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Genomische Analyse von Saatgut

Die Firma Computomics ist ein junges Spin-off der Universität Tübingen. Die Geschäftsführer und Mitgründer Dr. Sebastian Schultheiß und Dr. Tobias Dezulian analysieren im Auftrag von Saatgutherstellern Genome von Züchtungen, beispielsweise um Aussagen über Resistenzen gegen Trockenheit oder Schädlinge machen zu können. Mit ihrem Team haben sie Tools entwickelt, um die Rohdaten aus DNA-Screenings effektiv auswerten zu können.

Die Zahl der Saatguthersteller, die sich mit genomischer Pflanzenforschung beschäftigen, liegt weltweit unter 20. Eine überschaubare Branche also, zu der die beiden Tübinger Start-up-Unternehmer jedoch längst Zugang haben. "Da wir seit Jahren in diesem Bereich wissenschaftlich arbeiten, sind wir in der Community gut bekannt", erklärt Dr. Schultheiß. Der promovierte Bioinformatiker hat, ebenso wie Dr. Dezulian, an der Universität Tübingen studiert und dann am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie gearbeitet.

Spezialisiert haben sich Dr. Schultheiß und Dr. Dezulian auf die genetische Analyse von Saatgut - beispielsweise von Getreide, Reis oder Mais. Sie sind in der Lage, dezidiert Auskunft über bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten von Genomen zu geben. "Wozu früher viele Generationen von Züchtungen und jahrelange Beobachtungen notwendig waren, brauchen unsere Auftraggeber mit unserer Hilfe nur noch wenige Monate." So erfährt der Auftraggeber dank Computomics in kurzer Zeit, ob der Versuch, bestimmte Eigenschaften einer Wildsorte in eine bewährte Kultursorte konventionell einzukreuzen, funktioniert hat.

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Deutschland ist nach den USA der bedeutendste Standort für Saatguthersteller. Daher wird die Region auch Hauptsitz des Unternehmens, obwohl es bereits Überlegungen gibt, eine Niederlassung in den USA zu eröffnen. Weitere Infos zum Unternehmen: Computomics GmbH & Co. KG, Sand 14, 72076 Tübingen, Tel. 07071-5683995, E-Mail: info@computomics.com.

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