinsam genutzte Infrastrukturen, Weiterbildung oder die Kooperation mit der Wirtschaft sind für mehrere oder sogar alle Konsortien relevant. Sie werden daher zusammen in thematischen Sektionen vorangetrieben. NFDI entwickelt auch Basisdienst-Services, zum Beispiel für ein verbessertes Zugangsmanagement zu Daten oder eine bessere semantische Vernetzung auf Basis eines Terminologie-Dienstes.

© NFDI

Die „CoRDI“ bietet unter dem Titel „Connecting Communities“ Personen aus dem Verein und darüber hinaus zum ersten Mal die Chance, sich bei einem großen Event in Präsenz zusammenzufinden. Die Konferenz steht für umfassendere Erkenntnisse durch bessere Nutzung von Forschungsdaten, für Innovationen und den daraus entstehenden gesellschaftlichen Nutzen. An drei Tagen gibt es wissenschaftliche Vorträge, Diskussionsformate, Poster- und Marktsessions sowie einen öffentlichen Abendvortrag. Erwartet werden rund 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sämtlichen Forschungsfeldern sowie Akteure aus dem Infrastrukturbereich und der Wirtschaft.

Zum Kooperationspartner der Veranstaltung: Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist an elf der 26 Konsortien der NFDI beteiligt. Zuletzt wurden im Jahr 2022 drei neue Konsortien mit Beteiligung des KIT in die Bund-Länder-Förderung aufgenommen: NFDI4Energy für das Energiesystem, NFDIxCS zur Speicherung komplexer Datenobjekte sowie Base4NFDI für Basisdienste in der wissenschaftlichen Dateninfrastruktur. Darüber hinaus ist York Sure-Vetter, Professor am Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren des KIT, seit März 2020 Direktor der NFDI.
Weitere Informationen zur Konferenz und das vollständige Programm ist zu finden unter: https://www.nfdi.de/cordi-2023/

Quellen: KIT / NFDI

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